Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Treue Lebenspartner Foto: Thinkstock

Bürgermeister
Jetzt müssen auch Profis die Schulbank drücken. Neue Bürgermeister in Israel werden ab sofort von der Pike auf lernen, wie man eine Stadt leitet. Die Initiative ist auf Anregung verschiedener Bürgermeister entstanden, die das Vertrauen der Menschen auch nach der Wahl nicht enttäuschen wollten. In 100 Unterrichtsstunden wird den Gemeindeoberhäuptern demnächst vermittelt, wie sie die Geschicke ihres Ortes leiten können, ohne schwerwiegende Fehler zu machen. 50 Bürgermeister werden an dem Kurs teilnehmen, den das Innenministerium in Zusammenarbeit mit der Hebräischen Universität entwickelt hat. Als Lehrer fungieren alteingesessene Bürgermeister, Knessetmitglieder und Minister.

Pixies
Nun kommen sie doch. Die Rockband Pixies will im Sommer in Israel spielen. Vier Jahre zuvor hatten sie ein gerade erst angekündigtes Konzert wegen des Zwischenfalls auf dem Schiff »Mavi Marmara« abgesagt, um gegen die israelische Politik zu protestieren. Bei dem zweitägigen Festival in Jaffas Bloomfield-Stadion soll neben den Pixies auch die Band Soundgarden auftreten. Hatten die Pixies ihre Hochzeit in den 80ern, war Soundgarden in den 90er-Jahren populär geworden.

Renovierung
Es dauerte fast 600 Jahre, doch jetzt geschieht endlich etwas. Die Geburtskirche in Bethlehem wird renoviert. Das Gebäude ist bereits komplett in ein Gerüst eingekleidet. In den kommenden Monaten sollen nun gravierende Mängel beseitigt werden, um das antike Gotteshaus zu schützen. Teile des Baus sind bis zu 1500 Jahre alt. Experten hatten schon lange darauf aufmerksam gemacht, dass das Dach und die Fenster undicht seien. So gelangte Nässe ins Innere und drohte die jahrhundertealten Mosaike, Fresken und andere Schätze zu beschädigen. Eine palästinensische Firma ist mit den Arbeiten beauftragt. Die verspricht, dass während der gesamten Restaurierung die Kirche fast uneingeschränkt von Pilgern besucht werden kann.

Pinguine
Die Regenbogenfahne weht nun auch über dem Safaripark in Ramat Gan in der Nähe von Tel Aviv. Die Pinguine Suki und Chupchikoni sind schwer verliebt und bauen gerade ihr Nest. Doch sie sind mitnichten das gewöhnlichste Paar, denn beide sind weiblich. Dem Zoopersonal war die Liaison zunächst gar nicht aufgefallen, denn während Suki mit ihrer geringeren Körpergröße eindeutig als weibliches Tier erkannt wurde, dachte man zunächst, Chupchikoni sei ein Männchen. Geoutet wurde das Paar von Studenten der Tiermedizin, die an einer Studie zu Malaria bei Vögeln arbeiteten. Pinguine suchen ihre Partner übrigens für das gesamte Leben aus. Offenbar ist auch die Nachbargemeinde von Tel Aviv homosexuellenfreundlich: »Dies ist unser erstes lesbisches Paar«, schrieb der Zoo stolz in einer Pressemitteilung.

Drusen
Tradition der Drusen ist es, dem Staat, in dem sie leben, gegenüber loyal zu sein. So halten es die meisten dieser Gemeinden in Israel. Doch die Lage für die Drusen auf dem Golan ist schwierig. Viele haben Angehörige im benachbarten Syrien und scheuen sich daher, offen Solidarität mit Israel zu bezeugen. Dennoch will die Regierung in Jerusalem die vier ärmlichen Dörfer Majdal Schams, Massade, Bukata und Ein Kinija nun mit Millionen von Schekeln unterstützen. Zwischen 2014 und 2017 sollen umgerechnet mehr als 40 Millionen Euro in die Gemeinden fließen, um vor allem die Bereiche Bildung, Infrastruktur und Wohlfahrt sowie den Tourismus zu fördern.

Gefangener X
So dramatisch sie im wahren Leben war, so soll sie auch im Fernsehen rüberkommen: Die Story um den australischen Mossad-Agenten Ben Zygier, der sich in der Haftanstalt Ayalon das Leben genommen hatte, wird verfilmt. Das Drama ging im Februar um die ganze Welt und belastete das Verhältnis zwischen Israel und Australien schwer. Nun soll es als Miniserie im israelischen Fernsehen laufen. Außerdem ist das Format bereits an die britische Firma »Company Pictures« verkauft worden. Die Macher sagen, »Gefangener X« solle im Stil eines klassischen Spionagethrillers verfilmt werden.

Gewürze
Die deutsche Firma Hagesüd ist von dem israelischen Hersteller von Mineral- und Düngemitteln »Israel Chemicals« (ICL) gekauft worden. Hagesüd stellt Gewürzmischungen her, die vor allem bei der Fleischherstellung verwendet werden. Das Unternehmen aus Schwaben wird Teil des Lebensmittelzweigs der israelischen Firma. ICL kaufte Hagesüd mit sämtlichen Einrichtungen, die sich in Hemmingen, Dortmund und Ottensoos befinden. Bislang beschäftigte die Firma 200 Angestellte. Wie viel Geld bei dem Deal geflossen ist, wurde nicht bekannt gegeben.

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Knesset

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Nachrichten

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Kommentar

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