Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Kann jetzt »Neschama« sagen: Cristiano Ronaldo Foto: Screenshot: JA

Fund
Es war beim Spielen, als Uri Grinhot den Fund seines Lebens machte. Als der Siebenjährige mit seinen Freunden im Beit-Schean-Tal im Norden herumtobte, fand er unterhalb einer Mauer eine kleine Figur. Sie zeigt eine Frau, ist aus rohem Ton hergestellt und etwa 3400 Jahre alt. Die Familie des Jungen tat das Richtige und gab den bemerkenswerten Fund an die Altertumsbehörde IAA. Es handelt sich bei der Statue laut Amichai Mazar, dem Leiter der Ausgrabungen in Tel Rechow, um eine typische kanaanitische Figur aus dem 15. bis 13. Jahrhundert v.d.Z. Doch Uri ging nicht leer aus. Die IAA verlieh dem Jungen die offizielle Auszeichnung »guter Bürger« – und zwar vor seiner gesamten Schulklasse.

Kameras
Es sollte eine schnelle Lösung werden. Doch die Installation der Kameras auf dem Tempelberg gestaltete sich schwieriger als gedacht. Israelische und jordanische Offizielle hatten sich mithilfe des US-Außenministers John Kerry auf dieses Arrangement geeinigt, um die Gewalt auf dem Gebiet der muslimischen Heiligtümer in Jerusalems Altstadt einzudämmen. Doch nun scheint ein Durchbruch erreicht. In den nächsten Tagen soll eine Delegation von jordanischen Technikern in Israel ankommen, um die Voraussetzungen für das Anbringen der Kameras um die Al-Aksa-Moschee zu schaffen. Die Kameras sollen rund um die Uhr Bilder von den Geschehnissen auf dem Gelände live in jordanische und israelische Kontrollräume senden.

Erklärung
Das Außenministerium hat eine Erklärung veröffentlicht, in der es die sogenannten Preisschild-Attentate als Phämomen bezeichnet, »das den Antisemitismus gegen das jüdische Volk und die Delegitimierungskampagne gegen Israel verschlimmert«. Oft sehe es für die Welt so aus, als unternehme Israel nichts gegen diese Taten, erklärte der Sprecher Emmanuel Nahshon. Als »Preisschild-Attentate« werden jene Gewalttaten bezeichnet, die von jüdischen Extremisten gegen Palästinenser und israelische Araber sowie christliche Einrichtungen verübt werden. »Diese Aktionen sind Terroranschläge auf unser kollektives Ansehen.« Die schriftliche Erklärung wurde von Scharon Regew unterzeichnet, dem Direktor der Abteilung für interreligiöse Angelegenheiten im Ministerium.

Werbung
Cristiano Ronaldo postete die Nachricht auf seiner Facebook-Seite: »Es gibt Gerüchte, dass ich in Israel ein Star werde. Aber nicht im Fußball ... Sondern in einer HOT-Werbung.« Der portugiesische Super-Kicker tritt tatsächlich in einem Spot für das israelische Telekommunikationsunternehmen auf, um dessen schnellen Internetdienst zu bewerben. Natürlich war der Sportler den Israelis schon vorher bekannt, doch jetzt hat sein Beliebtheitsgrad ungeahnte Höhen erreicht. »Wir lieben dich, Cristiano«, schrieben viele Kommentatoren aus dem Heiligen Land zu dem Post ihres Idols, »Israel liebt dich« und »Du bist und bleibst der Beste«.

Einladung
Eine harmlose Einladung zum Abendessen ist zum Eklat geworden. Der ägyptische Parlamentarier Tawfiq Okasha, der auch eine bekannte Fernsehpersönlichkeit ist, sagte in seiner TV-Sendung, er wolle gemeinsam mit dem israelischen Botschafter speisen. Prompt nahm der Gesandte in Kairo, Chaim Cohen, die Einladung an. Die beiden Männer trafen sich in Okashas Haus und besprachen nach eigenen Angaben Möglichkeiten, wie man die Beziehung der beiden Länder verbessern könnte. Das Treffen sei sehr angenehm gewesen, und man wolle es bald wiederholen. Am Tag darauf jedoch wurde Okasha als Verräter und Kollaborateur beschimpft, im Parlament sogar angegriffen und mit einem Schuh beworfen. Doch der Ägypter ruderte nicht zurück. Im Gegenteil. Der mutige Mann veröffentlichte Fotos von seinem Treffen mit Cohen und erklärte: »Ich erkenne den Staat Israel an. All unsere Vereinbarungen stimmen mit meiner Weltsicht überein.« Er fügte noch hinzu: »Bald werde ich mich auch mit Benjamin Netanjahu, dem Premierminister von Israel, treffen.«

Andenken
Er fand etwas, das sein Herz höher schlagen ließ. Bei einem Einkaufsbummel über den Flohmarkt in Jaffa sah Ziv Livni eine samtbezogene Box. Doch es war ihr Inhalt, der das Mitglied der israelischen Polizei schockierte: die Erkennungsmarke und das Rangabzeichen von David Brooks, einem Soldaten, der 43 Jahre zuvor im Jom-Kippur-Krieg gefallen war. Livni kaufte das Kästchen samt Inhalt – um es der Familie zurückzugeben. Nach vielen Stunden vor dem Computer gelang es ihm schließlich, Angehörige von Brooks ausfindig zu machen. Auf der Gedenkseite der Regierung, Yizkor, stand geschrieben: »Brooks, ein gut aussehender 22-Jähriger, verließ sein Haus in Florentin am Jom Kippur 1973.« Schließlich kontaktierte ein Freund der Familie den Finder Livni und ließ ihn wissen, dass die Familie die Andenken sehr gern zurück haben würde. Sie sind bereits auf dem Weg zu ihnen.

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