Tel Aviv

Blinken in Israel: Vielleicht letzte Chance für Geisel-Deal

Amerikas Außenminister Antony Blinken am Montag mit Präsident Isaac Herzog in Tel Aviv Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die gegenwärtigen Bemühungen um eine Waffenruhe im Gaza-Krieg könnten nach Worten von US-Außenminister Antony Blinken die letzte Chance für eine Freilassung der Geiseln in der Gewalt der palästinensischen Terrororganisation Hamas sein.

Bei einem Treffen mit dem israelischen Staatspräsidenten Isaac Herzog in Tel Aviv sagte Blinken: »Dies ist ein entscheidender Moment, wahrscheinlich der beste, vielleicht die letzte Gelegenheit, die Geiseln nach Hause zu holen, eine Waffenruhe zu erzielen und alle auf einen besseren Weg zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit zu bringen.«

Zu den internationalen Bemühungen um eine Einigung bei den indirekten Gesprächen zwischen Israel und der Hamas sagte Blinken: »Es ist Zeit, es zum Abschluss zu bringen.« Man müsse sicherstellen, dass »niemand Schritte unternimmt, die diesen Prozess torpedieren könnten«. Blinken sagte: »Wir wollen sicherstellen, dass es keine Eskalation gibt, dass es keine Provokationen gibt.«

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»Sehr hoffnungsvoll«

Es müsse verhindert werden, »dass der Konflikt in andere Regionen eskaliert und noch intensiver wird«, sagte Blinken. Man sei besorgt über mögliche Angriffe auf Israel aus dem Iran, vonseiten der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah und von anderen. Daher unternehme US-Präsident Joe Biden entschlossene Schritte wie die Verlegung von Truppen in die Region, um jegliche Angriffe zu verhindern »und wenn nötig gegen jegliche Angriffe zu verteidigen«.

Präsident Herzog warf der Hamas vor, sie trage durch eine Verweigerungshaltung die Hauptverantwortung für den bisherigen Misserfolg der Gespräche unter Vermittlung der USA, Ägyptens und Katar in den letzten Monaten. »Wir sind immer noch sehr hoffnungsvoll, dass wir in den Verhandlungen voranschreiten können«, sagte Herzog gleichzeitig. Man wolle die Geiseln »so schnell wie möglich Zuhause sehen«.

Blinken wollte anschließend in Jerusalem Regierungschef Benjamin Netanjahu treffen. dpa/ja

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