Statistik

Betagt und glücklich

Gut gealtert: Matkot-Spieler Amnon Nissim Foto: Flash 90

Meist bestimmen Terror und Konflikt die Nachrichten über Israel. Wer hätte da gedacht, dass die Israelis älter werden, als die meisten anderen Bewohner der OECD im Durchschnitt? Mit 82 Jahren stehen die Menschen hier auf einem der obersten Plätze in Sachen Lebenserwartung. Diese Zahlen veröffentlichte jetzt das zentrale Statistikbüro des Landes.

In den vergangenen zehn Jahren ist die Lebenserwartung damit um mehr als zwei Jahre angestiegen. Für Männer beträgt sie derzeit nahezu 80, für Frauen fast 84 Jahre. Im Vergleich zu den 70er-Jahren ist das eine Steigerung von 8,7 beziehungsweise 8,8 Jahren. Hinter Island, der Schweiz und Italien landete der jüdische Staat damit bereits vor zwei Jahren auf dem vierten Platz innerhalb der OECD.

Doch existieren gravierende Unterschiede zwischen jüdischen und arabischen Israelis. Im vergangenen Jahr lag das Durchschnittsalter bei den arabischen Bürgerinnen um 3,3 Prozent niedriger als das der jüdischen, bei den Männern sogar um 3,7.

Heiraten Doch es ist nicht nur die Lebenserwartung, die sich verändert. Auch unter die Chuppe treten die Israelis heute viel später. Zwei Drittel der jüdischen Männer zwischen 25 und 29 sind noch Single, bei Frauen ist es fast die Hälfte, die unverheiratet ist. Die Entscheidung, Kinder zu bekommen, verwirklichen die meisten heute erst mit 27,3 Jahren, vor zehn Jahren war das schon für Paare um die 25 Jahre ein Thema.

Auch im Bereich »Schönes Leben« spielt Israel in der oberen Liga. Obwohl hierzulande mit 1890 Stunden viel mehr gearbeitet wird als im OECD-Durchschnitt (1776 Stunden), sind die Israelis glücklicher als die meisten – wenn man dem Welt-Glücks-Bericht der Vereinten Nationen glauben darf. Nur in zehn Ländern, darunter Dänemark, Norwegen, Schweiz, die Niederlande und Kanada, freuen sich die Menschen des Lebens mehr als in Israel.

Jerusalem

Werden die Wahlen in Israel vorgezogen?

Likud-Ministerin Gila Gamliel schlägt im Radio Ende Juni oder Anfang Juli als Tag vor

von Sabine Brandes  05.03.2026

Nahost

Iran greift Golfstaaten an

Mehr als 1.000 mutmaßlich iranische Drohnen wurden in den vergangenen Tagen allein von den Vereinigten Arabischen Emirate entdeckt. Auch im Irak gab es Einschläge. Ein Ende der Angriffe ist bisher nicht in Sicht

 05.03.2026

Iran

Schah-Sohn attackiert mögliche Ajatollah-Nachfolger

Der einflussreiche iranische Oppositionspolitiker Pahlavi erklärt die Suche nach einem neuen Religionsführer für aussichtslos. Der 65-Jährige bringt sich erneut als Übergangsfigur ins Spiel

 05.03.2026

Nahost

Das falsche Pferd im Libanon

Geschwächt und unter Druck im eigenen Land versucht die schiitische Terrormiliz Hisbollah, sich vom Iran zu distanzieren

von Sabine Brandes  05.03.2026

Nahost

Neuer Raketenangriff Irans auf Israel - Sirenen in Tel Aviv

Das Teheraner Regime greift den jüdischen Staat weiterhin an. Ein Passagierflugzeug musste laut einem Medienbericht den Landeanflug abbrechen, als Raketen ankamen

 05.03.2026

Umfrage

Große Mehrheit jüdischer Israelis unterstützt Krieg gegen Iran

Selbst im linken Lager liegt die Zustimmung noch bei 76 Prozent. Unter israelischen Arabern ist die Zustimmung weitaus geringer

 05.03.2026

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  05.03.2026 Aktualisiert

Interview

»Es ist ein gerechter Krieg«

Oppositionsführer Yair Lapid unterstützt die Präventivschläge Israels und der USA gegen den Iran

von Sabine Brandes  05.03.2026

USA

»Amerika gewinnt: entschlossen, verheerend und ohne Gnade«

Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, dass die USA sich alle nötige Zeit nehmen würden, um den Krieg zu gewinnen

 05.03.2026