Medien

Ägyptische TV-Serie wünscht Zerstörung Israels herbei

»Die Serie kehrt zu der alten Erzählung von der Zerstörung Israels zurück«: Israelfeindliche Proteste in Kairo (2017) Foto: dpa

Eine ägyptische Fernsehserie, die in der Zukunft eine Zerstörung Israels andeutet, hat scharfe Kritik ausgelöst. Das israelische Außenministerium teilte am Sonntag mit, der Inhalt der Serie sei »bedauernswert und inakzeptabel, besonders zwischen Ländern, die seit 41 Jahren einen Friedensvertrag haben«.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Serie »Al Nihaja« (Das Ende) spielt im Jahr 2120 in einem nicht näher definierten Wüstenland. Ein Computertechniker (gespielt von Schauspieler Jussuf Al Scharif) muss darin seinen Weg durch eine verfallene, von Computern beherrschte Welt finden. In der ersten Folge, die in Ägypten am Freitag ausgestrahlt wurde, lernen Kinder einer Schulklasse über den »Krieg zur Befreiung Jerusalems«.

Israels ehemaliger Botschafter in Kairo, Izchak Levanon, sagte dem israelischen Armeesender am Sonntag: »Die Serie wäre ohne Zustimmung der Führung in Kairo nicht gezeigt worden. Sie kehrt zu der alten Erzählung von der Zerstörung Israels zurück, etwas, was wir vorher nicht gesehen haben. Wir dürfen das nicht schweigend hinnehmen.«

Ägypten war 1979 das erste arabische Land, das einen Friedensvertrag mit Israel unterzeichnete. Trotzdem sind die Beziehungen zwischen beiden Ländern bis heute unterkühlt. Israel betrachtet den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi aber als Verbündeten.

Fernsehserien und Filme sind während des muslimischen Fastenmonats Ramadan, der in Ägypten am Freitag begann, besonders beliebt. Für diese Zeit stellen viele TV-Sender ein besonderes Programm zusammen. Viele Familien verbringen diese Zeit zu Hause.  dpa

Nahost

Israels Armee würde »mit Macht« auf iranischen Angriff reagieren

Im Iran gehen Tausende gegen die Führung des Landes auf die Straße. US-Präsident Trump erwägt laut Berichten Militärschläge. Der Iran warnte deshalb auch Israel

 11.01.2026

Iran

Iranisches Regime droht mit Angriff auf US-Stützpunkte

Seit rund zwei Wochen gehen Menschen im Iran auf die Straße. US-Präsident Trump warnte Teheran vor Gewalt gegen die Protestierenden. Laut Berichten erwägt er Militärschläge. Das Mullah-Regime warnt

 11.01.2026

Waffenruhe

Israelische Armee bereitet Offensive auf Gaza-Stadt vor

Sollte sich die Hamas nicht freiwillig entwaffnen, will die Armee den Angriff noch im März beginnen

 11.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  10.01.2026

Knesset

In den Startlöchern

Israels Parteien bereiten sich auf die Wahl vor

von Sabine Brandes  10.01.2026

Nachrichten

Wetter, Katargate, Bevölkerung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  10.01.2026

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

von Wolf J. Reuter  10.01.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Proteste im Iran und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF

Die Mullahs sollen weg, der Schah soll kommen: Dafür hat die Linke gerade keine Erklärung parat - und mit ihr auch nicht die links geprägten Redaktionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks

von Christoph Lemmer  10.01.2026

Gesellschaft

»Habaita« – das Wort des Jahres in Israel

Ein simpler hebräischer Ausdruck aus drei Silben bezeichnet das Gefühl eines ganzen Landes

von Sabine Brandes  10.01.2026