EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 54 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 49 Sitze

Fussball

Aus Haifa in die Bundesliga

Taleb Tawatha in Aktion Foto: Flash 90

Als die Frankfurter Eintracht jüngst ihren Neuzugang Taleb Tawatha der Öffentlichkeit vorstellte, konnten die Klub-Verantwortlichen den israelischen Nationalspieler gar nicht enthusiastisch genug loben. Der 24-jährige Linksverteidiger sei »extrem schnell mit Zug zum Tor und schießt extrem gute Flanken«, schwärmte Eintracht-Trainer Niko Kovac.

Tawatha werde nicht nur die Viererkette des Bundesligisten verstärken, sondern auch Akzente im Angriff setzen, kündigte Sportdirektor Bruno Hübner an. »Seine Stärken liegen definitiv in Dynamik, Zweikampfstärke und im ständigen Einschalten ins Offensivspiel.«

neuzugang Nun ist es an sich nichts Ungewöhnliches, dass Neuzugänge bei Pressekonferenzen über alle Maßen gepriesen werden. Die Vereine haben viel Geld in die Hand genommen und müssen ihre Spieler entsprechend promoten. Bei Tawatha erst recht: Er ist Frankfurts teuerster Neuzugang der neuen Saison.

Bei der Vorstellung des Israelis merkte man aber, dass die Begeisterung der Vereinsverantwortlichen echt war. Der Abwehrspieler soll dem kriselnden Bundesligisten jene Sicherheit geben, die vergangene Saison fehlte und fast zum Abstieg führte. Erst im Relegationsspiel um den Verbleib in der Bundesliga konnte die Mannschaft den Klassenerhalt sichern.

Und in der Tat scheint der Abwehrspieler – auch wenn er zurzeit an Leistenbeschwerden laboriert – eine vielversprechende Verstärkung zu sein. Bereits mit 18 Jahren wurde er erstmals in die israelische Nationalmannschaft berufen und ist seitdem Stammspieler. Für Maccabi Haifa kam er auf über 150 Einsätze, in Champions- und Europa-League spielte Tawatha, der 1992 in Dschisr az-Zarqa bei Haifa geboren wurde, 24-mal von Anfang an.

mannschaft Zu seinem Wechsel sagt Frankfurts Neuzugang, der neben der israelischen auch die sudanesische Staatsangehörigkeit besitzt: »Ich habe schon einiges über das Team und den Klub gehört und freue mich sehr auf meine neue Aufgabe. Ich bin sehr gespannt auf die Stadt und die Spiele mit meiner neuen Mannschaft. Eintracht Frankfurt ist ein großer Verein.«

Ob sich seine Erwartungen erfüllen werden, wird sich schon bald zeigen: Im ersten Spiel der neuen Bundesliga-Saison am Samstag trifft sein Team auf den Vorjahresfünften und Europa-League-Teilnehmer Schalke 04.

Knesset-Wahl

Die arabische Antwort auf Ben-Gvir

Die israelischen Araber wehren sich mit dem Stimmzettel gegen den Sicherheitsminister – und könnten zum Königsmacher der nächsten Knesset werden

von Sabine Brandes  28.10.2026

Meinung

In der Sackgasse?

Sabine Brandes wünscht sich nach den Wahlen für Israel neue Bündnisse – trotz aller Schwierigkeiten

von Sabine Brandes  28.10.2026

Analyse

Israel steckt mal wieder im Patt

Der rechte Block gewinnt bei der Auszählung an Boden. Doch weder Regierungslager noch Opposition haben eine klare Mehrheit – und die arabischen Parteien werden zum entscheidenden Faktor

von Sabine Brandes  28.10.2026

Jerusalem

Demokraten-Chef fordert Koalition mit arabischen Parteien

Bei Israels Richtungswahl liegt Netanjahus Lager vorn, verfehlt aber die Mehrheit. Der Chef der Linksliberalen fordert eine Koalition der Opposition mit Beteiligung arabischer Parteien

 28.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlergebnis bleibt offen, mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt

Mit wie vielen Sitzen kann das Netanjahu-Lager rechnen? Wie sieht das bisherige Ergebnis der Opposition aus?

 28.10.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Bis zu 650.000 »Sonderstimmen« könnten Israels Wahlergebnis noch verändern

Die Stimmen von Soldaten, Reservisten und weiteren Wahlberechtigten, die nicht in ihrem regulären Wahllokal abstimmen konnten, müssen noch einbezogen werden

 28.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will rasch neue Regierung in Israel bilden

Netanjahus Lager verliert die Mehrheit, doch auch Ex-Militärchef Eisenkot kann mit seinem Lager nicht allein regieren. Dennoch erklärt er, schon bald eine Koalition schmieden zu wollen

 28.10.2026

Jerusalem

Vorfälle bei Parlamentswahl

Für die große Mehrheit der Israelis verlief der Wahltag friedlich. Es gab jedoch Einschüchterungsversuche und sogar Angriffe

 28.10.2026

Jerusalem

Benjamin Netanjahu bei Wahl vorn - aber ohne Mehrheit

Bleibt der heutige Ministerpräsident an der Macht? Oder kommt es zum Regierungswechsel? Der Politikveteran gibt sich in der Wahlnacht trotz unklarem Ausgang siegesgewiss

 28.10.2026 Aktualisiert