Jerusalem

2000 Jahre alte Mikwe in Gethsemane entdeckt

Der Garten der Gethsemane-Kirche außerhalb der Jerusalemer Altstadt Foto: Flash 90

Israelische Archäologen und Forscher des »Studium Biblicum Franciscanum« haben Reste einer byzantinischen Kirche sowie ein 2000 Jahre altes jüdisches Ritualbad (Mikwe) im Garten Gethsemane am Fuß des Ölbergs in Jerusalem gefunden. Es handele sich um eine der ersten archäologischen Funde aus der Zeit des Zweiten Tempels – der Zeit Jesu - in Gethsemane, heißt es in einer Mitteilung der israelischen Antikenbehörde (IAA).

Der Fund antiker Ruinen bei Infrastrukturarbeiten für ein Besucherzentrum und einen Tunnel zwischen dem Kidrontal und der modernen Kirche der Nationen habe die IAA zusammen mit der Kustodie und dem Studium Biblicum Franciscanum zu den Grabungen veranlasst.

ÖLPRESSE Der Fund eines Ritualbads ist den Forschern zufolge vermutlich eine Bestätigung des antiken Namens Gethsemane, Hebräisch »Gat Schemanim« (Ölpresse). Während die meisten Mikwen in Privathäusern oder öffentlichen Gebäuden gefunden wurden, habe es auch Freiluft-Ritualbäder in der Nähe von landwirtschaftlichen Einrichtungen und Gräbern gegeben.

Die nun gefundene Mikwe deute auf landwirtschaftliche Aktivitäten vor 2000 Jahren, mutmaßlich die Produktion von Öl oder Wein, die nach jüdischem Religionsrecht besonderen Reinheitsvorschriften unterliegt.

ALTER Gethsemane sei eines der wichtigsten Heiligtümer im Heiligen Land, sagte der oberste Hüter der katholischen heiligen Stätten im Heiligen Land, Franziskanerkustos Francesco Patton. Die jüngsten Ausgrabungen bestätigten das hohe Alter des christlichen Gedächtnisses und der Tradition, die mit dem Ort verbunden sei.

Die Forscher fanden Überreste einer bisher unbekannten Kirche aus dem 6. Jahrhundert. Aufwändige Steinverzierungen verweisen den Angaben zufolge auf die Bedeutung des Baus. Unter anderem wurde eine griechische Inschrift im Kirchenboden gefunden. Experten entzifferten den Text »Für die Erinnerung und Ruhe der Liebenden Christi (Kreuz). Gott, der du das Opfer Abrahams empfangen hast, nimm das Opfer deiner Diener an und gib ihnen Vergebung der Sünden. (Kreuz) Amen«.

OMAJADENZEIT Die Nutzung der Kirche bis in die Omajjadenzeit (8. Jahrhundert), deute darauf hin, dass christliche Pilgerreisen nach Jerusalem auch unter muslimischer Herrschaft anhielten.

Ferner fanden die Forscher Überreste eines großen, mehrräumigen Gebäudes aus dem Mittelalter, das sie als Hospiz oder Kloster identifizierten. Zu der vermutlich unter ayyubidischer Herrschaft zerstörten Anlage gehörten ein ausgefeiltes Wassersystem sowie zwei große Zisternen. kna

Teheran

Iran meldet landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur

Mehrere Autobahnen und Eisenbahnbrücken im Iran wurden laut Berichten angegriffen. In Ost-Aserbaidschan bleibt eine wichtige Strecke gesperrt

 07.04.2026

Teheran

Iran meldet Angriff auf Eisenbahnbrücke

Israels Militär droht mit Angriffen auf das iranische Schienennetz. Nur wenige Stunden später meldet der Iran die Bombardierung einer Eisenbahnbrücke

 07.04.2026

Haifa

Vier Opfer eines iranischen Angriffs als Mitglieder einer Familie identifiziert

Die Eheleute Wladimir Gershovitz und Lena Ostrovsky Gershovitz, deren Sohn Dimitri sowie dessen Frau Lucille-Jane sind am Sonntag bei einem Raketeneinschlag in Haifa getötet worden. Die Anteilnahme im Land ist groß

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

5 Gründe den jüdischen Staat zu lieben - mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Teheran

Iran meldet Explosionen auf Ölinsel Charg

Bereits Mitte März wurde die Insel Charg im Persischen Golf bombardiert. Nun melden iranische Medien eine Reihe neuer Explosionen

 07.04.2026

Türkei

Medien: Schüsse vor Israels Konsulat in Istanbul - zwei Angreifer getötet

Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul sind Schüsse gefallen. Zwei Angreifer werden Medienberichten zufolge getötet

 07.04.2026

Teheran

Bericht: Synagoge in Teheran bei israelischem Angriff beschädigt

Ein Luftangriff hat laut iranischen Angaben eine Synagoge in Teheran schwer beschädigt. Was bisher bekannt ist

 07.04.2026

Jerusalem

Nach Rassismus-Skandal: Netanjahu entlässt seinen Kabinettschef

Zvi Agmon soll sephardische Abgeordnete rassistisch beleidigt haben. Seinen Posten als Kabinettschef muss er nun räumen

 07.04.2026

Iran-Krieg

Angriffe auf Schienennetz? Israel warnt Iraner

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit Angriffen auf Infrastruktur, die auch zivil genutzt wird. Israel spricht jetzt eine Warnung direkt an die Bevölkerung aus

 07.04.2026