Israel

Bibi gegen »Fake News«

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und seine Frau Sara bei der Kundgebung des Likud am Mittwochabend in Tel Aviv Foto: Flash 90

Bei einer Solidaritätskundgebung der Likud-Partei für Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu, der wegen Korruptionsermittlungen gegen ihn und seine Frau Sara unter politischem Druck steht, hat »Bibi« am Mittwochabend in Tel Aviv von »Fake News« und einer »obsessiven Hexenjagd« gegen ihn und seine Familie gesprochen.

Rede Urheber seien »die Linken und die Medien – und wir wissen, dass ist dasselbe«, so der Ministerpräsident und Likud-Chef: »Sie wissen, dass sie uns an den Wahlurnen nicht schlagen können. Also versuchen sie, die Demokratie zu umgehen und uns auf anderen Wegen zu Fall zu bringen«, sagte er.

Für die Kundgebung auf dem Messegelände in Tel Aviv hatte der Vorsitzende der Regierungskoalition und Likud-Abgeordnete etwa 3000 Teilnehmer organisiert, die teilweise in Bussen aus anderen Städten anreisten. Zu den Unterstützern Netanjahus gehörte auch der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat.

Drohung Der Journalist Raoul Wootliff schrieb in »Times of Israel«, die Menge habe »Nieder mit den Medien« gerufen und »Netanjahu, König Israels« gesungen. Er selbst sei von Teilnehmern als »Verräter«, »Homo« und »Sch.-Journalist« beschimpft worden. Ebenso sei ihm die Drohung »Tod den Journalisten« entgegengeschleudert worden.

Den Likud-Abgeordneten Yaron Mazuz zitierte die Zeitung mit den Worten, die Kundgebung richte sich »gegen jeden, der versucht, Bibi zu zerstören: die Medien, die Staatsanwaltschaft, die linken Verräter«. ag

Reaktion

»Wir dürfen nicht dulden, dass Ausländerkriminalität, Judenhass an der Tagesordnung sind«

Bundeskanzler Merz sprach in Berlin über Migration und den grassierenden Judenhass im Land

 17.09.2026

Brandanschlag auf Synagoge Wuppertal

Nach ersten Erkenntnissen handelte der polizeibekannte Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit allein

 17.09.2026 Aktualisiert

Gesellschaft

20.000 neue Olim – auch aus Deutschland

Die Jewish Agency verzeichnete im jüdischen Jahr 5786 Einwanderer aus 100 Ländern. Besonders viele kamen aus Russland, Frankreich und den USA

von Sabine Brandes  17.09.2026

Terrorismus

Die Huthi bedrohen den Hafen von Eilat

Die Kontrolle über eine der wichtigsten Handelsrouten droht sich zu verschärfen – mit Folgen für Israels Seehandel, Versorgung und Lebenshaltungskosten

von Sabine Brandes  17.09.2026

Tel Aviv

Heikle Bergung eines 2000 Jahre alten Ritualbads in Israel

Mit Spezialkran und viel Fingerspitzengefühl: In Israel wird eine 25 Tonnen schwere Mikwe aus der Erde gehoben. Stahlträger halten das antike Bauwerk zusammen – die heikle Bergung gelingt unbeschadet

 17.09.2026

Nachrichten

Nachteulen, Gedenken, Tierschutz

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  17.09.2026

Eklat

Kampfpilot weist Vorwürfe von »Naza« zurück

Ein ehemaliger Kommandeur einer Luftwaffenbasis widerspricht der Darstellung, die Armee nehme den Tod von Zivilisten bewusst in Kauf. Zugleich verteidigt er die kritische Auseinandersetzung mit dem Militär

von Sabine Brandes  17.09.2026

Tel Aviv

Schwitziges Date

Beim alljährlichen »Singles Run« laufen Tausende der großen Liebe hinterher

von Sabine Brandes  17.09.2026

Jerusalem

Netanjahu strebt Gesetzesänderung an

Der Ministerpräsident reagiert damit auf die Diskussion um den Dokumentarfilm »Naza«. Über dessen Macher Yuval Abraham und Rachel Szor sagt der Regierungschef: »Ihr Platz ist nicht hier.«

 17.09.2026