USA

»Amerika gewinnt: entschlossen, verheerend und ohne Gnade«

Verteidigungsminister Pete Hegseth im Pentagon Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Vier Tage nach Beginn der US-Militäroperation gegen das iranische Regime hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth eine ebenso kämpferische wie optimistische Bilanz gezogen. Vor Journalisten erklärte er, die Vereinigten Staaten hätten gemeinsam mit Israel bereits entscheidende Fortschritte erzielt.

»Ich stehe heute hier mit einer unmissverständlichen Botschaft über die Operation Epic Fury«, sagte Hegseth. »Amerika gewinnt – entschlossen, verheerend und ohne Gnade.« Der Angriff habe erst vor wenigen Tagen begonnen, weshalb sich viele Entwicklungen noch im Fluss befänden.

»Wir sind erst vier Tage in dieser Operation«, betonte Hegseth mehrfach. Kennzahlen würden sich noch verändern, weitere Kräfte träfen ein, und die Lage entwickle sich weiterhin dynamisch.

Gleichzeitig machte er klar, dass Washington keinen Zeitdruck verspüre. Trump habe deutlich gemacht, so der Minister, dass die Vereinigten Staaten »alle Zeit nehmen werden, die nötig ist, um sicherzustellen, dass wir Erfolg haben«.

»Historische militärische Leistung«

Trotz der kurzen Dauer sprach Hegseth bereits von außergewöhnlichen Ergebnissen. Die bisherigen militärischen Leistungen seien »unglaublich – historisch sogar«. Nur die Vereinigten Staaten könnten eine solche Operation führen, erklärte er. In Kombination mit den israelischen Streitkräften entstehe eine militärische Schlagkraft, die für den Gegner verheerend sei.

»Wenn man die amerikanische Militärmacht mit den israelischen Streitkräften kombiniert – einer verheerend leistungsfähigen Truppe –, dann bedeutet diese Kombination pure Zerstörung für unsere radikal-islamistischen iranischen Gegner«, sagte Hegseth im Pentagon in Arlington (Virginia) bei Washington. »Sie sind erledigt. Und sie wissen es.«

Besonders betonte der Minister die rasch erreichte militärische Dominanz in der Luft. »Die zwei mächtigsten Luftwaffen der Welt werden in weniger als einer Woche die vollständige Kontrolle über den iranischen Himmel haben«, sagte Hegseth. Der iranische Luftraum werde dann »unangefochten« sein. »Wir werden fliegen. Den ganzen Tag. Die ganze Nacht. Tag und Nacht.« US-amerikanische und israelische Flugzeuge würden über dem gesamten Land operieren, Ziele identifizieren und zerstören.

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Massive Luftangriffe

»Wir fliegen über Teheran. Über ganz Iran. Über ihre Hauptstadt. Über die Revolutionsgarden«, sagte der Minister. Die iranische Führung werde »zum Himmel blicken und dort nur amerikanische und israelische Luftmacht sehen – jede Minute jedes Tages, bis wir entscheiden, dass es vorbei ist«. Der Iran könne dagegen nichts unternehmen.

Neben strategischen Bombern und Kampfflugzeugen kämen Drohnen sowie eine Vielzahl präzisionsgelenkter Bomben zum Einsatz, so der Minister. »500-Pfund-, 1000-Pfund- und 2000-Pfund-Präzisionsbomben – GPS- und lasergelenkt«, sagte er. Von diesen Waffen verfüge das US-Militär über »nahezu unbegrenzte Vorräte«.

Hegseth machte keinen Hehl daraus, dass die militärische Überlegenheit der USA bewusst eingesetzt werde. »Das hier sollte nie ein fairer Kampf sein – und es ist auch keiner«, erklärte er. Die Vereinigten Staaten würden den Gegner gezielt angreifen, solange er geschwächt sei. »Wir schlagen zu, während sie am Boden liegen«, sagte der Minister. »Und genau so sollte es sein.«

»Siebenmal intensiver«

Nach Darstellung des Pentagon hat die Operation bereits jetzt eine außergewöhnliche Intensität erreicht. Die eingesetzte Luftmacht sei doppelt so groß wie während der sogenannten »Shock and Awe«-Angriffe zu Beginn des Irakkrieges von 2003 gewesen, sagte Hegseth. Gleichzeitig sei der Einsatz »siebenmal intensiver« als frühere israelische Militäroperationen gegen iranische Ziele im Juni vergangenen Jahres.

Und die Offensive werde noch ausgeweitet: »Weitere und größere Angriffswellen sind unterwegs«, kündigte der Minister an. »Wir haben gerade erst begonnen.«

Hegseth zeichnete ein Bild eines weitgehend zerschlagenen iranischen Militärs. Viele führende Funktionäre seien getötet worden, andere versteckten sich in Bunkern. Ein koordinierter Gegenschlag sei kaum noch möglich.

»Die iranischen Spitzenführer sind tot«, sagte er. Auch Mitglieder eines Gremiums, das über eine mögliche Nachfolge hätte entscheiden können, seien »tot, verschwunden oder zu verängstigt, um sich im selben Raum zu treffen«.

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Torpedoangriff durch US-U-Boot

»Die iranische Luftwaffe existiert nicht mehr«, erklärte der Minister. »Gebaut für 1996 – zerstört im Jahr 2026.« Auch die Marine sei weitgehend vernichtet worden. Viele Schiffe lägen auf dem Grund des Persischen Golfs. Ein besonders wichtiges Kriegsschiff sei erst in der Nacht zuvor versenkt worden.

Hegseth berichtete zudem von einem Angriff im Indischen Ozean. Ein amerikanisches U-Boot habe dort ein iranisches Kriegsschiff mit einem Torpedo versenkt, obwohl dieses sich in internationalen Gewässern sicher geglaubt habe.

Der Minister bezeichnete den Angriff als »leisen Tod«. Es sei das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg gewesen, dass ein feindliches Schiff durch einen Torpedo versenkt worden sei.

Der Verteidigungsminister ging auch auf Verluste auf amerikanischer Seite ein. In den ersten Tagen der Kämpfe seien sechs US-Soldaten durch iranische Raketenangriffe ums Leben gekommen. »Wir werden sie rächen. Daran besteht kein Zweifel«, erklärte Hegseth.

Klare Kriegsziele

Die strategischen Ziele der Operation seien eindeutig, sagte der Minister. Die Vereinigten Staaten wollten Irans Raketen- und Drohnenarsenal zerstören, dessen Marine ausschalten und den Weg Teherans zu Atomwaffen endgültig blockieren. »Iran wird niemals eine Atombombe besitzen – nicht unter unserer Aufsicht. Niemals«, sagte Hegseth.

»Wenn ein paar Drohnen durchkommen oder tragische Dinge passieren, steht das sofort auf der Titelseite«, sagte er. Dabei werde übersehen, dass die Vereinigten Staaten inzwischen den Luftraum und die Gewässer rund um Iran kontrollierten.

Zum Abschluss unterstrich Hegseth erneut den Anspruch der USA, den Konflikt eindeutig zu entscheiden. »Vier Tage nach Beginn haben wir gerade erst angefangen zu kämpfen«, sagte er. »Amerika kämpft, um zu gewinnen – und in der Operation Epic Fury tun wir genau das.« im

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