Diplomatie

Brasilien will Botschaft nach Jerusalem verlegen

Eduardo Bolsonaro bei der Eröffnung der Handelsvertretung Foto: Flash90

Brasilien hat am Sonntag in Jerusalem eine Handelsvertretung eröffnet. Eduardo Bolsonaro, Sohn des brasilianischen Präsidenten, kündigte bei der Einweihung an, sein Land werde in Zukunft auch die Botschaft nach Jerusalem verlegen, wie die »Jerusalem Post« berichtete. Dies sei ein »natürlicher und normaler« Schritt.

Status Die Verlegungen von Botschaften nach Jerusalem sind international umstritten. Der Status der Stadt soll nach Auffassung des überwiegenden Teils der internationalen Gemeinschaft in zukünftigen Friedensgesprächen Israels mit den Palästinensern festgelegt werden.

Israel beansprucht ganz Jerusalem als Hauptstadt, die Palästinenser wollen Ost-Jerusalem als Hauptstadt für einen künftigen eigenen Staat Palästina.

Bislang haben die USA und Guatemala ihre diplomatischen Vertretungen nach Jerusalem verlegt, einige Länder – wie etwa Ungarn – eröffneten zunächst nur Handelsvertretungen.

Netanjahu Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro gilt als Vertrauter des rechtskonservativen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Bolsonaro hatte Israel eine Woche vor der ersten Parlamentswahl in diesem Jahr besucht und war mit Netanjahu demonstrativ an der Klagemauer aufgetreten.

Im April hatte Bolsonaro dann mit Äußerungen zum Holocaust Zorn in Israel ausgelöst. »Wir können vergeben, aber wir können nicht vergessen«, sagte er damals zum Massenmord an den Juden. Dabei stieß der Hinweis auf Vergebung in Israel auf heftigen Widerspruch. dpa

Tourismus

Haifa eröffnet neuen Kreuzfahrtterminal

Israel verbindet damit die Hoffnung auf eine schrittweise Erholung des Tourismussektors nach Jahren der Sicherheitskrisen

 15.05.2026

Ness Ziona

Israelisches Unternehmen will Erde mit Partikel-Technologie abkühlen

Im Mittelpunkt stehen mikroskopisch kleine Partikel aus amorpher Kieselsäure und Kalziumkarbonat. Die Stoffe sollen in die Atmosphäre eingebracht werden, wo sie einen Teil der Sonneneinstrahlung reflektieren würden

 15.05.2026

Washington D.C.

Israel und Libanon starten neue Gespräche

Eine Entwaffnung der Terrororganisation Hisbollah ist einer der Schwerpunkte. Auf beiden Seiten bestehen offenbar nur begrenzte Erwartungen an schnelle Ergebnisse

 15.05.2026

Jerusalem

Angebliche sexuelle Übergriffe: Israel kündigt Klage gegen »New York Times« an

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu: »Wir werden diese Lügen vor dem Gericht der öffentlichen Meinung und vor Gericht bekämpfen. Die Wahrheit wird siegen.«

 15.05.2026

Jerusalem

Ben-Gvir präsentiert israelische Fahne auf dem Tempelberg

Ausschreitungen und anti-arabische Gesänge während israelischen »Flaggenmarsches« – Polizei nimmt 13 Randalierer fest

 14.05.2026

Mittelmeer

Gaza-Hilfsflotte sticht von Türkei aus erneut in See

Israel wirft einigen Aktivisten Verbindungen mit der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen vor

 14.05.2026

Israel

Netanjahus Gesundheit vor Gericht

Der Premier erklärt sich in Verleumdungsprozess für »topfit« – doch Widersprüche bei Angaben zu seiner Krebsbehandlung werfen neue Fragen auf

von Sabine Brandes  14.05.2026

Nahost

Drei israelische Zivilisten durch Hisbollah-Sprengstoffdrohne verletzt

In der Mitteilung der israelischen Armee war die Rede von einem schweren Verstoß der Hisbollah gegen die Waffenruhe

 14.05.2026

Westjordanland

»Peace Now«: Friedensaktivist von Siedlern im Gesicht verletzt

Der Leiter von »Peace Now«, Lior Amichai, wurde nach Angaben der Organisation von gewalttätigen Siedlern geschlagen

 14.05.2026