Israel

2000 Jahre alte jüdische Siedlung entdeckt

Archäologische Ausgrabungen in Beer Sheva in der Negev-Wüste (Symbolbild) Foto: dpa

Archäologen sind bei der israelischen Stadt Beer Sheva in der Negev-Wüste auf die Überreste einer fast 2000 Jahre alten jüdischen Siedlung gestoßen. Darunter befand sich auch die Scherbe einer Öllampe, auf der eine Menora zu sehen ist.

»Das ist wahrscheinlich eine der frühesten künstlerischen Abbildungen einer Menora, die bisher entdeckt wurde«, erklärt Peter Fabian, Archäologe an der Ben-Gurion Universität in Beer Sheva.

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WACHTURM Die Ausgrabungsfläche erstreckt sich laut der israelischen Altertumsbehörde auf 2000 Quadratmetern, das entspricht etwa der Fläche von acht Tennisplätzen. Es handele sich um mehrere Strukturen, »darunter die Grundmauern eines großen Wachturms, antike Abfallgruben und Strukturen im Untergrund, die wahrscheinlich als Mikwe genutzt wurden«, sagte Fabian.

Die Ausgrabungen wurden in Auftrag gegeben, weil nördlich von Beer Sheva ein neues Wohngebiet entstehen soll.

Es gebe zudem Hinweise auf einen Brand, wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem ersten Aufstand der Juden gegen die Römer. Die Forscher vermuten außerdem weitere Tunnel unter der Anlage, möglicherweise aus der Zeit des dritten jüdischen Aufstandes. Die Ausgrabungen wurden in Auftrag gegeben, weil am Stadtrand nördlich von Beer Sheva ein neues Wohngebiet entstehen soll.  dpa/ja

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