Laubhüttenfest

Ab in die Wüste

Naturerlebnis im Negev Foto: Sabine Brandes

Es wäre nicht Israel, wenn es nicht sogar unterm Palmendach klingeln und simsen würde. Selbstverständlich wird auch in der Laubhütte gesurft, gespielt und getextet. Die Fotos der geschmückten Sukka werden direkt aus dem Garten auf Facebook gepostet, Freunde per SMS zum Kaffee in die Hütte geladen. Immer mehr Israelis jedoch wollen zurück zur Natur. Zumindest in der Sukkotwoche suchen sie Ruhe und Besinnung – auf den Spuren der Vorväter.

Wer authentischer spüren möchte, wie es den Ahnen seinerzeit ergangen ist, der fährt gen Süden. Mit nicht viel mehr als einem Zelt und einigen Lebensmitteln beladen, machen sich viele israelische Familien auf, die Wüsten des Landes zu erkunden. Efrat Katz ist jedes Jahr mit ihrer ganzen Familie in der Negev unterwegs: »Ich liebe diese Zeit. Sie gibt mir das Gefühl, mit unseren Vorfahren verbunden zu sein, wirklich zu spüren, was es heißt, jüdisch zu sein. Es hat nichts mit Esoterik zu tun, sondern mit Besinnung auf unsere Wurzeln.«

natur Besonders stilecht kann man sich in der »Sukka bamidbar« – der Hütte in der Wüste – zurückziehen. Sieben Kilometer westlich von Mizpe Ramon liegen die ökologisch gebauten Unterkünfte, die mit Solarstrom beleuchtet werden, inmitten unberührter Natur.

»Die Sukka ist zum Symbol für wahre Freiheit durch Vertrauen geworden«, heißt es auf der Website der Betreiber, »im Gegensatz zu der Illusion der Sicherheit, die wir mit unseren festen Häusern erzeugen wollen.« Wer also die Sterne so leuchten sehen möchte wie die Vorväter, lässt iPhone und Laptop zu Hause und macht sich auf den Weg in die israelische Wüste.

Krieg gegen Iran

Medienbericht: Trump will Mullahs nur wenige Tage Zeit geben

Als der US-Präsident am Dienstag einseitig eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran verkündete, nannte er keine neue Frist. Unbegrenzt verlängern, will er sie US-Medien zufolge aber nicht

 22.04.2026

Nachrichten

Wohnen, Defizit, Währung

Meldungen aus Israel

von Sabine Brandes  22.04.2026

Nahost

Voller Vorurteile

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  22.04.2026

Kommentar

Was hat der Konflikt mit dem Iran Israel gebracht?

Eine ernüchternde Bilanz von Roman Haller

 22.04.2026

Meinung

Die Isaac Accords – Kooperation statt Symbolik

Im Gegensatz zu den Abraham Accords geht es bei dem Vertrag zwischen Argentinien und Israel nicht um eine Normalisierung der Beziehungen, sondern um eine Vertiefung. Gerade darin liegt seine politische Logik

von Carsten Ovens  22.04.2026

Berlin

Israelischer Starkoch auf den Spuren seiner deutschen Großmutter

Schnitzel - das klingt erst einmal sehr deutsch. Dieses Schnitzel allerdings kommt anders daher. Ein Besuch im Berliner Restaurant »Berta«, das ein israelischer Starkoch nach seiner deutschen Großmutter benannt hat

von Nina Schmedding  22.04.2026

Jerusalem

Klima-Forscher: Teile Israels könnten unbewohnbar werden

Israelische Klimaforscher sagen, der südliche Arava-Raum, Eilat sowie das Jordantal seien besonders gefährdet

 22.04.2026

Westjordanland

Berichte über Verletzte nach Siedler-Angriff

Radikale Siedler haben Berichten zufolge in einem Dorf palästinensischen Besitz in Brand gesteckt. Mehrere Menschen mussten wegen einer Rauchvergiftung behandelt werden

 22.04.2026

Terroristen-Gefängnis

Hamas-Terroristen belästigten Reservistinnen sexuell

Eine Reservistin sagt dem Sender KAN, Häftlinge hätte vor ihr masturbiert und ihr erniedrigende Blicke zugeworfen. Die psychischen Folgen seien bis heute spürbar

 22.04.2026