Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Immer mehr Israelis haben Arbeit. Foto: Flash 90

Erfolg
»Cofix«, die erfolgreiche israelische Kaffeehaus-Kette, die ihre Produkte allesamt für fünf Schekel anbietet, expandiert. Das Management verkündete, in nächster Zeit 1000 Filialen in Russland eröffnen zu wollen. Dort sollen die Produkte sogar noch billiger sein: 50 Rubel, umgerechnet etwa 2,5 Schekel (circa 60 Cent) für einen Kaffee, ein Softgetränk oder ein Sandwich. Cofix hat bereits die Börse über den Plan informiert. Der russische Marktauftritt wird in drei Phasen erfolgen. Zunächst soll mit drei Läden begonnen werden. Kurz darauf sollen 300 der Billigcafés durch Franchising in Moskau entstehen und schließlich 700 weitere über das ganze Land verstreut.

Schrein
Restauration am Heiligtum: Der Schrein in der Grabeskirche in Jerusalems Altstadt wird erneuert. Christen glauben, dass an dieser Stelle Jesus beerdigt war, bevor er auferstanden ist. Die Arbeiten werden von einem Team griechischer Spezialisten durchgeführt. Der Schrein stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert und wird seit Jahren von einem Metallgerüst zusammengehalten. Doch durch Tausende von Besuchern, die jeden Tag durch die Kirche strömen, hat das Bauwerk stark gelitten. Das komplette Konstrukt wird in Detailarbeit auseinandergenommen, repariert und wieder zusammengesetzt. Während der acht Monate andauernden Arbeiten wird die Stätte Besuchern weiterhin offen stehen.

Einzelkind

Die Armee ändert die Regel zu »Einzelkindern«. Bisher war es Eltern möglich, die Zustimmung zum Dienst in einer Kampfeinheit zurückzuziehen, auch wenn sie diese zuvor gegeben hatten. Nach der Reform muss nun jeder angehende Soldat, der ein Einzelkind ist oder dessen Familie ein Mitglied während des Militärdienstes verloren hat, vor seiner Einberufung die Erlaubnis der Erziehungsberechtigten einholen, um Mitglied einer Kampfeinheit zu werden. Die Armee hatte beschlossen, die Richtlinie anzupassen, nachdem Eltern ihre Kinder mitten aus dem Einsatz ziehen ließen, während die Kämpfe des Gaza-Krieges vom Sommer 2014 tobten.

Zahlen

Die Arbeitslosigkeit in Israel hat einen neuen Tiefstand erreicht. Das Zentrale Statistikbüro veröffentlichte am Montag einen Bericht mit aktuellen Zahlen. Daraus geht hervor, dass es im April dieses Jahres lediglich 4,9 Prozent arbeitslose Israelis gab – der niedrigste Wert seit 33 Jahren. Diese Zahl, so die Behörde, sei besonders bemerkenswert, da in den vergangenen Monaten Zehntausende von Frauen und Männern auf den Arbeitsmarkt geströmt seien. Der Wert ist im Vergleich zum Monat März 2016 um acht Prozent zurückgegangen.

Feier
Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin hat an den Feierlichkeiten zum jordanischen Unabhängigkeitstag teilgenommen. Der Empfang fand in der Tel Aviver Botschaft statt. Rivlin begann seine Rede auf Arabisch und sandte König Abdullah II., Königin Rania und dem gesamten jordanischen Volk seine herzlichsten Grüße. »Der Nahe Osten erlebt schwierige Zeiten, vor allem die Tragödie in Syrien«, sagte der Präsident. Doch das haschemitische Königreich bewältige diese Probleme mit Würde, Ehre und einer großen nationalen und menschlichen Solidarität. König Abdullah löste derweil in seiner Heimat das Parlament auf – Tradition nach jeder vierjährigen Amtsperiode – und schlug als neuen Premier Hani Mulki vor. Der altgediente Politiker war auch bei den Friedensgesprächen zwischen Jordanien und Israel dabei.

Beitritt
Der ehemalige Vize-Polizeichef Israels und Experte für Korruptionsbekämpfung, Yoav Segalovitz, ist der Zentrumspartei von Yair Lapid, Jesch Atid, beigetreten. »Ich möchte Mitglied einer Partei sein, die der Öffentlichkeit verbunden ist, die versteht, dass Korruption nicht nur kriminell ist, sondern eine gefährliche Entwicklung, die Werte wie Gleichheit und Vertrauen unterminiert«, sagte er. Die politischen Geschehnisse der vergangenen Wochen hätten seine Entscheidung nur bekräftigt. Lapid erklärte während einer Pressekonferenz, dass die neue Mitgliedschaft des pensionierten Spitzenbeamten Teil einer größeren Bewegung sei. »Wenn man in den Kampf geht, dann braucht man die Besten. Und Yoav ist einer von ihnen.«

Panzer
Der russische Präsident Wladimir Putin hat zugesagt, einen Panzer aus dem ersten Libanonkrieg an Israel zurückzugeben. Das Vehikel war 1982 während der Schlacht um Sultan Yacoub von Syrien beschlagnahmt und später an die damalige Sowjetunion weitergeleitet worden. Dort befindet es sich bis heute in einem Museum für Militärfahrzeuge. Putin unterschrieb das Rückgabe-Dekret bereits, und Regierungschef Benjamin Netanjahu dankte ihm. Das Schicksal der drei Panzerinsassen Zachary Baumel, Zvi Feldman und Yehuda Katz ist bis heute unbekannt.

Beirut

Israel: Hochrangiger Hisbollah-Kommandeur getötet

Im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Terrororganisation ist keine Deeskalation in Sicht. In der Nacht trifft ein heftiger israelischer Angriff erneut Ziele in Beirut

 01.04.2026

Ramallah

Generalstreik: Palästinenser protestieren gegen israelisches Todesstrafe-Gesetz

Ein Generalstreik legt das Westjordanland und Ost-Jerusalem lahm. Palästinenser protestieren gegen das neue israelische Gesetz zur Todesstrafe für Terroristen

 01.04.2026

Wahlkampf in Israel

Opposition stellt Netanjahus Kriegsbilanz infrage

Der Ministerpräsident sei »nicht in der Lage, eine strategische Lösung zu erreichen«, sagt Oppositionsführer Jair Lapid

 01.04.2026

Nahost

11-jähriges Mädchen bei iranischem Streubombenangriff schwer verletzt

Die Lage im Überblick

 01.04.2026

Meinung

Hauptsache, Israel steht am Pranger!

Palmsonntag in Jerusalem und auf Social Media: Ein Rückblick

von Wolf J. Reuter  01.04.2026

Standpunkt

Die Militäroperation gegen das Mullah-Regime ist die Chance für den Nahen und Mittleren Osten

Ein Gastbeitrag von Roderich Kiesewetter, Bundestagsabgeordneter (CDU) und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses

von Roderich Kiesewetter  31.03.2026

Krieg

Israel geht von Sturz der iranischen Führung aus

Vom Iran geht laut Israels Regierungschef Netanjahu derzeit keine existenzielle Bedrohung mehr für Israel aus. Er sagt, Irans Führung sei »schwächer denn je«

 31.03.2026

Faktencheck

Gerüchte über Netanjahus Tod werden unbelegt verbreitet

Im Iran-Krieg wird immer wieder behauptet, der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu sei tot. Aktuelle Videos von ihm sollen KI-generiert sein. Doch dafür gibt es keinen Beleg

 31.03.2026

Analyse

Ist das wirklich nicht unser Krieg?

Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur ein Albtraum für Israel, sondern auch eine reale Bedrohung für Europa

von Roman Haller  31.03.2026