Amman/Jerusalem

Botschaftspersonal wieder in Israel

Sicherheitskräfte am Sonntagabend vor der israelischen Botschaft in Amman Foto: Reuters

Das israelische Botschaftspersonal aus der jordanischen Hauptstadt Amman ist wieder sicher in Israel angekommen. Das gesamte Team – darunter auch der verletzte Sicherheitsmann – überquerte die Allenby-Brücke am späten Montagabend.

Zuvor war ein hochrangiger Gesandter aus Israel in das haschemitische Königreich gereist, um zu vermitteln. Die diplomatische Krise ist dadurch innerhalb von 24 Stunden beendet worden.

Der israelische Wachmann hatte am Sonntag einen jordanischen Zivilisten erschossen, nachdem er mit einem Schraubenzieher angegriffen worden war. Ein weiterer Mann wurde dabei tödlich verletzt.

Immunität Der Vorfall hatte eine diplomatische Krise zwischen den beiden Ländern ausgelöst. Amman bestand zunächst auf einer Vernehmung des Sicherheitsmannes, was Jerusalem jedoch ablehnte, da der Diplomat durch die Wiener Konvention Immunität genießt.

Die Rückkehr sei durch die enge Kooperation zwischen Israel und Jordanien möglich gemacht worden, erklärte Premierminister Benjamin Netanjahu.

Der Chef des Inlandsgeheimdienstes, Nadav Argaman, war zuvor nach Amman gereist und hatte eine Lösung vorgeschlagen, die offenbar von Jordanien angenommen wurde.

Netanjahu hatte mehrfach mit der israelischen Botschafterin Einat Schlein und dem Wachmann telefoniert. Auch nach der Ankunft erkundigte er sich nach ihrem Wohlbefinden. »Alle sind wohlauf«, ließ er wissen.

Hintergrund

Israel über Guterres: »Sind mit diesem Generalsekretär fertig«

Die Beziehungen zwischen Israel und dem bald aus dem Amt scheidenden UN-Generalsekretär António Guterres sind auf einem neuerlichen Tiefpunkt. Dabei hatte alles ganz anders begonnen

von Michael Thaidigsmann  29.05.2026

Tourismusbranche

Trotz anhaltender Konflikte: Israel wirbt wieder verstärkt um Touristen

Eine Werbeoffensive in Nordamerika soll ausländische Urlauber zurückholen

 29.05.2026

Spendensammlung

Nova-Massaker: Gedenkstätte bei Re’im bittet um Spenden für Fertigstellung

Täglich kommen Tausende Menschen zu der provisorischen Anlage nahe der Gaza-Grenze. Der Gedenkort für 378 von Terroristen ermordete Menschen soll nun ausgebaut werden

 29.05.2026

Jordantal

Netanjahu: Israel wird 70 Prozent des Gazastreifens kontrollieren

Auch bestätigt der Ministerpräsident erstmals öffentlich, israelische Bodentruppen hätten während der jüngsten Operationen im Südlibanon den Litani-Fluss überschritten

 29.05.2026

Meinung

Kein Boykott – nur Abscheu

Die irische Schriftstellerin Sally Rooney möchte ihren neuesten Roman doch auf Hebräisch übersetzen lassen. Zuvor sortiert sie aber Israelis aus - und das Mitgefühl gleich mit

von Sabine Brandes  29.05.2026

Gesellschaft

Charedische Wehrdienstverweigerer erstmals festgenommen

Ultraorthodoxe Regierungspolitiker rufen zum Boykott der Polizei auf, nachdem die Behörden härter gegen Wehrdienstverweigerer vorgehen

von Sabine Brandes  28.05.2026

Ungelöster Fall

Wo ist die kleine Haymanut?

Mehr als zwei Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens schaltet sich der Schin Bet ein – begleitet von wachsendem Druck auf Polizei und Regierung.

von Sabine Brandes  28.05.2026

New York/Jerusalem

Israel kritisiert Aufnahme in UN-Bericht zu sexueller Gewalt

Der israelische UN-Botschafter Danny Danon sagt, der Eintrag stelle »einen moralischer Skandal und einen vollständigen Zusammenbruch jeglicher Glaubwürdigkeit der Vereinten Nationen« dar

 28.05.2026

Wissenschaft

Israelische Forscher stoppen Alterungsprozess

Wissenschaftlern der Bar-Ilan-Universität gelingt es, zentrale Alterungsprozesse in Mäuselebern rückgängig zu machen. Ziel der Forschung ist es, gesundes Altern zu fördern

 28.05.2026