Coronavirus

Das Schlimmste könnte nächste Woche vorbei sein

Nötig für die Umgehung der Quarantäne: Corona-Heimtests Foto: Flash90

Nachman Ash, Generaldirektor im Jerusalemer Gesundheitsministerium, äußerte sich am Dienstag hoffnungsvoll in Sachen Omikron. Er gehe davon aus, dass Israel bereits in einer Woche den Höhepunkt der Welle überschritten haben wird. Bis dahin werde man allerdings noch einen Anstieg der Infektionen sehen.  

PATIENTEN Am Montag befanden sich etwa 500 Patienten mit einem schweren Verlauf einer Covid-Erkrankung in den israelischen Krankenhäusern. Rund 100 von ihnen müssen nach Angaben des Gesundheitsministeriums beatmet werden, davon sind alle entweder nicht oder nicht vollständig geimpft.

Die Zahl der ernsthaft Erkrankten zeigt zwar einen deutlichen Anstieg im Vergleich zur Vorwoche, ist aber immer noch lediglich ein Drittel der Fälle, die es während der dritten Welle gegeben hatte.

»Damit wir gemeinsam den Höhepunkt der Welle überwinden.«

Premierminister Naftali Bennett

Obwohl die Regierung bereits mitgeteilt hatte, dass »Omikron nicht durch Maßnahmen zu stoppen ist«, will man der Bevölkerung dennoch Werkzeuge an die Hand geben. Dafür werden in den kommenden Tagen kostenlos 25 bis 30 Millionen Antigen-Heimtests an die Israelis ausgegeben.

EMPFÄNGER Die Verteilung der Kits mit sechs Tests richtet sich nach Bedürftigkeit, zu den Empfängern gehören in erster Linie Schulkinder, Bewohner von Altersheimen, sozial-schwache Familien und Studenten.

»Wir haben beschlossen, unseren Bürgern Tests anzubieten, die nichts kosten«, kommentierte Premierminister Naftali Bennett die Aktion. »Damit wir die Wirtschaft so funktionsfähig wie möglich halten können und gemeinsam den Höhepunkt der Welle überwinden.«

Jerusalem

Gadi Eisenkot baut Vorsprung vor Netanjahu aus

Seine Partei Yashar könnte damit auf eine Mehrheit von 61 Sitzen kommen, ohne auf arabische Parteien angewiesen zu sein.

 08.09.2026

Luftfahrt

Delta und United fliegen wieder nach Israel

Auch europäische Linien bereiten eine Wiederaufnahme ihrer Routen zum Ben-Gurion-Flughafen vor

 08.09.2026

Jerusalem

Bericht: Netanjahu wurde vor dem 7. Oktober von den Vereinigten arabischen Emiraten gewarnt

»Seine Missachtung der Warnungen kommt einer strafrechtlich relevanten Fahrlässigkeit gleich«, erklärt der frühere Ministerpräsident Naftali Bennett

 08.09.2026

Jerusalem

Oberstes Gericht weist Klage von Israelis im Ausland wegen fehlendem Wahlrecht ab

Die Richter entschieden nicht über die grundsätzliche Frage, ob die Betroffenen zu Unrecht von der Wahl ausgeschlossen wurden, sondern verwarfen den Antrag aus verfahrensrechtlichen Gründen

 08.09.2026

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  08.09.2026

Deutschland

Schoa-Überlebende und Antisemitismusbeauftragte rechnen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Maha El Hissy ab

Die Hintergründe

 08.09.2026

Reaktion

Israels Botschafter spricht Klartext über AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt

Ron Prosor ist besorgt. Was sagt der Diplomat zum Sieg der Rechtsextremisten?

 07.09.2026

»Freedom Flotilla Coalition«

Neue Gaza-Flottille unterwegs

Die Initiatoren wollen den Gazastreifen im Oktober erreichen und fordern eine »globale Intifada«

 07.09.2026

Israelische Zeitungen

Wahlen

Wie in Israel über den Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt berichtet wird

Der AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt sorgt im jüdischen Staat für Unruhe – und löst eine ambivalente Debatte über die Partei und ihre Haltung zu Juden und Israel aus

von Sabine Brandes  07.09.2026