Kunst

Carmen und die Zeloten

Drama in der Wüste: Szene aus »Carmen« Foto: Getty

Vergangene Woche fand am Fuße Masadas zum dritten Mal ein Opernfestival statt. Diesmal stand George Bizets Carmen auf dem Programm. Staatspräsident Schimon Peres sprach in seiner Eröffnungsrede von zwei außergewöhnlichen Phänomenen: Carmen und Masada. Ebenso wie die Zeloten gebe auch Carmen das Leben für ihre Überzeugung.

Heiserkeit Regisseur Giancarlo del Monaco spielte bei seiner Inszenierung viel mit dem Ballett, die Leistung des Tel Aviv Philharmonic Choir war bisweilen brillant. Nancy Fabiola Herrera als Carmen startete gut, konnte aber im zweiten Teil wegen Heiserkeit nicht mehr singen – eine Chance für die israelische Sängerin Na’ama Goldman, die als große Hoffnung gilt.

2.500 Personen hatten an der Vorbereitung dieses Spektakels mitgewirkt, 5.000 Zuschauer wollten das Ergebnis allein bei der Premiere sehen. Nationalparkdirektor Eitan Campbell hatte zunächst Bedenken gehabt, dass die Opernfestivals dem sensiblen Ökosystem der Wüste schaden könnten. Doch diese Bedenken sind ausgeräumt, seit klar ist: Wenn das Festival vorbei ist, wird die Natur zurück in ihren Ausgangszustand gebracht. Dann steht der Berg mit seiner Schönheit und Geschichte wieder für sich.

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