Großbritannien

Bericht: Charles will bald als erster Monarch Israel besuchen

König Charles III. am Sonntag am Steuer seines Wagens Foto: IMAGO/Paul Marriott

Kommt Charles III. als erster britischer Monarch überhaupt in Kürze zu einem Staatsbesuch nach Israel? Eine britische Zeitung berichtete am Sonntag über Vorbereitungen für eine Reise des frisch gekrönten britischen Königs ins Heilige Land.

Ein Mitglied des Oberhauses der regierenden Konservativen Partei sagte der Sonntagsausgabe der »Daily Mail«, man sei gerade dabei, »den Weg für diesen Besuch zu ebnen«. Weder Queen Elizabeth II. noch ihr Vater, George V., hatten dem vor 75 Jahren gegründeten jüdischen Staat einen Besuch abgestattet. Es bestehe »kein Zweifel, dass Charles derjenige sein wird, der dieses Muster durchbrechen wird«, sagte Lord Stuart Polak der Boulevardzeitung.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Drei Besuche Als Thronfolger war Charles jedoch bereits drei Mal zu Gast in Israel. Auch sein Sohn William, der amtierende Prince of Wales, unternahm 2018 einen offiziellen Besuch dort. Charles‘ Großmutter väterlicherseits, Prinzessin Alice von Griechenland, wird seit 1993 von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern geführt, da sie in der Zeit der Schoa in Athen eine jüdische Familie vor den Nazis versteckte. Sie liegt auf dem Ölberg in Jerusalem begraben.

Nach Informationen der »Mail of Sunday« hat der König selbst Interesse an einer Reise nach Israel bekundet und auch keine Angst vor diplomatischen Verwerfungen. Charles wird, falls es mit dem Besuch tatsächlich klappt, voraussichtlich auch die Palästinensische Autonomiebehörde in Ramallah besuchen, um Kritik aus der arabischen Welt zu vermeiden. Ein Termin steht aber noch nicht fest. Und auch die laufenden Raketenangriffe aus dem Gazastreifen machen den Planern offenbar Sorge.

Israels Präsident Isaac Herzog, ein Freund von Charles, soll sich persönlich dafür eingesetzt haben, dass der König sein Land besuche. Laut Diplomatenkreisen, auf die sich die »Mail on Sunday« beruft, habe auch Charles selbst »in den letzten Jahren deutlich gemacht, dass er keine Angst hat, nach Israel zu reisen, und nicht zulassen wird, dass die Rolle des Monarchen ihn daran hindert, in dieser Rolle zurückzukehren«. mth

Umfrage

Große Mehrheit jüdischer Israelis unterstützt Fortsetzung des Krieges gegen Hisbollah

Befragt wurden Bürger auch zu den Streitkräften und der Regierung von Benjamin Netanjahu

 14.04.2026

Nahost

Historische Verhandlungen zwischen Israel und Libanon

Zum ersten Mal seit mehr als 40 Jahren führen Beirut und Jerusalem direkte Gespräche auf politischer Ebene. Können sie zu einem Durchbruch im aktuellen Konflikt führen?

von Amira Rajab, Cindy Riechau  14.04.2026

Ramallah

Fatah-Funktionär bietet Terror-Häftlingen Entscheiderrollen an

Tayseer Nasrallah spricht von einer »echten und ernsthaften Vertretung der palästinensischen Gefangenen«. Dabei handelt es sich auch um Täter, die wegen tödlicher Terroranschläge gegen Israelis verurteilt wurden

 14.04.2026

Jom Haschoa

Erinnerungen im Wohnzimmer

Am Holocaustgedenktag kommen in Israel Menschen bei »Sikaron Ba‘Salon« zusammen, um Überlebenden zuzuhören

von Sabine Brandes  14.04.2026

Automatisierter Handel

»Geistiger Schaden«: Bnei Brak will Verkaufsautomaten nachts schließen

Stadtrat Rabbiner Ze’ev Lipschitz, der die Änderung eingebracht hatte, spricht von ökologischen, körperlichen und vor allem »spirituellen« Schäden durch Automaten

 14.04.2026

Jerusalem

Israel begeht den Jom Haschoa im Zeichen des Krieges – Netanjahu kritisiert Europa

Der Kontinent leide an »tiefer moralischer Schwäche«, sagt der Ministerpräsident

 14.04.2026

Nahost

Darüber sprachen Merz und Netanjahu

Kurz vor direkten Gesprächen von israelischen und libanesischen Vertretern greifen zwei deutsche Regierungsmitglieder zum Telefonhörer. Wer mit wem spricht und wie Berlin auf die Gespräche blickt

 13.04.2026

Ungarn

Netanjahu gratuliert Wahlsieger Magyar – und lobt Orban

Israels Premier: »Orban ist ein wahrer Freund Israels, der fest an der Seite Israels stand angesichts ungerechter internationaler Verleumdungen«

 13.04.2026

Diplomatie

Israel und Libanon verhandeln in Washington

Streben nach einem Friedensabkommen, Waffenruhe und Normalisierung: In Washington treffen sich Israel und Libanon zu direkten Gesprächen. Aber wie realistisch sind die Ziele?

 13.04.2026