Wirtschaft

Daimler verkauft 415 Busse nach Israel

Die Busgesellschaft Egged hat 415 Fahrgestelle für Stadt- und Überlandbusse bei Daimler geordert. Foto: imago

Der Stuttgarter Nutzfahrzeugbauer Daimler hat in Israel den Zuschlag erhalten für den Bau von 415 Stadt- und Überlandbussen. Auftraggeber ist Egged, das größte israelische Busunternehmen.

Till Oberwörder, Leiter der Geschäftssparte Daimler Buses, sagte, der Auftrag sei »einer der größten in der Geschichte unseres Unternehmens. Außerdem ist es das erste Mal seit über 15 Jahren, dass Daimler Buses den Zuschlag im hart umkämpften Stadtbussegment in Israel erhalten hat.« Über den Kaufpreis wurde zunächst nichts bekannt.

FAHRGESTELLE Daimler will in diesem sowie im kommenden Jahr insgesamt 156 Einheiten des Überland-Fahrgestells OC 500 RF 1939 sowie 259 Einheiten des Stadtbus-Fahrgestells OC 500 LE 1830 nach Israel liefern. Bei den Stadtbussen der Marke Mercedes-Benz handele es sich um sogenannte Low-Entry-Modelle, die den Fahrgästen einen einfacheren Einstieg ermöglichen sollen.

Die Produktion der Fahrgestelle werde im spanischen Buswerk Sámano stattfinden, teilte der Konzern mit. In Israel würden dann Aufbauten der israelischen Hersteller Haargaz und Merkavim auf die Gestelle montiert.

Egged hat 4000 Busse im Einsatz und befördert rund eine Million Fahrgäste täglich. Das Unternehmen betreibt knapp die Hälfte der öffentlichen Verkehrsmittel in Israel. Dazu gehören auch 945 Überland- und Stadtbuslinien. Die Daimler-Sparte Trucks & Buses ist einer der größten Nutzfahrzeug-Hersteller weltweit und beschäftigt rund 100.000 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr verkaufte die Sparte 32.600 Busse. mth

Dublin

Wegen Israel-Boykott: Irisches Regierungsflugzeug kann nicht mehr im Nebel landen

Beim Kauf der Maschine wurde bewusst auf das System »FalconEye« verzichtet, weil der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems an dem Produkt beteiligt ist

 07.08.2026

Benjamin Netanjahu

Meinung

Nicht wegen des Krieges: Warum Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wirklich zurücktreten sollte

von Roman Haller  07.08.2026

Thailand

Israelische Mutter und Tochter nach Angriff im Krankenhaus

Die Touristinnen wurden auf der Insel Koh Phangan von einem Mann attackiert, der zuvor Israels Vorgehen im Gazastreifen kritisiert hatte. Eines der Opfer erlitt eine Gehirnblutung

 07.08.2026

Washington/Rom

USA: Annäherung bei Gesprächen zwischen Libanon und Israel

Man sei sich »nun deutlich näher« bei der Frage, was getan werden müsse, um die sogenannten Pilotzonen weiterzuführen und auszubauen, sagt ein Sprecher des US-Außenministeriums

 07.08.2026

Westjordanland

Mutter und Sohn entgehen Lynchversuch nach Irrfahrt in Dschenin

»Dutzende Araber versuchten, die Türen zu öffnen, warfen Steine auf uns und versuchten, uns anzuhalten«, sagt die Frau

 07.08.2026

Nahost

UNICEF-Erhebung: Kaum Mangelernährung bei Kindern in Gaza

»Im Gazastreifen herrscht keine Hungersnot«, heißt es im israelischen Außenministerium. Dies sei das eindeutige Ergebnis

 07.08.2026

Jerusalem

Großeltern umgebettet: Theodor Herzls letzter Wille ist erfüllt

Die Überreste von Schimon und Rikva Herzl, Vorfahren väterlicherseits des Zionismus-Begründers und prägende Gestalten in Theodor Herzls Jugend, wurden von Serbien nach Israel überführt und auf dem Herzlberg beigesetzt

 06.08.2026

Justiz

Israelischer Siedler wegen Tötung eines Palästinensers angeklagt

Der getötete Aktivist setzte sich gegen Siedlergewalt ein und war an dem Oscar-prämierten Film »No Other Land« beteiligt. Jetzt steht der mutmaßliche Täter vor Gericht

 06.08.2026

Gaza

IDF-Chef Zamir: Jeder Verantwortliche für die Massaker vom 7. Oktober wird zur Rechenschaft gezogen

Die Jagd auf die beteiligten Terroristen sei »eine dauerhafte und fortlaufende Aufgabe, die das Kommando mit großem Erfolg erfüllt«, sagt der Generalstabschef

 06.08.2026