Jerusalem

Antikes Aquädukt freigelegt

Das Aquädukt von Caesarea (Symbolbild) Foto: picture alliance / imageBROKER

In Jerusalem ist ein rund 300 Meter langes Teilstück eines antiken Aquädukts freigelegt worden. Laut der israelischen Antikenbehörde handelt es sich um das längste bislang gefundene Teilstück einer Wasserleitung, die in der Spätphase des zweiten jüdischen Tempels die Eliten in der Oberstadt Jerusalems versorgte.

Das Teilstück wurde demnach bei Ausgrabungen gefunden, die Israel im Vorfeld des geplanten Baus der neuen jüdischen Siedlung »Givat Hamatos« im Südosten Jerusalems durchführt. Es besteht den Berichten zufolge aus drei Abschnitten, von denen einer von römischen Legionären der zehnten Legion errichtet wurde.

Oberstadt und Tempel Jerusalem verfügte über zwei Aquädukte, die von den Hasmonäern und später unter König Herodes errichtet wurden und die Stadt mit Wasser aus natürlichen Quellen in der Nähe von Bethlehem versorgten. Eines versorgte die Oberstadt, heute das jüdische und das armenische Viertel der Altstadt, mit Wasser, während die untere Leitung Wasser zum Tempel führte. Bei dem jetzt gefundenen Stück handelt es sich laut Bericht um einen Teil des oberen Aquädukts.

Die Leitung wurde von den Römern weit über die Zerstörung der Stadt im Jahr 70 nach Christus genutzt und instand gehalten. Laut der Antikenbehörde fanden die Forscher in dem bei antiken Renovierungsarbeiten verwendeten Gips 25 Münzen aus der Zeit der zehnten Legion, darunter eine Münze aus der Zeit des ersten jüdisch-römischen Krieges. Man gehe davon aus, dass sie, wie heute immer noch üblich, als Glücksbringer platziert wurden.

Der Leiter der Behörde, Eli Escusido, schlug vor, den Fund zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. kna

Israel

Netanjahu: »Es wird keine Hamas-Herrschaft geben«

Bei dem Gedenken der Opfer des Hamas-Massakers vor drei Jahren droht der Ministerpräsident den an dem Überfall beteiligten Terroristen

 05.10.2026

Terroranschlag

Rückholflüge aus den Emiraten haben begonnen

Aktion beginnt nach der Beilegung eines Streits über Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen von Dubai

von Sabine Brandes  05.10.2026

Luftfahrt

Rücktritt von Transportministerin Regev gefordert

Oppositionspolitiker wollen, dass Miri Regev wegen des »Flydubai-Desasters« Verantwortung übernimmt und ihren Posten räumt

von Sabine Brandes  05.10.2026

Fußball

Irischer Fitness-Trainer wirft Israel Spuckattacke vor

Irland gegen Israel war eine Nations-League-Paarung, die seit der Auslosung für viel Unruhe gesorgt hat. Beim Rückspiel gibt es nun Vorwürfe zu einem extrem unsportlichen Verhalten

 05.10.2026

Shelly Meyer

Kommentar

Wer tatsächlich vom »Judenfetisch« profitiert

150 Juden in Berlin haben mit einem Offenen Brief die Linkspartei unterstützt - das sind etwa 0,4 Prozent der Berliner jüdischen Stimmen. Doch sie könnten für die breite Öffentlichkeit kaum wertvoller sein

von Shelly Meyer  04.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Terror

Held von Flug FZ1073: Jetzt spricht erstmals der Flydubai-Pilot

Der bei dem Messerangriff in einer Flydubai-Maschine von Dubai nach Tel Aviv verletzte Flugkapitän äußert sich zu den Vorgängen im Cockpit. Er berichtet auch, was ihm Mut gegeben hat

 02.10.2026

Nahost

Flydubai-Drama: Auch VAE-Vertreter spricht von Terror

Aus Israel kam schon früh die Einschätzung, dass es sich bei dem Vorfall um einen Anschlagsversuch handelte. Nun äußert sich ein emiratischer Regierungsvertreter ähnlich

 02.10.2026

Kibbuz Nahal Oz

Drei Jahre nach dem Hamas-Angriff entsteht die Kollektivsiedlung neu

Der 7. Oktober 2023 hat eine tiefe Wunde in die israelischen Gemeinden entlang des Gazastreifens gerissen. Mittlerweile ist der Wiederaufbau in vollem Gange – mit gemischten Gefühlen

von Andrea Krogmann  02.10.2026