Amman/Jerusalem

Botschaftspersonal wieder in Israel

Sicherheitskräfte am Sonntagabend vor der israelischen Botschaft in Amman Foto: Reuters

Das israelische Botschaftspersonal aus der jordanischen Hauptstadt Amman ist wieder sicher in Israel angekommen. Das gesamte Team – darunter auch der verletzte Sicherheitsmann – überquerte die Allenby-Brücke am späten Montagabend.

Zuvor war ein hochrangiger Gesandter aus Israel in das haschemitische Königreich gereist, um zu vermitteln. Die diplomatische Krise ist dadurch innerhalb von 24 Stunden beendet worden.

Der israelische Wachmann hatte am Sonntag einen jordanischen Zivilisten erschossen, nachdem er mit einem Schraubenzieher angegriffen worden war. Ein weiterer Mann wurde dabei tödlich verletzt.

Immunität Der Vorfall hatte eine diplomatische Krise zwischen den beiden Ländern ausgelöst. Amman bestand zunächst auf einer Vernehmung des Sicherheitsmannes, was Jerusalem jedoch ablehnte, da der Diplomat durch die Wiener Konvention Immunität genießt.

Die Rückkehr sei durch die enge Kooperation zwischen Israel und Jordanien möglich gemacht worden, erklärte Premierminister Benjamin Netanjahu.

Der Chef des Inlandsgeheimdienstes, Nadav Argaman, war zuvor nach Amman gereist und hatte eine Lösung vorgeschlagen, die offenbar von Jordanien angenommen wurde.

Netanjahu hatte mehrfach mit der israelischen Botschafterin Einat Schlein und dem Wachmann telefoniert. Auch nach der Ankunft erkundigte er sich nach ihrem Wohlbefinden. »Alle sind wohlauf«, ließ er wissen.

Jerusalem

Wahlsieger ohne Mehrheit

Das endgültige Wahlergebnis liegt vor. Benjamin Netanjahus Likud hat mehr Sitze als alle anderen Parteien. Nützt ihm das etwas?

 30.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will Wehrpflichtgesetz und Untersuchung zum 7. Oktober vorantreiben

Der Vorsitzende der zentristischen Partei Yashar erklärt, er arbeite bereits an entsprechenden Gesetzesvorlagen. Ob er wirklich eine Regierung bilden kann, bleibt aber unklar

 30.10.2026

Umfrage

Mehrheit der Oppositionswähler befürwortet Regierungskoalition mit arabischer Partei

Befragt wurden Anhänger von Yashar, B’Yachad, der Demokraten sowie Yisrael Beitenu. Was denken diese Wähler?

 30.10.2026

Natur

Gefährliche Ameise

Die invasive Afrikanische Großkopfameise breitet sich schnell aus und kann Ökosysteme sowie die Landwirtschaft schädigen – jetzt wurde sie in Haifa gefunden

 29.10.2026

Jerusalem

Wahl in Israel: Behörden sehen keine Beweise für Betrug

Den Vorwurf der ausländischen Einflussnahme auf die Knesset-Wahl nimmt die Wahlkommission aber ernst

 29.10.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  29.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlkommission fordert Untersuchung möglicher ausländischer Einflussnahme

»Es wurden ernsthafte Verdachtsmomente an mich herangetragen«, sagt der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Noam Sohlberg

 29.10.2026

Jerusalem

Herzog will Neuwahlen vermeiden

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse appelliert der israelische Präsident an die politischen Lager, sich bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen kompromissbereit zu zeigen

 29.10.2026

Jerusalem

Auszählung der »Sonderstimmen« in Israel hat begonnen

Die Stimmen von Soldaten, medizinischem Personal, Patienten sowie israelischen Diplomaten im Ausland könnten die Sitzverteilung in der Knesset noch verändern

 29.10.2026