Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Reich und HOT: Patrick Drahi Foto: Flash 90

Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Wasser, Rap, Milliarden

von Sabine Brandes  09.03.2015 18:39 Uhr

Wasser
Gemeinsam wollen Israel und Jordanien das Tote Meer retten. Die beiden Länder unterzeichneten jetzt ein entsprechendes Abkommen, genannt »Kanal der Meere«. Bei der feierlichen Zeremonie waren der Minister für regionale Kooperation, Silvan Schalom, und Hazim El-Naser, Wasserminister des Nachbarlandes, anwesend. Mit dabei waren auch Vertreter der Palästinenser und der US-Botschaften aus beiden Staaten. Die Vereinbarung legt Phase eins der Umsetzung von Maßnahmen fest, etwa den Bau einer Entsalzungsanlage im Norden des jordanischen Akaba, die die Arawa-Region in Israel und die Akaba-Region in Jordanien bewässern soll. Die salzige Lake, die dabei entsteht, wird durch eine 200 Kilometer lange Pipeline ins Tote Meer gepumpt. »Ich bin sehr bewegt, dass wir diese historische Vereinbarung jetzt unterschrieben haben«, freute sich Schalom.

Lösegeld
Eine israelische Geisel ist am Sonntag in Nigeria freigelassen worden. Die Firma, bei der der Mann angestellt ist, hatte zuvor Lösegeld bezahlt. Der 70-Jährige arbeitet für eine einheimische Beratungsagentur in dem afrikanischen Land. Er war auf dem Weg zum Flughafen gekidnappt und fünf Tage lang im Dschungel festgehalten worden. Nach seiner Freilassung berichtete er, er sei relativ gut behandelt worden. Zwar habe man ihn zweimal geschlagen, doch er habe Essen und sogar Medikamente erhalten. Nachdem die Firma eine Lösegeldforderung erhalten hatte, wandte sie sich an die israelische Botschaft, die bei den Verhandlungen half, die schließlich zur Freilassung führten. Schon zweimal zuvor waren Israelis in Nigeria entführt worden.

Rap
Er hat es wieder getan: Seit Wochen verulkt Noy Alooshe israelische Politiker aller Couleur mit seinen Rap-Songs im Internet. Vor Kurzem war Yair Lapid dran. Der neueste Streich ist seine Version der Rede von Benjamin Netanjahu vor dem amerikanischen Kongress. In dem Video macht sich Alooshe über die wiederholten Standing Ovations der Zuhörer lustig und lässt den Premier quasi rappen: »Aufstehen, sitzen, aufstehen, sitzen!« Weiter geht es im Clip mit: »Ladies and Gentlemen, we must always remember three things: Iran, Iran, Iran.« Dem mitgereisten Naftali Bennett vom Jüdischen Haus scheint es zu gefallen. Er sieht im Video ganz verzückt drein und nickt rhythmisch mit dem Kopf zu den Beats.

Milliarden
Neun Israelis haben es auf die Forbes-Liste der 500 reichsten Menschen der Erde geschafft. Demnach gibt es heute weltweit 1826 Milliardäre – ein Rekord. Zusammen gehören ihnen 7,05 Trillionen Dollar. Die Israelis können dabei durchaus mithalten: Der französisch-israelische Eigentümer des Kabelkanals HOT, Patrick Drahi, wird auf 16 Milliarden Dollar geschätzt und landete damit auf Platz 57. Der zweitreichste Israeli ist Eyal Ofer, Sohn des verstorbenen Schiffsmagnaten Sammy Ofer. Auch auf der Liste stehen der Philanthrop Stef Wertheimer, Filmproduzent Arnon Milchan, Idan Ofer sowie Shari Arison, der die Sperrminorität an der Bank Hapoalim gehört. Die reichste Person im Nahen Osten ist übrigens Prinz Alwaleed Bin Talal Alsaud aus Saudi-Arabien mit 22,6 Milliarden Dollar auf dem Konto.

