Israel

Datenpannne bei Wähler-App

Primaries bei der Likud-Partei 2014 in Jerusalem Foto: Flash 90

Durch eine Wähler-App sind in Israel laut einem Medienbericht persönliche Informationen aller rund 6,5 Millionen Wahlberechtigten im Internet öffentlich zugänglich gewesen.

Die Daten seien durch die Likud-Partei des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor der Parlamentswahl am 2. März in der App hochgeladen worden, schrieb die linksliberale Zeitung »Haaretz«. Der Likud bestätigte am Dienstag, dass es ein Sicherheitsproblem gegeben habe.

Laut »Haaretz« war es durch die Internetseite der App möglich gewesen, das ganze Wählerverzeichnis samt Adressen, Telefonnummern sowie persönlichen Identifikationsnummern herunterzuladen. Die Partei organisiere mit der App den Wahltag.

Anbieter Der Likud teilte mit, es handele sich bei dem App-Anbieter um »einen privaten und externen Anbieter, (...) bei dem die professionelle und rechtliche Verantwortung liege«. Nachdem deutlich geworden sei, dass die Firma nicht »dem erwarteten Sicherheitsstandard entspricht«, sei eine Sicherheitsfirma mit einer Kontrolle des Systems beauftragt worden.

Die Behörde zum Schutz der Privatsphäre teilte mit, eine Untersuchung des Vorgangs begonnen zu haben.

Die Entwicklerfirma der App, Feed-b, sagte laut »Haaretz«, dass es sich bei der Schwachstelle um »einen einmaligen Vorfall gehandelt hat, der sofort angegangen worden ist«.

Die Behörde zum Schutz der Privatsphäre teilte mit, eine Untersuchung des Vorgangs begonnen zu haben.

Nach Wahlen im April und September vergangenen Jahres war wegen einer Pattsituation zwischen dem rechts-religiösen und dem Mitte-Links-Lager keine Regierungsbildung gelungen.

Netanjahu war zweimal bei dem Versuch gescheitert, eine Koalition zu schmieden. Auch sein Herausforderer Benny Gantz vom Mitte-Bündnis Blau-Weiß scheiterte. Nun ist für den 2. März die dritte Wahl binnen eines Jahres geplant. dpa

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  18.09.2026

Terrorismus

Die Huthi bedrohen den Hafen von Eilat

Die Kontrolle über eine der wichtigsten Handelsrouten droht sich zu verschärfen – mit Folgen für Israels Seehandel, Versorgung und Lebenshaltungskosten

von Sabine Brandes  18.09.2026

Reaktion

»Wir dürfen nicht dulden, dass Ausländerkriminalität, Judenhass an der Tagesordnung sind«

Bundeskanzler Merz sprach in Berlin über Migration und den grassierenden Judenhass im Land

 17.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge

Nach ersten Erkenntnissen handelte der polizeibekannte Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit allein

 18.09.2026 Aktualisiert

Gesellschaft

20.000 neue Olim – auch aus Deutschland

Die Jewish Agency verzeichnete im jüdischen Jahr 5786 Einwanderer aus 100 Ländern. Besonders viele kamen aus Russland, Frankreich und den USA

von Sabine Brandes  17.09.2026

Tel Aviv

Heikle Bergung eines 2000 Jahre alten Ritualbads in Israel

Mit Spezialkran und viel Fingerspitzengefühl: In Israel wird eine 25 Tonnen schwere Mikwe aus der Erde gehoben. Stahlträger halten das antike Bauwerk zusammen – die heikle Bergung gelingt unbeschadet

 17.09.2026

Nachrichten

Nachteulen, Gedenken, Tierschutz

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  17.09.2026

Eklat

Kampfpilot weist Vorwürfe von »Naza« zurück

Ein ehemaliger Kommandeur einer Luftwaffenbasis widerspricht der Darstellung, die Armee nehme den Tod von Zivilisten bewusst in Kauf. Zugleich verteidigt er die kritische Auseinandersetzung mit dem Militär

von Sabine Brandes  17.09.2026

Tel Aviv

Schwitziges Date

Beim alljährlichen »Singles Run« laufen Tausende der großen Liebe hinterher

von Sabine Brandes  17.09.2026