Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Das Weiße ist kein Meerrettich. Foto: Flash 90 / Montage

Angerufen
Dass nahezu jeder Schüler in Israel über ein Handy verfügt, ist keine Neuigkeit. Über die Nutzungsgewohnheiten aber gibt es jetzt erstmals eine ausführliche Studie. Die Universität Haifa fand heraus, dass 94 Prozent der Oberschüler ihre Mobiltelefone zumindest ab und zu während des Unterrichts für Facebook und Co. einschalten. Entgegen landläufiger Meinung ist die Nutzungsrate bei lockeren Pädagogen jedoch geringer als bei strengen. Auch dürften sich Lehrer von Naturwissenschaften und Fremdsprachen freuen: Bei ihnen wird weniger angeschaltet als etwa in Sozialkunde oder Literatur. Das Fazit: Es gibt praktisch keinen Augenblick im israelischen Schulunterricht, in dem nicht mindestens ein Schüler statt auf die Tafel auf sein Handy schaut.

Angesägt
Es muss eine sehr große Säge gewesen sein. Stück für Stück haben Diebe ein Denkmal zerteilt und sich mit den Stücken vom Acker gemacht. Das Monument zur Erinnerung an einen Terroranschlag vor mehr als 20 Jahren stand auf einem unbewohnten Stück Land in der Nähe von Jerusalem. Nun ist es weg. Offenbar hatten es Metalldiebe auf das verwendete Eisen und Kupfer abgesehen. Angehörige sind geschockt und fragen sich, »wie jemand so unmoralisch sein kann«. Bei dem Anschlag im Jahr 1989 kamen 16 Menschen ums Leben, als ein palästinensischer Terrorist das Lenkrad eines Linienbusses herumriss und das Fahrzeug daraufhin in einen Graben stürzte.

Angereist
3,5 Millionen Urlauber haben 2012 das Heilige Land besucht. Das sind vier Prozent mehr als im Jahr zuvor. Trotz der Militäraktion in Gaza im November und dem Raketenbeschuss durch die Hamas ist das vergangene damit ein absolutes Rekordjahr. Wie immer führen auch dieses Mal die Amerikaner die Liste mit 610.000 Besuchern an, es folgen die Russen mit 590.000. Die Übernachtungsrate in Hotels stieg um vier Prozent. Der Tourismus von ausländischen Reisenden ist ein wichtiges Geschäft für Israel. Die Umsätze daraus beliefen sich auf etwa 3,5 Milliarden Euro. Auch der Inlandstourismus kann sich mit etwas über zwei Milliarden Euro Einkünften sehen lassen.

Angeflogen
Es kam durch die Luft. Der letzte Neuzugang im Safaripark von Ramat Gan erreichte das Gehege mit dem Flugzeug. Das zweijährige Nashorn war in der vergangenen Woche aus einem Zoo im südafrikanischen Pretoria angeliefert worden. Es soll die Gruppe von neun Rhinozerossen, die bereits in Israel leben, vervollständigen. Zunächst wird der Dickhäuter seine Tage in einem Nebengehege verbringen, damit die alteingesessenen Tiere sich langsam an ihn gewöhnen können. In einigen Wochen dann wird die Herde zusammengeführt. Für gewöhnlich laufen weibliche Nashörner in Paaren umher. Die ungerade Zahl in Ramat Gan aber ließ die ältere Dame »Keren« stets allein zurück. Nun hoffen die Tierpfleger, dass sie in der neuen Rhinozeros-Kuh eine Freundin finden wird.

Angeliefert
Dass es zum Sushi Beilagen gibt, ist nichts Außergewöhnliches. Diese Zutat aber gehört normalerweise nicht zur japanischen Küche: Kokain. Ein Sushilokal in Tel Aviv hat offenbar Kunden regelmäßig mit der Droge versorgt – und zwar in der Fischbox. Die Drogenspezialeinheit der Tel Aviver Polizei hat nach monatelangen Ermittlungen einen Dealerring hochgenommen, der wohlhabende Städter mit dem weißen Pulver versorgte. Die Leute bestellten per Codewort eine Lieferung für um die 100 Euro, und schon machte sich ein Kurier mit der gewünschten Ware auf den Weg zu ihnen. Bislang gibt es eine Liste von 300 Kunden, darunter ein Psychologe, ein hoher Angestellter der Stadtverwaltung, ein Schicki-Micki-Friseur und andere. »Und wir fangen gerade erst an«, sagte der leitende Kommissar.

Angeschossen
Sie kommen in Rudeln und gefährden vom Aussterben bedrohtes Wild. Wilde Hunde in Israel werden immer mehr zur Plage. Nun hat Umweltminister Gilad Erdan das Verbot, sie zu erschießen, aufgehoben. Vor drei Jahren hatte er selbst die Regel erlassen, dass der Abschuss nur in Ausnahmefällen erlaubt sei, um keine harmlosen Tiere zu töten. Doch die Hunde vermehrten sich immens, und Israels Fauna ist durch sie in großer Gefahr. Auch die Fälle von Tollwut häuften sich. Ab sofort dürfen die Angestellten der Naturparks Rudel von wilden Hunden abschießen. Allerdings müssen die Beamten sicherstellen, dass der Hund tatsächlich tot ist und nicht leidet. Zudem darf weiterhin nicht auf Vierbeiner geschossen werden, die eine Hundemarke tragen oder sich wie ein Haustier verhalten.

Teheran

Landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur im Iran

Mehrere Autobahnen und Eisenbahnbrücken wurden angegriffen. Israels Premierminister Netanjahu bestätigt die Angriffe und sagt, dass die Ziele von den Revolutionsgarden genutzt würden

 07.04.2026 Aktualisiert

Teheran

Iran meldet Angriff auf Eisenbahnbrücke

Israels Militär droht mit Angriffen auf das iranische Schienennetz. Nur wenige Stunden später meldet der Iran die Bombardierung einer Eisenbahnbrücke

 07.04.2026

Haifa

Vier Opfer eines iranischen Angriffs als Mitglieder einer Familie identifiziert

Die Eheleute Wladimir Gershovitz und Lena Ostrovsky Gershovitz, deren Sohn Dimitri sowie dessen Frau Lucille-Jane sind am Sonntag bei einem Raketeneinschlag in Haifa getötet worden. Die Anteilnahme im Land ist groß

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Iran-Krieg

Medien: USA greifen Dutzende Ziele auf Ölinsel Charg an

Bereits Mitte März hat das US-Militär die Insel Charg im Persischen Golf bombardiert. Nun berichten US-Medien über neue Angriffe

 07.04.2026 Aktualisiert

Türkei

Schüsse vor Israels Konsulat in Istanbul – Ein Angreifer tot

Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul sind Schüsse gefallen. Einer von drei Angreifern wird nach offiziellen Angaben getötet. Was steckt dahinter?

 07.04.2026 Aktualisiert

Teheran

Bericht: Synagoge in Teheran bei israelischem Angriff beschädigt

Ein Luftangriff hat laut iranischen Angaben eine Synagoge in Teheran schwer beschädigt. Was bisher bekannt ist

 07.04.2026

Jerusalem

Nach Rassismus-Skandal: Netanjahu entlässt seinen Kabinettschef

Zvi Agmon soll sephardische Abgeordnete rassistisch beleidigt haben. Seinen Posten als Kabinettschef muss er nun räumen

 07.04.2026

Iran-Krieg

Angriffe auf Schienennetz? Israel warnt Iraner

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit Angriffen auf Infrastruktur, die auch zivil genutzt wird. Israel spricht jetzt eine Warnung direkt an die Bevölkerung aus

 07.04.2026