Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Fragen
Der Präsident ist up to date. Reuven Rivlin beantwortete am Wochenbeginn auf seinem Twitter-Account Dutzende Fragen von Bürgern. Unter dem Hashtag #AskRivlin nahm er per Video und Text Stellung. Unter anderem sagte Rivlin: »Juden und Araber sind nicht dazu ›verdammt‹, zusammen zu leben, sondern es ist ihr Schicksal.« Die Flüchtlingswelle in Europa bezeichnete er als Herausforderung. Jedoch: »Ich bin Jude. Und als solcher habe ich Werte, entsprechend denen wir einen Weg finden müssen, ihnen zu helfen.« Doch es gab auch leichte Themen. Ein Bürger fragte nach dem Essen, das in Rivlins Haus an Rosch Haschana serviert wird. Der Präsident: »Ich bin als Aschkenase mit Gefilte Fisch aufgewachsen. Doch jetzt habe ich neun Enkel mit marokkanischen, jemenitischen und aschkenasischen Wurzeln. Also gibt es Speisen, die die Geschmäcker des gesamten jüdischen Volkes widerspiegeln.«

Reisen
Mehr Chinesen braucht das Land. Das Tourismusministerium sucht Reiseführer, die geeignet sind, Gruppen aus dem Reich der Mitte durch Israel zu führen. Denn die Zahl der chinesischen Touristen steigt stetig, die der chinesischsprachigen Reiseleiter jedoch nicht. Um dem zu begegnen, vergibt das Ministerium Stipendien von umgerechnet etwa 3000 Euro an Studenten aus dem Fernen Osten, die den Ausbildungskurs des Ministeriums absolvieren. Die Touristenzahlen aus China haben die höchste Steigerungsrate aller Länder. Im August 2016 kamen 59 Prozent mehr chinesische Reisende in Israel an als im selben Monat des vergangenen Jahres.

Post
Kurz vor den Hohen Feiertagen hat der Generaldirektor der israelischen Post, Danny Goldstein, Briefe weitergeleitet, die an »Gott« adressiert sind. Sie stammen aus den verschiedensten Ländern, darunter Frankreich, Spanien, den USA, England, Russland, Nigeria und China. Jedes Jahr kommen Hunderte dieser Botschaften per Post in Israel an. Rabbiner Schmuel Rabinowitz nahm die Sendungen von Goldstein mit der Versicherung entgegen, sie zwischen die Ritzen der Steine der Kotel in Jerusalem zu stecken. Die meisten Briefe wurden übrigens ganz ohne Absender verschickt.

Rekord
Ein neuer Weltrekord im Swuggling ist aufgestellt. Swuggling entsteht, wenn man während des Schwimmens jongliert (Juggling while Swimming). Der Israeli Schahar Cohen kann sich die Auszeichnung an seine Badehose heften, nachdem er im See Genezareth dreieinhalb Kilometer Rücken schwamm, während er drei Bälle in der Luft hielt. »Ich habe das einmal bei jemandem gesehen, der einen Triathlon absolvierte«, so der 46-Jährige. »Und seitdem wollte ich das auch machen. Allerdings habe ich während des Trainings ungefähr den halben Kinneret geschluckt.« Erfinder des Swuggling ist der Amerikaner Joe Salter, der die »neue Sportdisziplin« 2010 entwickelte.

Teller
Dror Tamir und seine Frau Liat Zivan wollen, dass die Leute schlanker werden. Ihrer Meinung nach geht das sogar ganz ohne Technologie – einfach mit einem Teller. »Eines der Probleme ist, dass Übergewicht erst bekämpft wird, wenn es bereits da ist. Doch wir wollen vorbeugen«, so Tamir. Dafür benutzt das Team ein Set aus fünf Tellern, die je nach Mahlzeit mit verschiedenen Speisen und den dazugehörigen Mengen bedruckt sind. Die Teller von »Plate my Meal«, die nach Altersgruppen variieren, sollen Eltern über die Vielfalt der Speisen und die Mengen aufklären, um sicherzustellen, dass ihre Kinder ausgewogen ernährt werden. Bislang gibt es die Teller auf Englisch, Hebräisch, Arabisch und Persisch. Offenbar hat sich ein iranischer Gesundheitsbeamter bei Tamir nach den Tellern erkundigt. »Wir als Israelis können sie nicht an den Iran verkaufen«, gibt der Hersteller zu bedenken. »Aber wir haben ihnen trotzdem unsere Präsentation weitergeleitet.«

Haus

Sie alle waren da: Justin Timberlake, die Band Queen, Michael Douglas und viele andere. Jetzt soll der 12. Stock der Luxusherberge des Ritz Carlton in Herzlija verkauft werden. Für 16 Millionen Schekel, etwas unter vier Millionen Euro, kann man die 105 Quadratmeter große Wohnung sein Eigen nennen. Mit freiem Blick aufs Mittelmeer, versteht sich. Neben der einzigartigen Lage darf der neue Bewohner sogar sämtliche Annehmlichkeiten des Hotels mitbenutzen. Dazu gehören das Schwimmbad, das Spa, der Fitnessraum und ein Concierge.

EU-Sanktionen

Israel bietet Hilfe bei Verfolgung von Revolutionsgarden an

Die Europäische Union hat die Elite-Einheit des Mullah-Regimes auf die Terrorliste gesetzt. Nach Ansicht des israelischen Botschafters dient das auch der inneren Sicherheit in Deutschland

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Gazastreifen

Grenzübergang Rafah soll Sonntag geöffnet werden

Die Öffnung gelte begrenzt für den Personenverkehr, teilte die israelische Armee mit

 30.01.2026

Israel

Möglicherweise bald Primark in Israel

Wegen hoher Versand- und Logistikkosten hat der europäische Kleidungsdiscounter die Region bisher gescheut. Doch nun scheint es Verhandlungen zu geben

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Wissenschaft

Israelische Studie: Gene beeinflussen Lebenserwartung stärker als gedacht

Das Weizmann-Institut liefert überraschende Erkenntnisse: Demnach bestimmt das Genom deutlich mehr über das erreichbare Lebensalter, als bisher angenommen

 30.01.2026

Tel Aviv

Fast zwei Millionen Israelis leben unter der Armutsgrenze

Besonders besorgniserregend: Fast jedes vierte Kind in Israel wächst in Armut auf

 30.01.2026

7. Oktober

Ex-Geisel Alexander Troufanov: »Erst jetzt können wir wieder atmen«

Nach der Rückkehr der sterblichen Überreste Ran Gvilis fühlt sich Alexander Troufanov endlich frei, wie er in einem Interview erzählt

 30.01.2026

Spannungen in Nahost

Israel bereitet sich auf mögliche Eskalation mit Iran vor

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu berät sich mit führenden Sicherheitsvertretern zu einem offiziell als »geheim« bezeichneten Thema. Steht eine Entscheidung der USA über einen Angriff gegen das Teheraner Regime kurz bevor?

 30.01.2026

Jerusalem

Israels Streitkräfte verzichteten auf Angriffe, um Geiseln zu retten

Die Entscheidung, einzelne Terroristen nicht zu töten, habe während des Krieges ein Dilemma dargestellt: Einerseits sollten Bedrohungen neutralisiert werden, andererseits konnten Terroristen wertvolle Informationen liefern, sagt ein IDF-Offizier

 30.01.2026

Doha/Gaza

Hamas: Komplette Entwaffnung kommt nicht infrage

Moussa Abu Marzouk, Mitglied des Hamas-Politbüros, sagt, die Organisation habe zu keinem Zeitpunkt einer Übergabe aller Waffen zugestimmt

 30.01.2026