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Auf die Schnelle

Trend? Indischer Einwanderer beim Cricket Foto: Flash 90

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Auf die Schnelle

Belohnt, besucht, beschämt

von Sabine Brandes  16.10.2012 12:20 Uhr

Beglückwünscht
Israel gratuliert der Europäischen Union zum Friedensnobelpreis 2012. »Der beispielhafte Erfolg der EU, in Europa nach zwei Weltkriegen Frieden zu bringen, ist eine Inspiration für die gesamte Nationenfamilie«, heißt es aus Jerusalem. Israel habe ein besonderes Interesse an den europäischen Friedenserrungenschaften: Da das Volk der Juden im Holocaust ein Drittel seiner Angehörigen auf dem Boden Europas verloren habe, betreffe europäische Aussöhnung den jüdischen Staat unmittelbar. Die historische Verantwortung verlange nach Wachsamkeit gegen Rassismus und Antisemitismus innerhalb der EU-Grenzen. Israel erwarte zudem, dass die Union sich weiterhin für den Frieden in Nahost einsetze.

Bestätigt
Am Wochenende erhielt die Familie die traurige Nachricht. Der israelische Soldat Majdi Halabi ist tot. Das bestätigte die Armee sieben Jahre nach seinem Verschwinden. Vor zwei Wochen waren Halabis sterbliche Überreste in einem Wald in der Nähe seines Heimatortes Daliat al-Carmel gefunden worden. DNS-Proben stimmten mit denen des Soldaten überein. Der damals 18-Jährige war im Mai 2005 spurlos auf dem Weg zu seiner Basis verschwunden. Bis zuletzt hatte die Familie – ein drusischer Clan – gehofft, dass Majdi wieder auftauchen würde, war jedem noch so kleinem Lebenszeichen nachgegangen. Politiker aller Fraktionen und Armeechef Benny Gantz sprachen der Familie ihr tiefes Beileid aus. Die Todesursache ist noch ungeklärt.

Belohnt
Er wird für herausragende Leistungen geehrt. Der diesjährige Verdienstorden des Präsidenten geht an den Dirigenten Zubin Mehta. Die »Medal of Distinction« wird Mehta für seinen Einsatz in Sachen Kultur des Staates Israel verliehen. Der gebürtige Inder ist Musikdirektor des philharmonischen Orchesters des Landes und seit jeher leidenschaftlicher Botschafter des jüdischen Staates. Der Orden wird Personen verliehen, die sich in besonderer Weise für Israel und sein Bild im Ausland einsetzen oder Zeichen in punkto Innovation und Kreativität setzen. Der eingravierte Satz »Von seiner Schulter an aufwärts …« steht für die Vorbildhaftigkeit der Preisträger.

Bespielt
Cricket ist nicht gerade die bekannteste Sportart in Israel. Das soll sich nun ändern. Eine Delegation von britischen Parlamentariern, die zugleich passionierte Cricket-Spieler sind, bereisten das Heilige Land – im Namen ihres Sports und der Verständigung. Neun Mitglieder des »Lords and Commons Cricket Club« spielten gegen israelische Vereine und initiierten zudem Matches für jüdische, beduinische und palästinensische Kinder während einer viertägigen Tour. Stuart Polak, Leiter der Organisation »Konservative Freunde Israels«, äußerte die Hoffnung, dass das Spiel in Israel nun sicher populärer werden wird.

Besucht
Er machte einen Rundgang am Zaun. Premierminister Benjamin Netanjahu besuchte Ende der vergangenen Woche das Grenzgebiet zwischen seinem Land und dem ägyptischen Nachbarn im Süden. Er wollte sich selbst über den Stand der Bauarbeiten informieren. Der stabile Zaun ist mittlerweile nahezu fertiggestellt. Er soll vor allem Terroristen den Übergang erschweren und afrikanische Flüchtlinge davon abhalten, über den Sinai nach Israel zu gelangen. In den vergangenen Jahren sind Zehntausende über die löchrige Grenze mit Ägypten ins Land geschlüpft. Seit dem Bau der Grenzanlagen tendieren die Zahlen der Neuankömmlinge gegen Null.

Beschämt
Nach ihrer Festnahme griff sie zu einer extremen Maßnahme. Dvora, die Ehefrau des Rabbiners Yoschiahu Pinto, hat versucht, sich das Leben zu nehmen, nachdem sie von der Polizei verhaftet worden war. Gegen den berühmten Rabbiner wird seit Monaten unter anderem wegen undurchsichtiger Geschäfte ermittelt. Nun soll er sogar versucht haben, den Leiter der Untersuchungskommission zu bestechen. Dadurch geriet auch seine Frau ins Visier der Polizei. Frau Pinto wurde ins Krankenhaus eingeliefert und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Die Verhöre gehen dennoch weiter, so die Behörden.

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