Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Fund auf der Knesset-Toilette Foto: Thinkstock

Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Hasch –Medaillen – Dilomatie

von Sabine Brandes  25.07.2016 20:04 Uhr

Blog
Jerusalem ist international: Die weltgrößte Konferenz für Reiseblogger, TBEX, findet im kommenden Jahr dort statt. Das Messe- und Besucherbüro der Stadt, zuständig für die Ausrichtung, frohlockt schon heute: »Dies ist eine gute Möglichkeit, die Meinungsmacher in der Branche, die Tourismusindustrie und die Medien zusammenzubringen und zu zeigen, was Jerusalem alles zu bieten hat.« Jedes Jahr sucht sich die TBEX, kurz für »Travel Blog Exchange«, einen anderen Veranstaltungsort, um kreative Köpfe zu versammeln. Auf der Konferenz sollen vor allem Netzwerke gestärkt und gemeinsam gelernt werden. Die TBEX wird vom 20. bis zum 22. März 2017 im International Convention Center (ICC) abgehalten.

Rabbi
Die Äußerungen des Rabbiners Yigal Levinstein haben Folgen. Der Generaldirektor im Verteidigungsministerium, Udi Adam, bestellte die Leitung der religiösen Vorbereitungsakademie für das Militär, zu der Levinstein gehört, das Bnei David, zum Gespräch ein. Der Rabbiner hatte Homosexuelle mehrfach als pervers bezeichnet und die Armee kritisiert, weil sie auch Schwule und Lesben gleichberechtigt in ihre Ränge aufnimmt. Adam machte klar, dass diese Äußerungen inakzeptabel sind, und bat die Rabbiner, ihre Haltung zu klären. »Im Sinne des ethischen Verständnisses der Armee ist die menschliche Würde ein fundamentaler und höchster Wert«, so Adam. Rund 350 Rabbiner, vornehmlich aus der ultraorthodoxen zionistischen Strömung, verfassten daraufhin einen Brief, der Levinstein und seine Weltsicht unterstützt.

Hasch
Ungewöhnlicher Fund in der höchsten Institution des Landes: Eine kleine Tüte mit Marihuana ist in den Räumlichkeiten eines WC der Knesset gefunden worden. Die Toiletten befinden sich in einem Flügel des Parlaments, der ausschließlich von Abgeordneten und ihren Assistenten benutzt wird, heißt es. Einer der Assistenten fand die Tüte und rief daraufhin den Wachdienst. Der leitete sie an die Polizei weiter. Einem Fernsehbericht im Kanal 2 zufolge wird jetzt versucht, den Eigentümer ausfindig zu machen.

Gymnastik
Bei der Weltmeisterschaft der Rhythmischen Sportgymnastik in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku hat das israelische Team die Goldmedaille geholt. Im Finale am vergangenen Sonntag landete die Mannschaft, bestehend aus Yuval Filo, Alona Koshevatskiy, Ekaterina Levina, Karina Lykhvar und Ida Mayrin, mit 18.500 Punkten auf dem ersten Platz. Russland wurde mit 18.350 Punkten Zweiter, gefolgt von Spanien mit 18.250 Punkten. Der Wettkampf in Aserbaidschan war das letzte für das israelische Team, bevor es sich mit seiner Trainerin Ira Vigdorchik zu den Olympischen Spielen nach Rio aufmacht. Die 26 weltbesten Gymnastinnen und neun Gruppen aus 17 Ländern kämpften in Baku um die Meisterschaft.

Auslieferung

Ein Rabbiner, der unter Verdacht des sexuellen Missbrauchs steht, ist nach Israel ausgeliefert worden. Eliezer Berland war nach seiner Flucht durch mehrere Länder in Südafrika festgenommen worden. Er kam am Mittwoch vergangener Woche am Ben-Gurion-Flughafen an, wo viele seiner Anhänger auf ihn warteten und ihn feierten. Berland ist Anführer der ultraorthodoxen Shuvu-Banim-Gemeinschaft. Ihm werden mindestens fünf Fälle von sexuellem Missbrauch an Frauen vorgeworfen. Die Richterin des zuständigen Bezirksgerichts von Rechowot erklärte, dass diese Vorwürfe nicht auf die leichte Schulter genommen werden dürfen und genauestens untersucht werden müssen.

