Israel

Angriff auf Syriens Reaktor

Zerstörte syrische Atomanlage Foto: dpa

Nach mehr als zehn Jahren ist die Nachrichtensperre aufgehoben. 2007 hat Israel einen Luftangriff auf einen syrischen Nuklearreaktor geflogen und ihn zerstört. Das berichtete die Tageszeitung Haaretz in der vergangenen Woche als Erste. Die Operation mit Namen »Soft Melody« fand am 6. September 2007 in der Nähe von Deir al-Zour statt.

Die Flugzeuge seien über das Mittelmeer in den syrischen Luftraum eingedrungen und hätten das Nachbarland entlang der türkischen Grenze wieder verlassen, so der Bericht. Die Durchführung der Aktion unter der Führung von Premierminister Ehud Olmert und Verteidigungsminister Ehud Barak habe weniger als einen Tag gedauert.

Lob Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigte die Militäroperation in einer Stellungnahme: »Die Regierung von Israel, die Streitkräfte und der Mossad haben Syrien davon abgehalten, nukleare Fähigkeiten zu entwickeln. Dafür gebührt ihnen Lob. Israels Politik war und ist konsistent, um unsere Feinde davon abzuhalten, sich mit Atomwaffen auszustatten.«

Die Geheimdienste seien 2006 auf ein nukleares Projekt im Nachbarland aufmerksam geworden. Bereits im März des Folgejahres habe es konkrete Beweise gegeben. Der damalige Kommandierende der Luftwaffe, General Eliezer Shkedi, sagte in einem Interview mit der Zeitung Israel Hayom, dass es sich um einen versteckten Angriff gehandelt habe.

Kampjets Man habe den Reaktor zerstören und gleichzeitig die Geheimhaltung wahren wollen, damit es keinen Krieg gibt. Die größte Herausforderung sei gewesen, die Luftwaffe für den Angriff und die Möglichkeit einer kriegerischen Auseinandersetzung zu trainieren, ohne genau zu erläutern, worum es sich handelt. Am Ende wählte das Team verschiedene Waffen und Kampfjets, um auf Nummer sicher zu gehen, dass der Reaktor tatsächlich zerstört wird.

»Es gibt wenige Momente im Leben eines Mannes, in denen er die Möglichkeit hat, etwas Legendäres zu tun«, so Shkedi. »Dies war einer. Es war etwas wirklich Entscheidendes – ohne dramatisieren zu wollen – für die Existenz und das Überleben unseres Staates.« Herausragend sei auch gewesen, dass dabei ein Krieg verhindert worden sei. »Ich bin mir sicher, die Syrer wissen noch immer nicht, wie ihnen geschah.«

Nahost

Deutschland warnt Bürger in Israel

Angesichts eines möglichen US-Angriffs auf den Iran mit Folgen auch für Israel hat das Auswärtige Amt Deutsche vor Ort zu Sicherheitsmaßnahmen aufgerufen

 24.02.2026

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  24.02.2026

Nahost

US-Botschafter irritiert mit Aussagen über Israels Grenzen

Der US-Gesandte in Israel, Mike Huckabee, verärgert arabische Staaten im Interview mit Tucker Carlson

von Sabine Brandes  24.02.2026

Aliya

»Ich habe gewonnen«: Auschwitz-Überlebende (96) wandert nach Israel aus

Charlotte Roth will mehr Zeit mit ihrer Familie bringen, die zum größten Teil aus den USA nach Israel eingewandert ist

 24.02.2026

Jerusalem

»Schwerwiegendster Fehler in der Geschichte«: Israel warnt Iran vor Angriff

Die Hintergründe

 24.02.2026

Nahost

US-Botschaftspersonal soll Libanon verlassen

Das amerikanische Außenministerium hat alle Mitarbeiter, die »nicht für den Notfall« benötigt werden, nach Hause beordert

 23.02.2026

Mailand

Israel schließt eigenes Bobteam von Olympia aus

Die Aktionen eines Athleten hätten gegen olympische Werte verstoßen, so die Begründung des Komitees

 23.02.2026

Nahost

Tucker Carlson blamiert sich in Israel

Der rechte Moderator hatte behauptet, er sei am Flughafen Ben-Gurion festgesetzt worden. Doch Videoaufnahmen zeigen ein anderes Bild

 22.02.2026 Aktualisiert

Kommentar

Eure Masche zieht nicht mehr!

Mittlerweile hat es sich selbst im Kulturbetrieb herumgesprochen, dass die Bigotterie der sogenannten pro-palästinensischen Aktivisten allzu durchschaubar ist, wenn Menschenrechte gepredigt und im gleichen Atemzug »Genozid« und »Boykott« geschrien wird

von Sophie Albers Ben Chamo  22.02.2026