Israel

Bibi gegen »Fake News«

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und seine Frau Sara bei der Kundgebung des Likud am Mittwochabend in Tel Aviv Foto: Flash 90

Bei einer Solidaritätskundgebung der Likud-Partei für Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu, der wegen Korruptionsermittlungen gegen ihn und seine Frau Sara unter politischem Druck steht, hat »Bibi« am Mittwochabend in Tel Aviv von »Fake News« und einer »obsessiven Hexenjagd« gegen ihn und seine Familie gesprochen.

Rede Urheber seien »die Linken und die Medien – und wir wissen, dass ist dasselbe«, so der Ministerpräsident und Likud-Chef: »Sie wissen, dass sie uns an den Wahlurnen nicht schlagen können. Also versuchen sie, die Demokratie zu umgehen und uns auf anderen Wegen zu Fall zu bringen«, sagte er.

Für die Kundgebung auf dem Messegelände in Tel Aviv hatte der Vorsitzende der Regierungskoalition und Likud-Abgeordnete etwa 3000 Teilnehmer organisiert, die teilweise in Bussen aus anderen Städten anreisten. Zu den Unterstützern Netanjahus gehörte auch der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat.

Drohung Der Journalist Raoul Wootliff schrieb in »Times of Israel«, die Menge habe »Nieder mit den Medien« gerufen und »Netanjahu, König Israels« gesungen. Er selbst sei von Teilnehmern als »Verräter«, »Homo« und »Sch.-Journalist« beschimpft worden. Ebenso sei ihm die Drohung »Tod den Journalisten« entgegengeschleudert worden.

Den Likud-Abgeordneten Yaron Mazuz zitierte die Zeitung mit den Worten, die Kundgebung richte sich »gegen jeden, der versucht, Bibi zu zerstören: die Medien, die Staatsanwaltschaft, die linken Verräter«. ag

Tel Aviv/Lod

Ben Gurion Airport: Nur jeder dritte Flug startet pünktlich

Die auf dem Flughafen geparkten Tanker der US-Luftwaffe sind nur einer von mehreren Gründen für ständige Verspätungen

 31.07.2026

Libanon

Reaktion auf Drohnenangriff: Israel sprengt Hisbollah-Tunnelsystem

Auslöser für die nun erfolgte Zerstörung sei ein Drohnenangriff der Hisbollah am Mittwoch gewesen, erklären Ministerpräsident Netanjahu und Verteidigungsminister Katz

 31.07.2026

Großbritannien

Hackney will Städtepartnerschaft mit Haifa beenden

Ratsherr Simche Steinberger wirft der Ratsmehrheit vor, die sechs jüdischen Ratsmitglieder überhaupt nicht konsultiert zu haben

 31.07.2026

Tel Aviv

»Und dann musste ich mein eigenes Grab schaufeln«

Über zwei Jahre lang war Evyatar David in Gewalt der Hamas. Jetzt berichtet er davon, wie er – ausgezehrt und geschwächt – sein eigenes Grab ausheben musste

 31.07.2026

Meinung

Bringt Israel die Vereinten Nationen zu Fall?

Die obsessive Fixierung der UN auf den jüdischen Staat steht im Widerspruch zu ihren ursprünglichen Werten. Diese Heuchelei wird der Staatengemeinschaft irgendwann noch zum Verhängnis werden

von Daniel Neumann  30.07.2026

Kairo

Verhandler sollen Fortschritte bei Hamas-Entwaffnung gemacht haben

Die Hamas signalisiert Bereitschaft, ihre Waffen unter Aufsicht der palästinensischen Übergangsverwaltung zu stellen. Im Gegenzug fordert sie einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen

 30.07.2026

Berlin

Antisemitismus ohne Scham

Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin-Mitte wurde nach eigenen Angaben auf der Straße mit dem Tode bedroht

von André Anchuelo  30.07.2026 Aktualisiert

Investition

Finanzierung für Stadtbahn im Norden steht

Von Haifa nach Nazareth mit der Bahn? Ab 2029 soll dies möglich sein. Das Projekt kostet viel Geld

 30.07.2026

Gaza

Zukunft ungewiss

Seit Monaten stagniert Trumps Gaza-Plan. Können ein israelisches Pilotprojekt in Rafah und das versprochene Ende der Hamas-Regierung daran etwas ändern? Eine Analyse

von Joshua Schultheis  30.07.2026