Medaillen
Sie räumten ab: Bei der Internationalen Physik-Olympiade in Zürich und der gleichzeitigen Mathematik-Olympiade in Hong Kong holten die israelischen Teams insgesamt zehn Medaillen. Die Teilnehmer waren allesamt Oberschüler aus verschiedenen Teilen des Landes. Sie gewannen drei Silber- und drei Bronzemedaillen. Von 109 teilnehmenden Nationen liegt Israel damit in der Physik auf Platz 19 und in der Mathematik auf Platz 22. Im Bereich Mathematik schossen die Israelis ganze 40 Plätze nach oben. »Wir haben uns das ganze Jahr vorbereitet«, erklärte der Trainer des Teams. »Das Ergebnis ist gut. Aber es kann immer noch besser werden.«

Diplomatie
Gute Diplomatie: Guinea und Israel eröffnen zum ersten Mal seit 1967 wieder gegenseitige Vertretungen. Ein offizielles Abkommen ist jetzt in Paris unterzeichnet worden. Die Republik Guinea, ein muslimisches Land in Westafrika, hatte 1958 seine Unabhängigkeit von Frankreich erlangt. Der Generaldirektor im israelischen Außenministerium, Dore Gold, lobte die Führung Guineas und sagte, andere Nationen sollten diesem Beispiel folgen, damit alle von den Vorteilen für die gesamte Region profitieren können.

Botschafter Ron Prosor: Das Regime in Teheran steht mit dem Rücken zur Wand

Interview

»Ich bin für die klare Haltung Deutschlands dankbar«

Israels Botschafter Ron Prosor zu deutschen Reaktionen nach den Angriffen auf den Iran, zur Sicherheitslage israelischer und jüdischer Einrichtungen sowie zu einer Nachricht zu Purim

von Detlef David Kauschke  02.03.2026

Genuss

Kultivierter Rausch

Auch an Purim greifen viele Israelis zu heimischen Boutique-Weinen – die immer besser werden. Eine Entdeckungsreise zu kleinen Weingütern, wo Winzer mit Pioniergeist den Geschmack Israels neu definieren

von Sabine Brandes  02.03.2026

Krieg gegen Iran

Trump: »Die große Welle kommt erst noch«

Der US-Präsident hat noch umfassendere Angriffe gegen das Mullah-Regime in Teheran angekündigt und schließt auch den Einsatz von Bodentruppen nicht aus

 02.03.2026

Nahost

»Im Iran ist derzeit nichts unmöglich«

Die israelische Expertin für die Islamische Republik und iranische Achse, Sima Shine, erläutert, wie es um das Regime in Tehran bestellt ist

von Sabine Brandes  02.03.2026

Nahost

An Tag 3 des Iran-Kriegs wird eine neue Front eröffnet

Die Operationen »Roaring Lion« und »Epic Fury« haben dem iranischen Regime bereits empfindliche Schläge zugefügt. In Israel kam es bei Gegenangriffen zu Toten und Verletzten

von Imanuel Marcus  02.03.2026

Libanon

Israel tötet Hisbollah-Geheimdienstchef

Hussein Makled soll Spionageaktionen gegen die israelische Armee geleitet haben

 02.03.2026

Meinung

Wie die Kirche beim Thema Iran die Orientierung verliert

Wenn im Nahen Osten die Raketen einschlagen, schlagen in Deutschland zuverlässig die Liturgien an. Dann ertönt immer der gleiche Dreiklang: Deeskalation, Dialog, Gebet. Das ist eine beunruhigende Blindheit gegenüber der Realität des iranischen Regimes, findet unser Autor.

von Daniel Neumann  02.03.2026

Beit Schemesch

Isaac Herzog warnt Irans Verbündete

»Ich empfehle jedem Proxy, nicht einmal daran zu denken, einen weiteren Krieg mit uns zu beginnen«, sagt Israels Präsident

 02.03.2026

Nahost

Israels Militär: Neue Angriffswelle zielt »ins Herz von Teheran«

Den dritten Tag in Folge fliegt die Luftwaffe des jüdischen Staates Angriffe im Iran. In der Hauptstadt Teheran werden Bombardierungen beobachtet

 02.03.2026