Terror

Aschkelon unter Beschuss

Eingeschlagen. Israelische Experten untersuchen die Rakete, die am Dienstag vom Gazastreifen aus nach Aschkelon geschossen wurde. Foto: Flash 90

Drei Monate sind lange in der militärischen Zeitrechnung des Nahen Ostens. Ganz besonders für die Menschen im Süden Israels. So lange hatte der Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas gehalten. Doch nun ist er gebrochen. Palästinensische Extremisten feuerten am Dienstagmorgen zum ersten Mal seit dem Ende der Militäroperation »Wolkensäule« im Gazastreifen ein Geschoss gen Israel. Die Rakete schlug in der Großstadt Aschkelon ein.

Es war der erste Morgen, an dem die Kinder nach den Purimferien wieder in die Schulen und Kindergärten gingen. Glücklicherweise traf das Geschoss lediglich eine leere Straße, wie Polizeisprecher Micky Rosenfeld angab. Zumal das Warnsystem nach Angaben von Bewohnern vor dem Einschlag nicht zu hören gewesen war. Nach Militärangaben ertönt der Alarm allerdings nicht, wenn klar ist, dass die Rakete in unbewohntes Gebiet einschlagen wird. Verletzte gab es nicht.

Vergeltung Die palästinensischen »Al-Aksa-Brigaden«, der militärische Flügel der Fatach, habe die Verantwortung übernommen, berichteten palästinensische Medien währenddessen. Es sei eine Vergeltung für »die Liquidierung des Gefangenen Arafat Jaradat«, schrieb die Organisation. Bereits während der Beisetzung von Jaradat am Montag hatte sie Flugblätter verteilt, auf denen stand, dass Israel eine harte Reaktion zu erwarten hätte.

Bei der Rakete handelte es sich um einen weiterentwickelten Typ »Grad«, die Mittel- bis Langstrecken zurücklegen kann. Ob der Waffenstillstand nun Makulatur ist und erwartet wird, dass die Raketen wieder mit trauriger Regelmäßigkeit auf israelisches Kernland fliegen, darüber schweigen sich die Sicherheitsbehörden und die Armee derzeit noch aus.

Entwicklung

Jerusalem soll erstmalig seit 1967 über grüne Linie wachsen

Die jüngsten Siedlungspläne der Regierungskoalition sorgen für Kritik im In- und Ausland

von Sabine Brandes  16.02.2026

Gaza

Israelische Armee: Hamas nutzte Nasser-Krankenhaus als Kommandozentrale

Die jüngsten Entwicklungen seien ein weiterer Beleg für die Notwendigkeit, die Hamas zu entwaffnen, so die Streitkräfte

 16.02.2026

Jerusalem

Gerald Steinberg: Kampagne mit »Genozid«-Vorwurf gegen Israel seit Jahren vorbereitet

Der Leiter des »NGO Monitor« sagt, viele NGOs betrieben eine systematische Dämonisierung Israels, verstärkten gegenseitig ihre Narrative und prägten damit die internationale öffentliche Meinung

 16.02.2026

Infrastruktur

Israel bekommt zwei neue internationale Flughäfen

Standort des ersten Airports soll das Gebiet Ziklag im Negev sein, während der zweite bei Ramat David entstehen wird

 16.02.2026

Jerusalem

Medien: »verdächtiger Umschlag« in Netanjahus Büro gefunden

Ein Umschlag im Büro des israelischen Regierungschefs sorgt für Aufregung. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass Mitarbeiter dort einen verdächtigen Fund machen

 16.02.2026

Israel

Kartellbehörde verhängt Millionenstrafe gegen Coca-Cola

Die Central Bottling Company, die die Limonade in Israel herstellt, soll mehrfach gegen das Lebensmittelgesetz verstoßen haben

 16.02.2026

Israel

Sderot geht mit Drohnen gegen Hundekot vor

Die Geräte sollen Verstöße in Echtzeit erkennen. Wer den Kot nicht wegräumt, muss bis zu 130 Euro zahlen

 16.02.2026

Gazastreifen

Krankenhaus in Khan Younis weist Vorwürfe von »Ärzte ohne Grenzen« zurück

Die Organisation berichtet von bewaffneten Männern im Nasser-Krankenhaus – die Klinik widerspricht

 15.02.2026

Schifffahrt

Hapag-Lloyd will israelische Reederei übernehmen

Bislang seien keine bindenden Vereinbarungen abgeschlossen worden – Voraussetzung für den Deal ist eine Freigabe Israels

 15.02.2026