Israel

An ALS erkrankter TV-Journalist kann dank KI weiterarbeiten

Der Journalist Mosche Nussbaum Foto: copyright (c) Flash90 2024

Ein an ALS erkrankter Fernsehjournalist in Israel kann mit Hilfe Künstlicher Intelligenz trotz Sprachschwierigkeiten seine Arbeit wieder aufnehmen. Der israelische Sender N12 veröffentlichte ein Gespräch mit dem Journalisten Mosche Nussbaum, der dank eines speziellen KI-Programms im Nachrichtenstudio flüssig sprechen kann.

»Hier, wie früher«, sagte der 71-Jährige im Dialog mit der Moderatorin Dana Weiss. »Was sagst du dazu? Gefällt es dir?« Er sitze erstmals seit mehr als einem Jahr wieder im Studio, sagt der in Israel sehr bekannte Journalist, der jahrzehntelang als Polizeireporter gearbeitet hatte. »Es ist etwas merkwürdig.« Er verspüre auch einen gewissen Schmerz im Herzen.

Lesen Sie auch

Ein Sprecher des Senders N12 erklärte, wie die Technik genau funktioniert: Mithilfe eines KI-Programms seien Beispiele der Stimme des TV-Journalisten gesammelt worden. Er tippe seine Berichte und diese würden dann von dem Stimmprogramm abgelesen. Ein anderes AI-Programm sei für die Lippenbewegungen zuständig. Nussbaum sei dafür physisch im Studio aufgenommen worden. Es gebe aber keine Live-Schalten mit ihm.

Die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) führt zur Zerstörung des Nervensystems. Dadurch kommt es zu Muskelschwund, Schluck-, Atmungs- und Sprechstörungen. Bekanntester ALS-Patient ist der 2018 gestorbene Astrophysiker Stephen Hawking. dpa

Krieg

IDF greift Hisbollah-Ziele im Libanon an

Die Terror-Miliz hatte zuvor israelische Soldaten angegriffen

 27.04.2026

Jerusalem

Israel ernennt ersten Botschafter für Somaliland nach Anerkennung der Region

Einen Botschafter Somalilands in Israel gibt es bereits. Im Januar wurde Mohamed Hagi für den posten ernannt

 27.04.2026

Nord-Israel

Wieder Sicherheitsbeschränkungen in Nordisrael eingeführt

Das Lag-BaOmer-Fest auf dem Berg Meron kann in diesem Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden

 27.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  27.04.2026 Aktualisiert

7. Oktober

Der Angriff auf den Kibbuz Holit: Erst Nachmittags kam Hilfe

IDF-Bericht: Rund 60 palästinensische Terroristen dringen am frühen Morgen in das Areal ein. Bei dem Massaker werden 13 Zivilisten ermordet. Neun Bewohner werden als Geiseln verschleppt

 27.04.2026

Studie

Kriege verändern Schlaf, Ernährung und Bewegung deutlich

Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem warnen, dass Stress, Angst und Unsicherheit zu ungesunden Gewohnheiten führen

 27.04.2026

Reisen

Internationale Airlines bleiben weiter weg

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit empfiehlt EU-Fluggesellschaften, den Luftraum über Israel zu meiden

von Sabine Brandes  27.04.2026

Essay

Eva Erben: Was es bedeutet, Israeli zu sein

Die tschechische Holocaust-Überlebende kam 1948 mit ihrem Mann Peter nach Israel

 27.04.2026

Jerusalem

Herzog lehnt Netanjahus Begnadigungswunsch vorerst ab

Der Präsident spricht sich für neue Verhandlungen über einen möglichen Vergleich im laufenden Korruptionsprozess gegen den Regierungschef aus

 27.04.2026