Israel

Angriff nach Raketenbeschuss

Die israelische Armee griff in der Nacht zum Montag Ziele der Hamas im Gaza-Streifen an. Foto: Flash90

Nach Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat die israelische Luftwaffe in der Nacht zu Montag erneut Ziele in dem Palästinensergebiet angegriffen. »Unsere Kampfjets und Flugzeuge haben als Reaktion auf die auf Israel abgefeuerte Rakete unterirdische Terroreinrichtungen der (Palästinenserorganisation) Hamas getroffen«, schrieb die israelische Armee (IDF) auf Twitter. »Wir machen die Hamas für alle Aktivitäten verantwortlich, die von Gaza ausgehen.« Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.

IRON DOME Zuvor war eine Rakete vom Gazastreifen aus in Richtung Südisrael geschossen worden. Sie war laut IDF von der Raketenabwehr Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen worden. Laut »Jerusalem Post« wurden die Angriffe unter anderem auch gegen eine Anlage zur Herstellung von Beton, der zum Bau von Tunneln benötigt wird, geflogen. Darüber hinaus sei unterirdische Infrastruktur angegriffen worden.

Die im Gazastreifen herrschende Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben. Zwischen Israel und palästinensischen Terrororganisationen im Gazastreifen kommt es immer wieder zu Konfrontationen. Unterhändler Ägyptens und der Vereinten Nationen setzen sich regelmäßig für eine Beruhigung der Lage ein. Rund zwei Millionen Einwohner leben unter sehr schlechten Bedingungen in dem Küstenstreifen.

SPRENGSTOFF Unterdessen hat Israel eigenen Angaben zufolge einen Sprengstoffanschlag am Grenzzaun zu Syrien vereitelt. Das teilte die israelische Armee in der Nacht zu Montag via Twitter mit. »Wir haben gerade einen Versuch von vier Terroristen vereitelt, Sprengstoff in der Nähe des Sicherheitszaunes zwischen Israel und Syrien zu platzieren«, schrieb die IDF.

Die Streitkräfte und Flugzeuge hätten diese Gruppe beschossen, ein Treffer sei identifiziert worden. »Wir sind auf jedes Szenario vorbereitet und machen das syrische Regime für alle Ereignisse in Syrien verantwortlich.«

Laut Bericht der »Jerusalem Post« seien vier Männer von einer Spezialeinheit entdeckt worden, als sie Spengladungen entlang des Zauns anbrachten. »Die Terroristen wurden von einem Flugzeug der IDF und lokalen Bodeneinheiten eliminiert.« Die eigenen Streitkräfte hätten keine Verluste erlitten. Ende Juli hatte die israelische Armee eine Verstärkung ihrer Truppen im Norden des Landes angekündigt. dpa

Jerusalem

Ein Diplomat für die christliche Welt

George Deek soll als Sondergesandter Schadensbegrenzung betreiben und »die Beziehungen weltweit vertiefen«

von Sabine Brandes  23.04.2026

Untersuchungskommission

Hamas-Massaker: Unruhen im Gerichtssaal

Israel ist noch immer auf der Suche nach Antworten für die Versäumnisse vor dem 7. Oktober

von Sabine Brandes  23.04.2026

Jom Haazmaut

Trump erhält Israel-Preis für besondere Verdienste um das jüdische Volk

Nach Angaben des israelischen Bildungsministeriums erhält der amerikanische Präsident den Preis in der Kategorie »besondere Verdienste um das jüdische Volk«

 23.04.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« kooperiert mit katholischer »Tagespost«

Ein Zeichen gegen Antisemitismus: »Die Tagespost« legt ihren Abonnenten die »Jüdische Allgemeine« kostenlos bei. Hinter der Aktion steckt unter anderem ein rundes Jubiläum

von Hannah Krewer  23.04.2026

Jom Haazmaut

Herzog ehrt Soldaten am Unabhängigkeitstag – Armee zu neuer Offensive bereit

»Herausragende Soldaten lernen in normalen Jahren die Schlachten der Vergangenheit – aber ihr kämpft die Schlachten, die künftige Generationen studieren werden«, sagt der Präsident zu IDF-Angehörigen

 23.04.2026

Israel

Ein Kind nach dem Tod

Israelische Richter erlauben der Familie der getöteten Geisel Yotam Haim die Verwendung von dessen Sperma, um einen Enkel zu zeugen

von Sabine Brandes  23.04.2026

Krieg gegen Iran

Medienbericht: Trump will Mullahs nur wenige Tage Zeit geben

Als der US-Präsident am Dienstag einseitig eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran verkündete, nannte er keine neue Frist. Unbegrenzt verlängern, will er sie US-Medien zufolge aber nicht

 22.04.2026

Nachrichten

Wohnen, Defizit, Währung

Meldungen aus Israel

von Sabine Brandes  22.04.2026

Nahost

Voller Vorurteile

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  22.04.2026