Militär

Bereitschaft im Norden

IDF-Soldat während der Übung Foto: Flash 90

Jenseits der Grenze wird das Manöver mit Argusaugen beobachtet. Die größte und bedeutendste Militärübung in Israel seit nahezu zwei Jahrzehnten – mit Namen Or Hadagan – soll zeigen, ob die Armee (IDF) an der nördlichen Grenze für alle Gefahren gewappnet ist. Die kommen vor allem von der libanesischen Terrororganisation Hisbollah – und die schaut zu.

Seit dem 5. September üben nahezu alle Einheiten der Armee fast zwei Wochen lang ihren Part im nördlichen Gebiet: 20 verschiedene Brigaden, der Armee-Geheimdienst, Spezialeinheiten, Luftwaffe, Marine und das Heimatfrontkommando. Zu Beginn der Übung hatten sich reguläre und Reserve-Einheiten vor allem darauf konzentriert, die Zivilbevölkerung in unmittelbarer Grenznähe zu schützen.

Das Fazit eines offiziellen Sprechers der IDF lautet: »Es ist nicht ausreichend, nur stark zu sein. Wir müssen uns den Herausforderungen, die sich uns entgegenstellen, anpassen.« Dazu gehöre es, den Feind zu imitieren, Sofort-Taktiken zu üben und neueste Technologie auszuprobieren.

Libanon Die umfassende Übung soll sich vor allem mit der neuen Realität an der nördlichen Grenze zum Libanon auseinandersetzen. »Der Feind entwickelt sich schnell weiter in Sachen Kriegführung, lernt dazu und versteht den Kampf immer besser. Das ist eine große Bedrohung für die IDF und besonders für die Heimatfront«, so der Armeesprecher.

Doch einen großen Vorsprung erhofft sich die israelische Armee in den Bereichen Technologie und Logistik. Hier werden Soldaten Notfälle mit den neuen hoch entwickelten Gerätschaften proben. Dazu gehören unbemannte Hummer-Vehikel, Roboter, die Gepäck und Ausrüstung tragen, und andere Neuheiten, die zum Teil zum ersten Mal überhaupt getestet werden.

»Unser Militär ist technologisch sehr weit entwickelt, darüber hinaus beim Geheimdienst, beim Manövrieren und im Kampf«, so der Sprecher. »Diese Übung ist ein eindeutiger Beweis dafür. Wir verbessern uns stetig im Zusammenhang mit den veränderten Gegebenheiten bei der Hisbollah und generell im Norden.«

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