Israel

Aus dem Labor

Echtes Fleisch war gestern. Foto: Getty Images

Der Koscher-Stempel ist schon drauf. Es sind gute Nachrichten zum neuen Jahr für das israelische Start-up SuperMeat. Die größte Koscher-Zertifizierungsstelle der Welt, die Orthodox Union Kosher (OU Kosher) mit Sitz in New York, hat festgestellt, dass das in Tel Aviv gezüchtete Hühnerfleisch den Mehadrin-Standards entspricht. Es ist die strengste Stufe der Kaschrut-Überwachung.

Das Besondere: Beim SuperMeat-Verfahren werden Hühnerzellen aus einer befruchteten Eizelle entnommen und in einen Fleischfermenter gepflanzt, bis die Zellen wie im Körper eines Huhns zu Fleischgewebe heranreifen. Die Zellen werden zwischen der Befruchtung der Eizelle und vor dem Auftreten von Blutflecken entnommen, denn diese würden das Fleisch verunreinigen.

standards »Die Anpassung unserer Technologie an die koscheren Ernährungsgesetze ist für uns von enormer Bedeutung«, sagte Ido Savir, Geschäftsführer von SuperMeat. »Diese Anerkennung unseres Prozesses ist ein Beweis für unsere Liebe zum Detail und die hohen Standards, die wir einhalten.« Er geht davon aus, dass diese historische Initiative mit der Orthodoxen Union nicht nur die Möglichkeiten für koschere Verbraucher weltweit erweitere, sondern auch klare Richtlinien für andere Unternehmen in der Fleischindustrie festlegen werde.

Bei vielen neuen Speisen und Getränken, die hauptsächlich in der israelischen Lebensmittel-Hightech-Branche entwickelt werden, gibt es noch Unklarheiten bezüglich der Kaschrut. Jetzt wollen beide Seiten den gesamten Produktionsprozess und die Lieferkette für kultiviertes Fleisch untersuchen, um eindeutige Richtlinien für andere Unternehmen in der Branche festzulegen.

Darüber hinaus gaben OU Kosher und SuperMeat an, zukünftig an einer Reihe von Produkten, die unter höchster Kaschrut-Aufsicht hergestellt werden, zusammenzuarbeiten. Die Zertifizierung der OU erfolgte nach einer Reihe eingehender halachischer Diskussionen und wissenschaftlicher Überprüfungen um Themen wie die Embryogenese von Vögeln und den Einsatz von Stammzellen.

Iran

Iranisches Regime droht mit Angriff auf US-Stützpunkte

Seit rund zwei Wochen gehen Menschen im Iran auf die Straße. US-Präsident Trump warnte Teheran vor Gewalt gegen die Protestierenden. Laut Berichten erwägt er Militärschläge. Das Mullah-Regime warnt

 11.01.2026

Waffenruhe

Israelische Armee bereitet Offensive auf Gaza-Stadt vor

Sollte sich die Hamas nicht freiwillig entwaffnen, will die Armee den Angriff noch im März beginnen

 11.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  10.01.2026

Knesset

In den Startlöchern

Israels Parteien bereiten sich auf die Wahl vor

von Sabine Brandes  10.01.2026

Nachrichten

Wetter, Katargate, Bevölkerung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  10.01.2026

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

von Wolf J. Reuter  10.01.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Proteste im Iran und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF

Die Mullahs sollen weg, der Schah soll kommen: Dafür hat die Linke gerade keine Erklärung parat - und mit ihr auch nicht die links geprägten Redaktionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks

von Christoph Lemmer  10.01.2026

Gesellschaft

»Habaita« – das Wort des Jahres in Israel

Ein simpler hebräischer Ausdruck aus drei Silben bezeichnet das Gefühl eines ganzen Landes

von Sabine Brandes  10.01.2026

Iran

Netanjahu zu den Protesten im Iran: »Wir stehen an eurer Seite«

Jerusalem beobachtet genau, wie das Regime in Teheran auf die Demonstrationen reagiert

von Sabine Brandes  10.01.2026 Aktualisiert