Laubhüttenfest

Ab in die Wüste

Naturerlebnis im Negev Foto: Sabine Brandes

Es wäre nicht Israel, wenn es nicht sogar unterm Palmendach klingeln und simsen würde. Selbstverständlich wird auch in der Laubhütte gesurft, gespielt und getextet. Die Fotos der geschmückten Sukka werden direkt aus dem Garten auf Facebook gepostet, Freunde per SMS zum Kaffee in die Hütte geladen. Immer mehr Israelis jedoch wollen zurück zur Natur. Zumindest in der Sukkotwoche suchen sie Ruhe und Besinnung – auf den Spuren der Vorväter.

Wer authentischer spüren möchte, wie es den Ahnen seinerzeit ergangen ist, der fährt gen Süden. Mit nicht viel mehr als einem Zelt und einigen Lebensmitteln beladen, machen sich viele israelische Familien auf, die Wüsten des Landes zu erkunden. Efrat Katz ist jedes Jahr mit ihrer ganzen Familie in der Negev unterwegs: »Ich liebe diese Zeit. Sie gibt mir das Gefühl, mit unseren Vorfahren verbunden zu sein, wirklich zu spüren, was es heißt, jüdisch zu sein. Es hat nichts mit Esoterik zu tun, sondern mit Besinnung auf unsere Wurzeln.«

natur Besonders stilecht kann man sich in der »Sukka bamidbar« – der Hütte in der Wüste – zurückziehen. Sieben Kilometer westlich von Mizpe Ramon liegen die ökologisch gebauten Unterkünfte, die mit Solarstrom beleuchtet werden, inmitten unberührter Natur.

»Die Sukka ist zum Symbol für wahre Freiheit durch Vertrauen geworden«, heißt es auf der Website der Betreiber, »im Gegensatz zu der Illusion der Sicherheit, die wir mit unseren festen Häusern erzeugen wollen.« Wer also die Sterne so leuchten sehen möchte wie die Vorväter, lässt iPhone und Laptop zu Hause und macht sich auf den Weg in die israelische Wüste.

Nahost-Politik

CDU könnte Stopp deutscher Zahlungen an UNRWA beschließen

Am Wochenende findet der Bundesparteitag der CDU in Stuttgart statt. Beschlossen werden könnte auch ein Antrag zu deutschen Zahlungen an die Palästinenser, der es in sich hat

von Michael Thaidigsmann  18.02.2026

Kulturerbe

Die vergessenen Synagogen

In den Straßen Tel Avivs verbergen sich Hunderte ehemalige Bet- und Lehrhäuser – Zeugen einer orthodoxen Blütezeit, die heute nur noch wenigen bekannt ist

von Henry Jakubowicz  18.02.2026

Gaza

Fallschirmjäger stirbt durch Eigenbeschuss

Der 21-jährige Stabsunteroffizier Ofri Yafe, Angehöriger der Aufklärungseinheit der Fallschirmjäger, wurde während einer Operation im Raum Chan Junis tödlich verletzt

 18.02.2026

Olympische Winterspiele

»Ganz Israel kann stolz sein«

Adam Edelman spricht im Interview über Israels Olympia-Premiere im Bob, Teamgeist und sportlichen Ehrgeiz

von Sabine Brandes  18.02.2026

Wirtschaft

Schekel auf 30-Jahres-Höhenflug

Kurzfristig könnten importierte Waren für Israelis billiger werden - für die Exportwirtschaft aber birgt starke Währung Gefahren

von Sabine Brandes  18.02.2026

Westjordanland

Rabbiner aus Siedlungen warnen vor Gewalt

Zehn geistliche Autoritäten erklärten, Übergriffe schadeten dem gesamten Siedlungsprojekt und könnten dessen Zukunft gefährden

 18.02.2026

Ramle

Magische Bootsfahrt unter der Erde

In einer versteckten Zisterne unter der Stadt schippert man durch 1200 Jahre Geschichte

von Sabine Brandes  17.02.2026

Tom Shoval

»Es ist schwer, den Kreis zu schließen«

Im Rahmen der Berlinale wird die Doku »A Letter to David« gezeigt, dieses Mal als komplette Version. Ein Interview mit dem Regisseur

von Katrin Richter  17.02.2026

Jerusalem

Während des Krieges: Israels Militär setzte auf großes Juristenteam

Kommandeuren standen während der Kämpfe bis zu 130 Juristen zur Seite, um operative Entscheidungen rechtlich abzusichern

 17.02.2026