Nachrichten

Aussage, Affe, Geschenk

Gebrochenes Herz: Rihanna Foto: picture alliance / abaca

Nachrichten

Aussage, Affe, Geschenk

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  21.05.2021 10:35 Uhr

Aussage
Auch die Popsängerin Rihanna hatte zum Ende des Konflikts zwischen Gaza und Israel aufgerufen. »Mein Herz bricht«, schrieb sie an ihre mehr als 95 Millionen Follower auf Instagram. Sie betonte in ihrem Post das Leid auf beiden Seiten. »Unschuldige israelische und palästinensische Kinder verstecken sich in Schutzbunkern. Es muss irgendeine Lösung geben.« Viele ihrer Fans lobten, dass sie zuerst die Lage der Kinder angesprochen hatte. Doch nicht von allen kam Zustimmung, dass der Star das Leid auf beiden Seiten erwähnte. Viele Prominente haben in den vergangenen Tagen in Sachen Nahostkonflikt ihre Meinung kundgetan – oft einseitig pro Palästinenser.

Affe
Auch Tiere können Opfer der Gewalt sein. Ein Makaken-Äffchen im Safari-Park von Ramat Gan musste jetzt notoperiert werden, nachdem es durch Granatsplitter verletzt wurde. Zunächst hatten die Pfleger angenommen, dass der Affe sich die Verwundungen auf andere Weise zugezogen hatte. Beim Röntgen wurde jedoch festgestellt, dass sich Splitter in seinem Körper befanden. Das Tier wurde in der Klinik des Tierparks vom Chefarzt Igal Horowitz operiert, die Granatsplitter entfernt. Es befindet sich mittlerweile auf dem Wege der Besserung. In Ramat Gan, einem Vorort von Tel Aviv, war am vergangenen Samstag ein Mann bei einem Direkteinschlag aus Gaza auf sein Haus getötet worden.

Bauten
Während die Raketen aus Gaza noch auf Israels Kernland niederprasselten, gab die israelische Bauvereinigung aktuelle Zahlen bekannt, die erschrecken. Der Bericht zeigt, dass mehr als die Hälfte der israelischen Häuser keinen Schutzraum hat. Von den drei Millionen Wohnungen fehlt bei 1,6 Millionen jegliche Art von Sicherheit. An erster Stelle steht dabei Jerusalem, gefolgt von Tel Aviv und der Hafenstadt Haifa. Bereits im August 2020 hatte der staatliche Kontrolleur erklärt, dass mindestens 2,6 Millionen Israelis keinen ausreichenden Schutz vor Raketenangriffen hätten. Häuser, die vor 1980 gebaut oder renoviert wurden, müssen laut Vorgaben keinen offiziellen Sicherheitsraum haben.

Impfungen
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Jerusalem könnte die Impfung der Zwölf- bis 15-Jährigen gegen das Coronavirus Ende dieses Monats beginnen. Die amerikanische Behörde FDA hatte ihre Zulassung für das BioNTech-Pifzer-Vakzin vor zwei Wochen bekannt gegeben. Das Ministerium bereitet sich nach eigenen Angaben momentan auf die umfassende Impfaktion vor. Zuvor hatte sich ein ministeriales Komitee unter Beteiligung von Gesundheitsexperten ausgetauscht. Anschließend sprach es sich einstimmig für die Impfung in dieser Altersgruppe aus. Die Bestätigung für den Beginn der Impfungen wird in den nächsten Tagen erwartet. Der Generaldirektor im Ministerium, Chezy Levy, warte noch auf die Endergebnisse einer Untersuchung zu Impfreaktionen und Nebenwirkungen und wolle dann eine offizielle Erklärung zum Start der Aktion abgeben.

Geschenk
Sie wollten ihr Glück teilen. Yarona (22) und Liron Weinberg (23) haben am 6. Mai geheiratet und sich auf ihre Flitterwochen im Norden gefreut. Doch nur vier Tage später brachen die Kämpfe in Israel aus. Die beiden Offiziere in der Armee, sie in der Presseabteilung und er bei den Fallschirmspringern, mussten umgehend auf ihre Positionen zurück. »Wir haben bei unserer Hochzeit so viel Liebe bekommen – und die Möglichkeit, Zeit für uns allein zu verbringen. Das wollten wir teilen«, erzählte Yarona Weinberg. Und so beschlossen sie, ihren dreitägigen Aufenthalt in einem Boutiquehotel im Norden an andere frisch vermählte Paare aus der Region rund um den Gazastreifen abzugeben, und posteten einen Aufruf in den sozialen Netzwerken. Es seien Hunderte von Nachrichten gekommen, vor allem positiver Zuspruch von Gratulanten.

Tourismus
Vor dem Ausbruch der Gewalt hatte sich Israels Tourismusindustrie ganz auf die Wiedereröffnung nach der Corona-Pandemie vorbereitet. Ein besonderer Fokus wurde auf die potenziellen Touristen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gelegt. In dieser Woche fand in Dubai der »Arabian Travel Market« statt, und auch Israel war dabei vertreten. »Land of Creation« stand über dem kleinen Stand in Dubai. »Buchen Sie Ihre Reise jetzt nach Tel Aviv.« Doch während der Unruhen ist es schwer, Reisen in das Heilige Land an die Frau oder den Mann zu bringen. Und das, obwohl Israel als »Must-see« für muslimische Besucher angepriesen wird.

Washington D.C.

Demokraten drängen Trump zu Klarheit über Israels Atomprogramm

In einem Schreiben an Außenminister Marco Rubio verlangen mehr als zwei Dutzend Parlamentarier detaillierte Informationen über das Programm

 06.05.2026

Bildung

Israelische Hochschulen unter den weltweit besten Gründer-Schmieden

Zwei Universitäten im jüdischen Staat schaffen es in die Top 10

 06.05.2026

Mount Asahi

Israelin stirbt bei Bergtour in Japan

Auf dem Mount Asahi wurden die sterblichen Überreste von Tevel Shabtai von einem israelischen Rettungsteam gefunden

 06.05.2026

Nahost

Rubio: »Die Operation Gewaltiger Zorn ist abgeschlossen«

»Jetzt widmen wir uns dem Projekt Freiheit«, betont der amerikanische Außenminister

 05.05.2026

Archäologie

Rätsel um antikes Baby-Massengrab

Wissenschaftler der Universität Tel Aviv haben Knochenreste aus der Perserzeit gefunden, die in Tel Aseka bestattet wurden. Etwa 70 Prozent stammen von Kindern unter zwei Jahren

von Sabine Brandes  05.05.2026

Berlin

Deutschland und Israel demonstrieren Einigkeit in Iran-Frage

Die Außenminister Deutschlands und Israels zeigen einen engen Schulterschluss gegen den Iran - reden aber auch kritisch miteinander

von Ulrich Steinkohl  05.05.2026

Meinung

Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden

Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«

von Jacques Abramowicz  05.05.2026 Aktualisiert

Israel

Bnei Menasche in Israel gelandet

Insgesamt sollen rund 6000 Inder Alija machen

von Sabine Brandes  05.05.2026

USA

Antisemitische Empörungswelle gegen Sesamstraße

Nach einem Post zum Monat des jüdisch-amerikanischen Erbes überschlagen sich die hasserfüllten Kommentare

von Sabine Brandes  05.05.2026