Jerusalem

Antikes Aquädukt freigelegt

Das Aquädukt von Caesarea (Symbolbild) Foto: picture alliance / imageBROKER

In Jerusalem ist ein rund 300 Meter langes Teilstück eines antiken Aquädukts freigelegt worden. Laut der israelischen Antikenbehörde handelt es sich um das längste bislang gefundene Teilstück einer Wasserleitung, die in der Spätphase des zweiten jüdischen Tempels die Eliten in der Oberstadt Jerusalems versorgte.

Das Teilstück wurde demnach bei Ausgrabungen gefunden, die Israel im Vorfeld des geplanten Baus der neuen jüdischen Siedlung »Givat Hamatos« im Südosten Jerusalems durchführt. Es besteht den Berichten zufolge aus drei Abschnitten, von denen einer von römischen Legionären der zehnten Legion errichtet wurde.

Oberstadt und Tempel Jerusalem verfügte über zwei Aquädukte, die von den Hasmonäern und später unter König Herodes errichtet wurden und die Stadt mit Wasser aus natürlichen Quellen in der Nähe von Bethlehem versorgten. Eines versorgte die Oberstadt, heute das jüdische und das armenische Viertel der Altstadt, mit Wasser, während die untere Leitung Wasser zum Tempel führte. Bei dem jetzt gefundenen Stück handelt es sich laut Bericht um einen Teil des oberen Aquädukts.

Die Leitung wurde von den Römern weit über die Zerstörung der Stadt im Jahr 70 nach Christus genutzt und instand gehalten. Laut der Antikenbehörde fanden die Forscher in dem bei antiken Renovierungsarbeiten verwendeten Gips 25 Münzen aus der Zeit der zehnten Legion, darunter eine Münze aus der Zeit des ersten jüdisch-römischen Krieges. Man gehe davon aus, dass sie, wie heute immer noch üblich, als Glücksbringer platziert wurden.

Der Leiter der Behörde, Eli Escusido, schlug vor, den Fund zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. kna

Jerusalem

Großeltern umgebettet: Theodor Herzls letzter Wille ist erfüllt

Die Überreste von Schimon und Rikva Herzl, Vorfahren väterlicherseits des Zionismus-Begründers und prägende Gestalten in Theodor Herzls Jugend, wurden von Serbien nach Israel überführt und auf dem Herzlberg beigesetzt

 06.08.2026

Justiz

Israelischer Siedler wegen Tötung eines Palästinensers angeklagt

Der getötete Aktivist setzte sich gegen Siedlergewalt ein und war an dem Oscar-prämierten Film »No Other Land« beteiligt. Jetzt steht der mutmaßliche Täter vor Gericht

 06.08.2026

Gaza

IDF-Chef Zamir: Jeder Verantwortliche für die Massaker vom 7. Oktober wird zur Rechenschaft gezogen

Die Jagd auf die beteiligten Terroristen sei »eine dauerhafte und fortlaufende Aufgabe, die das Kommando mit großem Erfolg erfüllt«, sagt der Generalstabschef

 06.08.2026

Dublin

Wegen Israel-Boykott: Irisches Regierungsflugzeug kann nicht mehr im Nebel landen

Beim Kauf der Maschine wurde bewusst auf das System »FalconEye« verzichtet, weil der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems an dem Produkt beteiligt ist

 06.08.2026

Gesellschaft

Misstrauen vor der Wahl

72 Prozent der jüdischen Israelis fürchten, dass die Parlamentswahl im Oktober beeinträchtigt werden könnte

von Sabine Brandes  06.08.2026

Magdeburg/Halle

Schulze: Hallervorden-Auftritt steht für Meinungsfreiheit

Der Komiker verbreitet Verschwörungstheorien über Israel und relativiert Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine

 06.08.2026

Medien

Wo steckt die palästinensische Opposition?

Zwei taz-Essays erzählen eindringlich von palästinensischer und muslimischer Entfremdung in Deutschland. Sie lassen zugleich einen entscheidenden blinden Fleck im Nahostkonflikts unerwähnt

von Leeor Engländer  06.08.2026

Wahlkampf

Who’s who in Jerusalem?

Israels Parteien buhlen nicht nur um potenzielle Wähler, sondern auch um mögliche Bündnisse

von Sabine Brandes  06.08.2026

Jerusalem

Ehemalige Likud-Politiker Erdan und Edelstein gründen neue Partei

Eine konservative Alternative zu Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wollen die Gründer bieten. Haben sie Chancen auf Erfolg?

 06.08.2026