Tel Aviv

Berichte: Israel birgt Leiche eines seit 1982 vermissten Soldaten

Jehuda Katz Foto: IDF

Die israelische Armee hat nach israelischen Medienberichten die sterblichen Überreste eines seit 1982 vermissten Soldaten gefunden. Der Obergefreite Jehuda Katz war wenige Tage nach Beginn des Krieges zwischen Israel und der vom Libanon aus operierenden PLO im Juni 1982 nach einer Panzerschlacht mit der syrischen Armee verschwunden. Ein israelischer Armeesprecher sagte auf Anfrage, man prüfe die Berichte.

Katz war der letzte von insgesamt drei verschollenen Soldaten nach der Schlacht bei Sultan Jakub. Seine Leiche sei kürzlich gefunden und die Angehörigen seien informiert worden, berichtete das Nachrichtenportal »Ynet«. Der genaue Fundort wurde zunächst nicht genannt.

Im vergangenen Jahr hatte Israel bereits in einem Spezialeinsatz in Syrien die Leiche eines weiteren Soldaten geborgen, der bei dem Kampf bei Sultan Jakub gefallen war und seitdem ebenfalls als verschollen galt. Dort hatte es eine Schlacht zwischen israelischen und syrischen Truppen gegeben. Mehrere israelische Soldaten wurden danach als vermisst gemeldet.

Lesen Sie auch

Vor sieben Jahren war bereits die Leiche eines dritten Soldaten übergeben worden, der damals ebenfalls getötet worden war. Russland hatte Israel 2019 bei der Suche nach den sterblichen Überresten des Soldaten geholfen.

Laut Kremlchef Wladimir Putin wurden die Überreste von russischen Spezialeinheiten bei einem Einsatz in Syrien entdeckt. Israel ließ später zwei syrische Gefangene frei, offensichtlich als Gegenleistung für die Übergabe der Leiche. dpa/ja

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  10.09.2026

Deutschland

Schoa-Überlebende und Antisemitismusbeauftragte rechnen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Maha El Hissy ab

Die Hintergründe

 09.09.2026 Aktualisiert

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  09.09.2026 Aktualisiert

Verteidigung

Nach Deal über VW-Werk: Israelische Rüstungsunternehmen wollen noch mehr in Deutschland investieren

Rafael und Elbit wollen die deutsch-israelische Zusammenarbeit bei der Produktion von Abwehrraketen und anderem Militärgerät erheblich ausweiten. Covenant will in Sachsen Marschflugkörper produzieren

 09.09.2026

Nachrichten

Basketball, Ärzte, Straßenbahn

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  09.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 09.09.2026

Tourismus

Chinesische Influencer für Israel

Vor dem Krieg reisten jährlich rund 150.000 Besucher aus dem Reich der Mitte in den jüdischen Staat. Die Regierung versucht nun, diese Zielgruppe zurückzugewinnen

von Sabine Brandes  09.09.2026

26. Knesset

Die Unentschiedenen könnten die Wahl entscheiden

38 Parteien treten zur Knesset-Wahl an. Umfragen zufolge herrscht zwischen den Blöcken um Premier Netanjahu und der Opposition ein enges Patt

von Sabine Brandes  09.09.2026

Taglit

Emotionales Bootcamp mit Lior Raz

Israels Superstar kam kurz vor dem Start der fünften »Fauda«-Staffel nach Berlin, um sich für »Birthright« starkzumachen. Und für einen optimistischeren jüdischen Staat

von Sophie Albers Ben Chamo  09.09.2026