Ben Gurion Airport

4000 Jahre jüdisches Leben

»Am Yisrael Chai« des Künstlers Julio Carrasco Breton Foto: ILAN

Wer Israel besucht oder nach einem Aufenthalt das Land durch den Flughafen-Terminal 3 verlässt, läuft einen langen Gang zwischen Flugsteigen und Passkontrolle entlang. Regelmäßig wird dort besondere Kunst ausgestellt, die mit Israel in Zusammenhang steht. Jetzt ist ein neues Wandgemälde, passend zum 75. Geburtstag des jüdischen Staates, »Am Yisrael Chai« (das jüdische Volk lebt) am Ben-Gurion-Flughafen installiert worden. Darauf zu sehen: 50 Meter jüdisches Leben.

Das Werk, das die Geschichte des Volkes Israel erzählt, gelangte über die Organisation ILAN (Israel and Latin America Network) nach Tel Aviv. ILAN setzt sich für die Stärkung der Beziehungen zwischen Lateinamerika und Israel ein. In der vergangenen Woche ist das Wandgemälde enthüllt worden. Mit dabei waren Verkehrsministerin Miri Regev, der Vorsitzende der Zionistischen Weltorganisation, Yaakov Hagoel, der Präsident und Gründer von ILAN, Isaac Asa, und der Künstler Julio Carrasco Breton.

nation »Dieses einzigartige Wandgemälde ist das erste Kunstwerk der Welt, das die Geschichte einer Nation in der Malerei erzählt – über Generationen hinweg«, sagte ILAN-Präsident Asa stolz.

Bei dem Bild, das fünf Meter hoch ist, entspringt einer grafischen Kunstform, die ihren Ursprung in der südamerikanischen und mexikanischen Kultur hat. Das Gemälde beschreibt »4000 Jahre und erzählt die Geschichte des jüdischen Volkes von der Erschaffung Adams bis zur Gründung der Nation Israel. Es stellt den Auszug aus Ägypten dar, den Tempel in Jerusalem, Propheten und Könige, die Verbannten in Spanien und Europa, die Weisen Spaniens und den Chassidismus bis zum Holocaust sowie die zionistische Vision und ihre Verwirklichung«, heißt es in der Erklärung von ILAN.

Ebenso wird der Staat Israel seit der Gründung über Kriege, Innovationen, Landschaften, Politiker, Wissenschaftler, Denker und kulturelle Ereignisse thematisiert. Der Flughafen ist dabei nur die erste Station: »Am Yisrael Chai« wird an vielen Orten im Land sowie in jüdischen Gemeinden weltweit präsentiert.

Jerusalem

Netanjahu unter Druck: Wird der Iran-Krieg zum Bumerang?

Der Ministerpräsident versprach einen Triumph, Kritiker sprechen von einer Niederlage. Wie der Iran-Krieg Israels Verhältnis zu den USA und Trumps Loyalität auf die Probe stellt

von Sara Lemel  18.06.2026

Meinung

Letzte Chance für die Linke

Viele Juden haben »Die Linke« schon abgeschrieben. Doch nach wie vor gibt es dort Mitglieder, die den Antisemitismus innerhalb der Partei bekämpfen. Hoffentlich setzen sie sich auf dem Bundestreffen in Potsdam durch

von Mascha Malburg  18.06.2026

Terror

Juden für Iran ausgespäht: Spionageprozess beginnt

Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg beginnt der Prozess gegen zwei Männer, die im Auftrag des Irans gezielt Juden und Israel-Freunde für Anschläge ausgespäht haben sollen

 17.06.2026

Diplomatie

Somaliland eröffnet Botschaft in Jerusalem

Es handelt sich bereits um die achte diplomatische Vertretung, die in der israelischen Hauptstadt eröffnet wurde

 17.06.2026

Belarus

Antisemitische Ausfälle aus Minsk

Ein Interview des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko belastet das bilaterale Verhältnis mit Israel

von Alexander Friedman  17.06.2026

TV-Tipp

Das Leben arabischer Transpersonen in Israel

Eine Arte-Dokumentation porträtiert Transpersonen aus Gaza, die im Exil in Tel Aviv den Traum ihrer sexuellen Selbstbestimmung zu verwirklichen versuchen

von Manfred Riepe  17.06.2026

Wonderwerk-Höhle

Forscher finden älteste Spuren gezielter Feuernutzung

Auch die israelische Wissenschaftlerin Liora Kolska Horwitz von der Hebräischen Universität Jerusalem ist an der bahnbrechenden Entdeckung beteiligt

 17.06.2026

Jerusalem

Likud verzichtet auf Wahlkampf mit Trump-Nähe als zentralem Thema

Parteistrategen meinen, dass Benjamin Netanjahus Verbindung zum amerikanischen Präsidenten dem Ministerpräsidenten keinen Vorteil verschaffen würde. Hintergrund ist der neue Iran-Deal

 17.06.2026

Tel Aviv

Israelischer Luftwaffenchef: Geplanter Großangriff auf Iran kurz vor Start gestoppt

Generalmajor Omer Tischler sagt, die Einsatzkräfte seien bereits vollständig für die Mission vorbereitet gewesen

 17.06.2026