Jerusalem

Antikes Aquädukt freigelegt

Das Aquädukt von Caesarea (Symbolbild) Foto: picture alliance / imageBROKER

In Jerusalem ist ein rund 300 Meter langes Teilstück eines antiken Aquädukts freigelegt worden. Laut der israelischen Antikenbehörde handelt es sich um das längste bislang gefundene Teilstück einer Wasserleitung, die in der Spätphase des zweiten jüdischen Tempels die Eliten in der Oberstadt Jerusalems versorgte.

Das Teilstück wurde demnach bei Ausgrabungen gefunden, die Israel im Vorfeld des geplanten Baus der neuen jüdischen Siedlung »Givat Hamatos« im Südosten Jerusalems durchführt. Es besteht den Berichten zufolge aus drei Abschnitten, von denen einer von römischen Legionären der zehnten Legion errichtet wurde.

Oberstadt und Tempel Jerusalem verfügte über zwei Aquädukte, die von den Hasmonäern und später unter König Herodes errichtet wurden und die Stadt mit Wasser aus natürlichen Quellen in der Nähe von Bethlehem versorgten. Eines versorgte die Oberstadt, heute das jüdische und das armenische Viertel der Altstadt, mit Wasser, während die untere Leitung Wasser zum Tempel führte. Bei dem jetzt gefundenen Stück handelt es sich laut Bericht um einen Teil des oberen Aquädukts.

Die Leitung wurde von den Römern weit über die Zerstörung der Stadt im Jahr 70 nach Christus genutzt und instand gehalten. Laut der Antikenbehörde fanden die Forscher in dem bei antiken Renovierungsarbeiten verwendeten Gips 25 Münzen aus der Zeit der zehnten Legion, darunter eine Münze aus der Zeit des ersten jüdisch-römischen Krieges. Man gehe davon aus, dass sie, wie heute immer noch üblich, als Glücksbringer platziert wurden.

Der Leiter der Behörde, Eli Escusido, schlug vor, den Fund zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. kna

Jerusalem

Herzog will Neuwahlen vermeiden

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse appelliert der israelische Präsident an die politischen Lager, sich bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen kompromissbereit zu zeigen

 29.10.2026

Jerusalem

Auszählung der »Sonderstimmen« in Israel hat begonnen

Die Stimmen von Soldaten, medizinischem Personal, Patienten sowie israelischen Diplomaten im Ausland könnten die Sitzverteilung in der Knesset noch verändern

 29.10.2026

Jerusalem

Wahl-Patt in Israel: Netanjahu und Eisenkot suchen Partner

Kein Lager hat eine Mehrheit, die Regierungsbildung dürfte schwierig werden. Während erste Gespräche laufen, erhebt Netanjahus Partei schwere Wahlbetrugsvorwürfe

 29.10.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  28.10.2026

Nachrichten

Auszählung, Expats, Einmischung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sophie Albers Ben Chamo  28.10.2026

Knesset-Wahl

Die arabische Antwort auf Ben-Gvir

Die israelischen Araber könnten zum Königsmacher der nächsten Knesset werden

von Sabine Brandes  28.10.2026

Meinung

In der Sackgasse?

Sabine Brandes wünscht sich nach den Wahlen für Israel neue Bündnisse – trotz aller Hindernisse

von Sabine Brandes  28.10.2026

Analyse

Israel im Patt

Der rechte Block gewinnt bei der Auszählung an Boden. Doch weder Regierungslager noch Opposition haben eine klare Mehrheit – und die arabischen Parteien werden zum entscheidenden Faktor

von Sabine Brandes  28.10.2026

Jerusalem

Demokraten-Chef fordert Koalition mit arabischen Parteien

Bei Israels Richtungswahl liegt Netanjahus Lager vorn, verfehlt aber die Mehrheit. Der Chef der Linksliberalen fordert eine Koalition der Opposition mit Beteiligung arabischer Parteien

 28.10.2026