München

»Wärme des Herzens«

Charlotte Knobloch gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern Foto: Miryam Gümbel

»Sie arbeiten im Rabbinat, in der Schule, dem Kindergarten, im Seniorenheim oder der Bibliothek. Sie helfen als Dolmetscher, Handwerker oder Kursleiter. Sie betreuen Gruppen und kleinere Projekte.« Mit diesen Worten umriss Präsidentin Charlotte Knobloch bei der Feier für die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen der IKG Ende vergangenen Jahres die verschiedenen Felder, in denen freiwillige Helfer in der Kultusgemeinde arbeiten.

Ein großer Teil der Ehrenamtlichen stammt aus der ehemaligen Sowjetunion – und der Kreis der engagierten Helfer wächst von Jahr zu Jahr. Dass ihre Arbeit gut ankommt, zeigen die zahlreichen Einträge im Gästebuch, aus dem Tatyana Makhova einige Dankesbezeugungen vortrug. Ihr dankte die Leiterin der IKG-Sozialabteilung, Olga Albrandt, ebenso wie der Präsidentin Charlotte Knobloch und dem Vorstand, aus dem auch Abi Pitum und Ariel Kligman anwesend waren.

Team Neben der jährlichen Feier mit Abendessen und Tanz bietet die IKG dem Helferteam in jedem Jahr einen Ausflug – diesmal nach Kufstein. Vom Rabbinat waren der russischsprachige Rabbiner Avigdor Bergauz gekommen, der sich hier seit zehn Jahren gemeinsam mit seiner Frau Sara in vielfältiger Weise einbringt.

Gastrabbiner Israel Meir Levinger, der seit Herbst in München ist, stellte sich bei der Gelegenheit vor. Er ging auch auf das Ehrenamt ein: »Was hat ein Mensch in seinem Leben? Zeit und Kapital! Und wenn jemand bereit ist, eines von beidem zu opfern, dann gibt er einen Teil von seinem Leben. Was Freiwillige machen, hat eine besondere Bedeutung.« Deshalb komme den Ehrenamtlichen ein besonderer Dank zu, betonte der Rabbiner. Denjenigen, die anderen aus ihrem Herzen heraus eine Freude machten, denen werde Gott den Lohn geben. Levinger wünschte ihnen zum Abschluss seiner kurzen Ansprache Gesundheit, Erfolg und ein langes Leben.

Freude Darauf und auf eine von Charlotte Knobloch zitierte Studie der University of Michigan, nach der ehrenamtliche Helfer fünf bis sieben Jahre länger lebten als der Durchschnitt, griff dann auch Ariel Kligman zurück: Er spüre bei jedem der Freiwilligen die Wärme des Herzens und die Freude, die sie bei ihrer Hilfe nicht nur schenken, sondern auch selbst haben. Und Freude verlängere schließlich das Leben, so Kligman.

Von freudiger Stimmung war an diesem Abend auch deutlich die Feier geprägt. Neben dem Vortrag der Musiker Alina Badover, Viacheslav Dorokhov und Vladimir Gaba gab es viele anregende Gespräche. Dabei hörte Charlotte Knobloch den Anwesenden nicht nur zu, sondern sprach ihnen auch persönlich Dank für das selbstlose Handeln aus, den sie bereits in ihrer Ansprache formuliert hatte.

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