Jerusalem

Beten gegen Corona

Beten in Zeiten der Quarantäne (Symbolfoto) Foto: Flash90

Vertreter verschiedener Religionen wollen am Mittwochnachmittag im Jerusalemer King-David-Hotel angesichts der weltweiten Corona-Krise zusammen beten. Die beiden israelischen Oberrabbiner, der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III., der lateinische Patriarch Pierbattista Pizzaballa, zwei muslimische Vertreter und der spirituelle Führer der Drusen, Scheich Mowafak Tarif, werden dabei ein eigens dafür geschriebenes Gebet sprechen.

ONLINE Das Gebet auf Hebräisch und Englisch beginnt um 15 Uhr (Ortszeit – 14 Uhr MESZ) und wird online übertragen. Die Initiative des israelischen Oberrabbinats, des israelischen Innen- und Außenministeriums, des Weltrats der religiösen Führer und weiterer Organisationen reagiere auf die weltweite Gesundheitskrise sowie wachsenden Antisemitismus und Rassismus in verschiedenen Teilen der Welt.

»Diese neue schlimme Realität hat die gesamte Menschheit betroffen, unabhängig von Religion Geschlecht oder Rasse. Aus echtem Glauben an die Solidarität fordern wir jetzt alle Bürger der Welt auf, sich zusammenzuschließen und gemeinsam für Gesundheit und Einheit zu beten«, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter.

Nach Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 mittlerweile bei 14.326 Menschen in Israel nachgewiesen worden, 4961 sind wieder genesen. 187 Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion gestorben.  dpa/kna

Türkei

Ehemalige israelische Soldatin in Istanbul festgenommen

Die Frau konnte erst nach diplomatischem Druck nach Hause zurückkehren

 27.02.2026

Spannungen in Nahost

USA raten Teil des Jerusalemer Botschaftspersonals und Angehörigen, Israel zu verlassen

Die amerikanische Botschaft empfiehlt US-Bürgern, die Möglichkeit einer Ausreise zu prüfen und warnt vor weiteren Maßnahmen

 27.02.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Kotel ist für alle da

Die Klagemauer könnte in Zukunft einzig vom orthodoxen Rabbinat verwaltet werden. Was als Schutz der Heiligkeit verkauft wird, wäre ein Angriff auf religiöse Vielfalt

von Sophie Goldblum  27.02.2026

Israel

Neue Pizza-Regeln für die Luftwaffe

Soldaten sollen künftig darauf verzichten, sich Speisen direkt ins Hauptquarter liefern zu lassen. Warum?

 27.02.2026

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  27.02.2026

Tel Aviv

Ex-Geisel Matan Angrest berichtet von Verhören und Folter durch die Hamas

Zum ersten Mal seit seiner Freilassung hat Angrest über seine Zeit in der Gewalt der Hamas gesprochen

 27.02.2026

Debatte

»Sie war mehr als froh, als alles zu Ende war«: Berlinale-Kreise: Tuttle überfordert und resigniert

Wie geht es nach Debatten um die Berlinale weiter? Eine Krisensitzung bringt nach Angaben des Kulturstaatsministers keine Entscheidung - zumindest vorerst

 26.02.2026

Politik

US-Konsulate erstmals in jüdischen Siedlungen

Die Angebote stehen im Kontext wachsender Spannungen und anhaltender Gewalt im Westjordanland

von Sabine Brandes  26.02.2026

Diplomatie

Israel und Indien vereinbaren »besondere strategische Partnerschaft«

Bislang galt für Israel: »Besondere strategische Partnerschaften« bestehen nur mit Deutschland und den USA. Jetzt wird auch die Zusammenarbeit mit Indien so eingestuft. Das hat Vorteile für beide

 26.02.2026