Geiseln

Beisetzung von Itay Chen

Mittelpunkt der Familie: Itay Chen Foto: Sabine Brandes

Geiseln

Beisetzung von Itay Chen

In Tel Aviv nehmen Tausende Abschied von der letzten deutschen Geisel

 09.11.2025 13:36 Uhr

Die letzte Geisel der Hamas mit deutscher Staatsangehörigkeit ist in Israel beigesetzt worden. Tausende Menschen nahmen nach Medienberichten auf einem Friedhof in Tel Aviv Abschied von Itay Chen. Die islamistische Terrororganisation Hamas hatte seine sterblichen Überreste am Dienstag im Gazastreifen Mitarbeitern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben. 

Chen war israelischer Soldat, der auch die deutsche sowie die US-amerikanische Staatsbürgerschaft hatte. Er wurde israelischen Armeeangaben zufolge während des Hamas-Massakers am 7. Oktober 2023 im Alter von 19 Jahren getötet, seine Leiche wurde demnach in den Gazastreifen verschleppt.

Der israelische Staatspräsident Izchak Herzog sprach während der Beisetzung Worte des Abschieds. »Geliebter Itay Chen, Held Israels«, sagte Herzog. »Nach mehr als zwei Jahren des Sehnens, der Qual und des Schmerzes bist du endlich nach Hause zurückgekehrt. Heute stehen wir hier gemeinsam, als Volk und Nation, um einen Helden zu Grabe zu tragen, dessen Geschichte zu einem nationalen Symbol geworden ist, dessen Name in der ganzen Welt bekannt ist.«

Auch der US-Sonderbeauftragte Steve Witkoff würdigte Chen

Auch der US-Sonderbeauftragte Steve Witkoff würdigte Chen in einer Videobotschaft. »Am 7. Oktober 2023, als Terror und Chaos über den Staat Israel hereinbrachen, hielt Itay Chen stand, um andere zu schützen«, sagte er. »In jenen schrecklichen Momenten offenbarte Itay den stillen Heldenmut, der wahre Tapferkeit ausmacht – die Bereitschaft, sich unvorstellbarer Gefahr zu stellen, damit andere leben können.« 

»Itays Geschichte ist keine Geschichte der Niederlage«, sagte der US-Vermittler. »Die Hingabe seiner Familie – und das Mitgefühl und die Einheit, die sie auf der ganzen Welt ausgelöst hat – sind der lebendige Beweis dafür, dass Liebe länger währt als Angst, länger währt als Hass und sogar länger währt als der Tod selbst.« dpa

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