Israel

Asyl für 100 syrische Waisen

Viele Kinder aus Syrien haben im Krieg ihre Elten verloren. Hier: Syrische Flüchtlinge im griechischen Idomeni (2016). Foto: Flash 90

Israel will laut einem TV-Bericht 100 Waisenkinder aus Syrien aufnehmen. Das berichtete der Fernsehsender Channel 10 am Mittwochabend und berief sich dabei auf eine Entscheidung von Innenminister Arie Deri. Die syrischen Kinder sollen laut dem Bericht einen dauerhaften Aufenthaltsstatus bekommen. Israel sei sogar bereit, den Vereinten Nationen zu versprechen, dass die jungen Syrer ihr Leben lang in Israel bleiben können, obwohl sie keinen israelischen Pass erhalten sollen, meldete Channel 10.

Bildung Deri plane, die Waisenkinder zunächst in einer Art Internat aufzunehmen und sie dann ins allgemeine Bildungssystem zu integrieren. Möglicherweise könnten einige von ihnen sogar arabisch-israelische Adoptiveltern bekommen. Falls das Programm erfolgreich verlaufe, könne auch Geschwisterkindern ermöglicht werden, nach Israel zu kommen.

Wie die Zeitung Haaretz berichtete, hat Israel bis heute mehr als 2600 im Krieg verletzte Syrer medizinisch versorgt, einige von ihnen in speziellen Feldkrankenhäusern, andere in regulären Krankenhäusern. Unlängst wurde laut Haaretz auch eine spezielle Organisation gegründet, die sich mit humanitärer Hilfe für Syrer beschäftigt.

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Archäologie

Höhle der Menschheitsgeschichte

Funde in einer Hunderttausende von Jahren verschlossenen Höhle südlich von Haifa könnten eines der größten Rätsel über die Vorgeschichte des Homo sapiens lösen

von Sabine Brandes  30.06.2026

Folgen des 7. Oktober

Israel tötet Peiniger von Rom Braslavski

Rund zwei Jahre lang wurde der Deutsch-Israeli von Terroristen des Islamischen Dschihad gequält. Als er von der Tötung »Abu Yusufs« hört, bricht er in Tränen

 30.06.2026

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Früher hätte man Journalisten wie Restle, die Juden unterstellen, sie seien nur Sprachrohr einer Regierung in Israel, die Eignung als Politik-Redakteure beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk abgesprochen. Zu Recht

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Internationales Rotes Kreuz

Knesset lehnt Gesetz zum Besuchsverbot für Häftlinge ab

Sicherheitsminister Ben-Gvir wollte den Zugang zu palästinensischen Sicherheitsgefangenen verwehren, doch der Gesetzentwurf scheitert an Stimmen der eigenen Koalition

von Sabine Brandes  30.06.2026

Bnei Brak

Rabbiner verflucht Israels Armeechef Eyal Zamir

Ein israelischer Soldat wurde wegen eines religiösen Aufnähers inhaftiert. Das und die geplante Einberufung von Charedim sorgt für Verärgerung bei den Ultraorthodoxen

 30.06.2026

Rüstungstechnologie

Israelische Raketenabwehr für Katar

Fotos beweisen, dass in katarischen Regierungsmaschinen Militärtechnologie von Elbit verbaut wurde. Dabei pflegen Israel und Katar nicht einmal diplomatische Beziehungen

 29.06.2026

Reaktionen

»Erster Schritt zum Frieden«

Während Jerusalem und Beirut das Abkommen begrüßen, weist die Hisbollah es entschieden zurück

von Sabine Brandes  29.06.2026

Jerusalem

Israel erkennt den Völkermord an den Armeniern an

Die historische Entscheidung birgt diplomatische Sprengkraft. Außenminister Sa’ar bezeichnete die Anerkennung als »moralische Pflicht«

von Sabine Brandes  29.06.2026