Alija
Eine jüdische Mutter und ihre Tochter sind dem Bürgerkrieg in Syrien entkommen und haben Alija nach Israel gemacht. Die beiden seien bereits im vergangenen Jahr angekommen und lebten heute in einem Immigrantenzentrum im Süden des Landes, heißt es von offizieller Stelle. Erst jetzt wurde die Information zur Veröffentlichung freigegeben. Die Jewish Agency half den beiden, über ein Drittland zu entkommen. Eine andere Tochter der Frau jedoch wurde abgelehnt, weil sie einen Muslim geheiratet hatte und zum Islam übergetreten war. Nach Angaben der Jewish Agency leben noch etwa 20 Juden in der Hauptstadt des Nachbarlandes, Damaskus. Auch in anderen muslimischen Ländern, etwa dem Jemen, leben noch Juden. Neben der Jewish Agency ist der Mossad beteiligt, das Schicksal der kleinen Gemeinden zu überwachen.

Spind
Der Ben-Gurion-Flughafen will seinen Service erweitern. Künftig soll in einer neuen Einrichtung Gepäck aufbewahrt werden können. Die Fächer werden in drei Größen zu haben sein: L für große Koffer oder Kinderwagen, M für Rucksäcke und Reisetaschen und S für kleinere Gegenstände wie Handtaschen, Mäntel oder Regenschirme. Jedes Fach ist mit einer Steckdose für das Aufladen von Handys oder Laptops ausgestattet. Gezahlt werden kann mit Kreditkarte und in bar. Allerdings wird die Anlage nicht zentral im Abflug- und Ankunftsgebäude Terminal 3 angesiedelt sein – aus Sicherheitsgründen, wie die Flughafenbehörde angibt. Denn Gepäck ohne offenkundigen Besitzer wird schnell verdächtigt, gefährlich zu sein. Daher müssen die Koffer und Taschen an einem abgelegenen Ort am Parkplatz eingeschlossen werden.

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  06.01.2026

Wissenschaft

Israels Forscher erzielen Erfolg in Alzheimerforschung

Ausgerechnet ein zelluläres »Entsorgungssystem«, das eigentlich schädliche Proteine beseitigen soll, könnte zur Weiterverbreitung der Krankheit beitragen

 06.01.2026

Sexualisierte Gewalt

Romi Gonen: »Der Hamas-Chef schlug mir einen Deal vor«

Die ehemalige Geisel der Terrororganisation berichtet in Teil zwei ihres Interviews, was nach den Übergriffen geschah

von Sabine Brandes  06.01.2026

Jerusalem

Netanjahu attackiert Opposition in hitzigem Knesset-Duell

Die Aufklärung des 7. Oktobers, die Wehrpflicht für Ultraorthodoxe und »Katargate« wurden auf Druck der Opposition im israelischen Parlament diskutiert

 06.01.2026

Blumen und Kerzen sind als Zeichen des Gedenkens an die Opfer nach dem Brand in der Bar und Lounge »Le Constellation« in Crans-Montana.

Schweiz

Drittes jüdisches Mädchen tot

Bei der tödlichen Katastrophe im Nobelskiort Crans-Montana sind drei junge jüdische Frauen ums Leben gekommen

von Nicole Dreyfus  06.01.2026

Jerusalem

Gedenkstätte Yad Vashem verweigerte Selenskyj Rede

Kurz nach Kriegsbeginn in der Ukraine wollte Selenskyj in Yad Vashem sprechen. Aber durfte nicht. Der Gedenkstätten-Vorsitzende nennt nun dafür klare Gründe

 05.01.2026

Kommentar

Keine großen Sorgen vor Mamdani, bitte

Hannes Stein über den neuen Bürgermeister von New York und die Herausforderungen, die der Job für den Israelhasser mit sich bringt

von Hannes Stein  05.01.2026

Wintersport

Noa Szollos schreibt Sportgeschichte für Israel – Bekommt sie nun eine Katze?

Noa Szollos holt im Slalom von Kranjska Gora die ersten Punkte für Israel. Anschließend berichtet die 22-Jährige von einer kuriosen Wette mit ihren Eltern

 05.01.2026

Wetter

Phänomen am Himmel erstaunt Israelis

Meteorologen erklären das Naturschauspiel, das sich fast im ganzen Land zeigt

von Sabine Brandes  05.01.2026