Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Olympiateilnehmer: Oren Smadja

Geurlaubt
Trotz Anzeichen von Rezession in vielen Ländern strömen die Menschen nach Israel. Das erklärte Tourismusminister Stas Misezhnikov bei der Bekanntgabe der Besucherzahlen vom ersten Halbjahr. Von Januar bis Juni 2012 sind 1,7 Millionen Gäste in Israel gelandet, eine sechsprozentige Steigerung zum Vorjahr. »Die Tourismusindustrie wächst von Monat zu Monat«, frohlockte der Minister, »und beweist damit, dass weitere Investitionen gerechtfertigt sind.« Trotz der wirtschaftlichen Flaute in vielen Regionen, der komplizierten geopolitischen Lage und der hohen Kosten für ein Israel-Urlaubspaket sei Eindrucksvolles erreicht worden. Misezhnikov kündigte an, dass das Bar-Nir-Komitee in Kürze seinen Bericht mit Vorschlägen für einen günstigeren Urlaub im Heiligen Land vorlegen werde.

Gestorben
In den vergangenen Jahren hatte er fast alles verloren. Sein Geld, seine Firma, seine Gesundheit. Nun auch sein Leben. Mosche Silman ist tot. Der Mann, der sich bei der Demonstration für soziale Gerechtigkeit in Tel Aviv selbst angezündet hatte, ist seinen schweren Verbrennungen erlegen. Der 57-Jährige wollte mit seinem Freitod den ultimativen Protest ausdrücken. Zutiefst frustriert über zähe Bürokratie und die Ungerechtigkeit, die ihm widerfahren war, sah er nach Angaben von Freunden keinen anderen Ausweg mehr. Er war bei sämtlichen Kundgebungen seit der ersten Stunde dabei gewesen. Als die Flammen auf seinem Körper gelöscht waren, hob Silman zwei Finger und sagte: »Zedek Chevrati – soziale Gerechtigkeit.«

Gesichert
Eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen ist auch für israelische Sportler der größte Traum. Vor 40 Jahren aber wurde daraus der schlimmste Albtraum, als palästinensische Terroristen die israelische Delegation im Olympischen Dorf überfielen. Dennoch fühlen sich die diesjährigen Olympioniken in London sicher. »Wir sind in guten Händen«, sagte Judoka Oren Smadja. »1972 wird sich nicht wiederholen.« Zwar sei das Team aus Israel vor der Abreise in Sachen Sicherheit instruiert worden, »doch die Atmosphäre hier in London ist genauso entspannt wie 1992 in Barcelona«. Nach britischen Zeitungsberichten hat Israel sein Sicherheitsteam verstärkt. Angeblich habe die Regierung in Jerusalem Agenten vom Inlandsgeheimdienst Shin Bet zum Schutz der Olympiamannschaft abgestellt.

Gesendet
Premierminister Benjamin Netanjahu hat Beileidsbekundungen Richtung USA geschickt. Nach dem Massaker während einer Filmvorführung in Aurora, Colorado, sandte der Regierungschef einen Brief an den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Barack Obama. Er schrieb, dass die Israelis Seite an Seite mit dem amerikanischen Volk stehen, dem diese schreckliche Tragödie widerfahren ist, bei der so viele Menschen sterben mussten. »Wir kennen den Schmerz und den Verlust, den ihr erfahrt, nur zu genau.«

Gefeuert
Jetzt knallt es schon unmittelbar vor der Haustür. Am Montagabend ist eine Mörsergranate im Grenzgebiet zwischen Israel und Syrien explodiert. Das Geschoss landete innerhalb der demilitarisierten Zone, lediglich 400 Meter vom Grenzzaun entfernt. Die israelische Armee gab an, dass die Granate nicht auf Israel gerichtet war, sondern zu den Feuergefechten zwischen der syrischen Armee und den Rebellen gehörte. Es könne jedoch jederzeit passieren, dass eine Rakete israelisches Gebiet treffe, so die IDF. Einige Tage zuvor waren etwa 500 Soldaten der Truppen von Präsident Baschar al-Assad in das entmilitarisierte Gebiet eingedrungen. Ein klarer Bruch der Vereinbarung von 1974.
Israel beschwerte sich bei den Vereinten Nationen.

Gewässert
Aus der Leitung soll es bald besser schme-cken. Das israelische Umweltkomitee hat neue Regulationen zum Trinkwasser herausgegeben. Es seien die striktesten Regeln, die jemals vorgeschlagen wurden. Israel würde damit auf einem Stand mit den USA und europäischen Staaten sein. Die vorherigen Bestimmungen waren bereits nahezu 40 Jahre alt. Vorsitzender Amnon Cohen bezeichnete die Neuerungen als »historisch«. Neben gehobener Qualität soll zudem alles rund um das köstliche Nass transparent gemacht werden. So können Bürger nun verlangen, dass ein Wasserinspekteur zu ihnen nach Hause kommt und untersucht, ob das, was aus der Leitung fließt, tatsächlich den neuen Standards entspricht.

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