Laubhüttenfest

Ab in die Wüste

Naturerlebnis im Negev Foto: Sabine Brandes

Es wäre nicht Israel, wenn es nicht sogar unterm Palmendach klingeln und simsen würde. Selbstverständlich wird auch in der Laubhütte gesurft, gespielt und getextet. Die Fotos der geschmückten Sukka werden direkt aus dem Garten auf Facebook gepostet, Freunde per SMS zum Kaffee in die Hütte geladen. Immer mehr Israelis jedoch wollen zurück zur Natur. Zumindest in der Sukkotwoche suchen sie Ruhe und Besinnung – auf den Spuren der Vorväter.

Wer authentischer spüren möchte, wie es den Ahnen seinerzeit ergangen ist, der fährt gen Süden. Mit nicht viel mehr als einem Zelt und einigen Lebensmitteln beladen, machen sich viele israelische Familien auf, die Wüsten des Landes zu erkunden. Efrat Katz ist jedes Jahr mit ihrer ganzen Familie in der Negev unterwegs: »Ich liebe diese Zeit. Sie gibt mir das Gefühl, mit unseren Vorfahren verbunden zu sein, wirklich zu spüren, was es heißt, jüdisch zu sein. Es hat nichts mit Esoterik zu tun, sondern mit Besinnung auf unsere Wurzeln.«

natur Besonders stilecht kann man sich in der »Sukka bamidbar« – der Hütte in der Wüste – zurückziehen. Sieben Kilometer westlich von Mizpe Ramon liegen die ökologisch gebauten Unterkünfte, die mit Solarstrom beleuchtet werden, inmitten unberührter Natur.

»Die Sukka ist zum Symbol für wahre Freiheit durch Vertrauen geworden«, heißt es auf der Website der Betreiber, »im Gegensatz zu der Illusion der Sicherheit, die wir mit unseren festen Häusern erzeugen wollen.« Wer also die Sterne so leuchten sehen möchte wie die Vorväter, lässt iPhone und Laptop zu Hause und macht sich auf den Weg in die israelische Wüste.

Tel Aviv/Lod

Ben Gurion Airport: Nur jeder dritte Flug startet pünktlich

Die auf dem Flughafen geparkten Tanker der US-Luftwaffe sind nur einer von mehreren Gründen für ständige Verspätungen

 31.07.2026

Libanon

Reaktion auf Drohnenangriff: Israel sprengt Hisbollah-Tunnelsystem

Auslöser für die nun erfolgte Zerstörung sei ein Drohnenangriff der Hisbollah am Mittwoch gewesen, erklären Ministerpräsident Netanjahu und Verteidigungsminister Katz

 31.07.2026

Großbritannien

Hackney will Städtepartnerschaft mit Haifa beenden

Ratsherr Simche Steinberger wirft der Ratsmehrheit vor, die sechs jüdischen Ratsmitglieder überhaupt nicht konsultiert zu haben

 31.07.2026

Tel Aviv

»Und dann musste ich mein eigenes Grab schaufeln«

Über zwei Jahre lang war Evyatar David in Gewalt der Hamas. Jetzt berichtet er davon, wie er – ausgezehrt und geschwächt – sein eigenes Grab ausheben musste

 31.07.2026

Meinung

Bringt Israel die Vereinten Nationen zu Fall?

Die obsessive Fixierung der UN auf den jüdischen Staat steht im Widerspruch zu ihren ursprünglichen Werten. Diese Heuchelei wird der Staatengemeinschaft irgendwann noch zum Verhängnis werden

von Daniel Neumann  30.07.2026

Kairo

Verhandler sollen Fortschritte bei Hamas-Entwaffnung gemacht haben

Die Hamas signalisiert Bereitschaft, ihre Waffen unter Aufsicht der palästinensischen Übergangsverwaltung zu stellen. Im Gegenzug fordert sie einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen

 30.07.2026

Berlin

Antisemitismus ohne Scham

Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin-Mitte wurde nach eigenen Angaben auf der Straße mit dem Tode bedroht

von André Anchuelo  30.07.2026 Aktualisiert

Investition

Finanzierung für Stadtbahn im Norden steht

Von Haifa nach Nazareth mit der Bahn? Ab 2029 soll dies möglich sein. Das Projekt kostet viel Geld

 30.07.2026

Gaza

Zukunft ungewiss

Seit Monaten stagniert Trumps Gaza-Plan. Können ein israelisches Pilotprojekt in Rafah und das versprochene Ende der Hamas-Regierung daran etwas ändern? Eine Analyse

von Joshua Schultheis  30.07.2026