Eurovision Song Contest

Auftritt von Madonna weiter offen

Madonna bei einem ihrer Konzerte in Tel Aviv, Mai 2012 Foto: dpa

Der Auftritt von Popstar Madonna beim Finale des Eurovision Song Contest in Tel Aviv steht weiter auf der Kippe. »Wir hoffen, sie sehr bald hier zu sehen, dann wird sie zwei Songs singen«, sagte der Geschäftsführer des Expo-Kongresszentrums Tel Aviv, Tamir Dajan, am Montag. »Aber es ist noch nicht bestätigt. Wir verhandeln noch mit ihr.« Das Finale soll am 18. Mai in dem Kongresszentrum vor 8780 Zuschauern stattfinden.

Madonnas Management hat den Auftritt bestätigt, die Europäische Rundfunkunion (EBU) als Veranstalter nicht. Nach israelischen Medienberichten soll das Problem sein, dass Madonna einen Song mit »politischen Inhalten« präsentieren will. Die EBU hat immer wieder betont, der Wettbewerb sei unpolitisch.

kosten Nach Angaben der britischen PR-Firma Number 10 strategies soll Madonna zwei Songs singen, einen bekannten Hit und ein Stück von ihrem anstehenden Album. Der israelisch-kanadische Geschäftsmann Sylvan Adams hat die 60-Jährige nach Tel Aviv eingeladen. Adams wolle auch die gesamten Kosten für Madonnas Auftritt tragen – schätzungsweise rund 1,3 Millionen Dollar (etwa 1,15 Millionen Euro), teilte die Firma in der vergangenen Woche mit.

Die »Queen of Pop« hatte am Sonntag auf Instagram mitgeteilt, sie habe sich entschieden, ihre neue Platte Madame X zu nennen.

Die »Queen of Pop« hatte am Sonntag auf Instagram mitgeteilt, sie habe sich entschieden, ihre neue Platte Madame X zu nennen. In einer Videobotschaft ist der Popstar in vielen verschiedenen Kostümen zu sehen. Ihre Figur Madame X beschreibt sie als eine Geheimagentin, die durch die Welt reist und ihre Identität ständig verändert.

gal gadot Die israelische Schauspielerin Gal Gadot (Wonder Woman) kommt nach Angaben von Tamir Dajan ebenfalls zum Finale. Welche Rolle sie dabei haben wird, war aber noch unklar. Gadot hatte abgelehnt, die Show zu moderieren.

Im Mai 2018 hatte Netta Barzilai (»Toy«) den ESC in Portugal für Israel gewonnen. Daher wird der Wettbewerb dieses Jahr in Tel Aviv ausgetragen – die Termine für das Halbfinale sind der 14. und 16. Mai, das große Finale findet dann am 18. Mai statt. Dabei treten 41 Länder gegeneinander an. Für Deutschland nimmt das Duo S!sters mit dem Lied »Sister« teil.  dpa

Kochbuch

Quarkkuchen und Palästina-Suppe

Die Nationalbibliothek hat ein seltenes Original der ersten in England veröffentlichten Sammlung koscherer Rezepte erworben. Um die anonyme Autorin ranken sich Legenden

von Sabine Brandes  14.07.2026

Diplomatie

Israel und Libanon verhandeln in Rom

Zu Beginn der Gespräche sind die Fronten verhärtet. Israel fordert die Entwaffnung der Terror-Miliz Hisbollah. Die libanesische Regierung besteht auf Israels Rückzug aus dem Süden

 14.07.2026

Medien

Wechsel im ARD-Studio Tel Aviv: Sophie von der Tann wird abgelöst

Während der BR seine Korrespondentin in höchsten Tönen lobt, wurde extern immer wieder heftige Kritik geübt. Von der Tanns Nachfolgerin in Israel ist Pia-Marie Steckelbach

 14.07.2026

Kommentar

Wenn Studenten wieder anfangen, Juden auszugrenzen

Es sind Beschlüsse wie der Boykott-Beschluss des Studierendenparlaments der Humboldt-Uni, bei denen man sich unwillkürlich fragt, ob die zukünftige sogenannte deutsche Bildungselite noch zu retten ist

von Leeor Engländer  14.07.2026

Tel Aviv

US-Militär stoppt Abzug von Tankflugzeugen: Sommerflugplan gefährdet

Rund 75 US-Tankflugzeuge und Transportmaschinen nehmen Platz ein, der dringend für zivile Flüge gebraucht wird

 14.07.2026

Jerusalem

Eli Vered Hazan wird neuer Weltvorsitzender des Keren Hayesod

Der bisherige Botschafter folgt auf Sam Grundwerg, der den Hilfsfonds in den vergangenen acht Jahren geführt hat

 14.07.2026

Jerusalem/Teheran

Mossad-Chef soll Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad getroffen haben

Laut einem Bericht der »New York Times« soll Israel an einer Operation gearbeitet haben, den früheren Schoa-Leugner und Befürworter eines Atomprogramms zurück an die Macht zu bringen

von Ralf Balke  14.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  14.07.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Generalstabschef kritisiert Gesetzentwurf zu Haredi-Wehrdienst scharf

Es sei »unvorstellbar«, dass die Armee, deren Soldaten seit zweieinhalb Jahren außergewöhnliche Opfer brächten, gleichzeitig an einem System mitwirken solle, das massenhafte Ausnahmen von Strafverfolgung ermögliche, sagt der Armeechef

 14.07.2026