Jerusalem

2700 Jahre altes Ferkel-Skelett in der Davidsstadt

Blick auf die Davidsstadt Foto: Flash90

Der Fund eines rund 2700 Jahre alten Schweineskeletts in der Jerusalemer Davidsstadt gibt Archäologen und Rabbinern Rätsel auf. Bei Ausgrabungen südlich des Tempelbergs stießen die Forscher um Joe Uziel von der israelischen Antikenbehörde auf einen Raum, in dem offensichtlich Speisen zubereitet und gegessen wurden, berichtet die Zeitschrift »Near Eastern Archaeology«.

Neben zahlreichen Knochenfunden geschlachteter Schafe und Ziegen fand sich demnach ein komplettes Ferkel-Skelett – obwohl die biblischen Speisegesetze den Juden den Konsum von Schweinefleisch strikt verbieten. Es sei freilich nicht der erste Hinweis, dass in der Periode des 586 v.d.Z. zerstörten Ersten Tempels, in der Eisenzeit, gelegentlich auch Juden Schweinefleisch aßen, schreibt Uziel.

zucht Bei Ausgrabungen aus jener Epoche in Jerusalem und an anderen Stätten des Königreichs Juda machten Schweineknochen etwa zwei Prozent der ausgegrabenen Tierreste aus, zitieren israelische Medien die Archäologen. Es gebe mehrere Hinweise auf die Zucht von Hausschweinen zu Nahrungszwecken.

Auch das bei den Grabungen in der Davidsstadt gefundene Ferkel sei offensichtlich zum Verzehr bestimmt gewesen. Allerdings endete es nicht beim Schlachter, sondern wurde von Mauerresten erschlagen, möglicherweise bei einem Erdbeben. Die jüdischen Speisevorschriften, die den Genuss von Schweinefleisch untersagen, hätten sich demnach erst in späteren Jahrhunderten herausgebildet, heißt es dazu. kna/ja

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  01.01.2026

Israel

Sinkendes Bevölkerungswachstum in Israel

Die demografische Entwicklung in Israel ändert sich. Neueste Zahlen manifestieren den Trend der vergangenen Jahre

 01.01.2026

Israel

Hightech-Gründer und Philantrop: Morris Kahn ist tot

Er wollte Israel zum Mond bringen. Der israelische Unternehmer und Philanthrop Morris Kahn starb im Alter von 95 Jahren

 01.01.2026

Gesundheit

»Trinken, Schlafen und Bewegung«

Damit 2026 ein gesundes Jahr wird: Jonathan Rabinowitz empfiehlt kleine Veränderungen im Alltag für mehr Wohlbefinden

von Sabine Brandes  01.01.2026

Terror

Warum?

Die nichtjüdische Deutsche Carolin Bohl wurde am 7. Oktober 2023 von der Hamas brutal ermordet. Hier nimmt ihre Mutter Abschied von der geliebten Tochter

von Sonja Bohl-Dencker  31.12.2025

Gaza

Bericht: USA und Israel setzen Hamas Frist für Waffenabgabe

Die USA und Israel haben sich auf eine Frist für die Entwaffnung der Hamas geeinigt. Diese ist Voraussetzung für Frieden in Gaza

 31.12.2025

USA

Die Eltern der letzten Geisel treffen Trump

Die Eltern von Ran Gvili kämpfen dafür, dass die zweite Phase von Trumps Gaza-Plan erst beginnt, wenn ihr Sohn wieder zu Hause ist

 31.12.2025

Deutschland

Bildungszentrum von Yad Vashem soll Leerstelle füllen

Das in Deutschland geplante Bildungszentrum der Gedenkstätte Yad Vashem soll ein größeres Bild in den Dialog der Erinnerungskultur bringen

 31.12.2025

Hintergrund

Das steckt hinter »Katargate«

Die Affäre um vermeintliche Zahlungen von Doha an Netanjahu-Berater und Medien-Leaks zieht immer weitere Bahnen

von Sabine Brandes  30.12.2025