Kurzmeldungen

Treffen, Geschenk

Bürgermeister Becker, US-Botschafter Grenell, Veranstalter Zehden und Stawski, Zentralratspräsident Schuster (v.l.) Foto: Rafael Herlich

Treffen in Frankfurt

Etwa 150 Vertreterinnen und Vertreter von internationalen Organisationen, die sich gegen Antisemitismus und für ein besseres Israel-Bild einsetzen, haben sich am vergangenen Sonntag zum ersten Europäischen Israelkongress in Frankfurt am Main getroffen. Organisiert wurde das Treffen vom Verein »ILI – I Like Israel«. Neben Diskussionen zu Fragen, wie man einseitiger Kritik an Israel am besten entgegentritt und wie man Öffentlichkeit und Politiker informiert, gab es auch Workshops und Expertengespräche. Zentralratspräsident Josef Schuster sagte dabei, Antisemitismus tarne sich zunehmend als Israelkritik: »Früher hieß es ›Nieder mit den Juden‹, heute heißt es häufig ›Nieder mit Israel‹. Dieser Hass gegen den jüdischen Staat darf nicht hingenommen werden.« Auch US-Botschafter Richard Grenell nahm an dem Treffen teil und lobte die Initiative: »Die hier angebotenen Networking- und Schulungsmöglichkeiten für proisraelische Führungskräfte in Europa sind von entscheidender Bedeutung.« ja

Schenken in Magdeburg

Die Stadt Magdeburg hat der Synagogen-Gemeinde ein Grundstück geschenkt. Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) und der Vorstandsvorsitzende der Gemeinde, Wadim Laiter, unterschrieben am Dienstag die Vertragsurkunde zur Übertragung des Grundstückes in der Julius-Bremer-Straße 3, auf dem die Gemeinde eine neue Synagoge errichten will, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Das Grundstück soll in der Julius-Bremer-Straße 3 errichtet werden. »Jüdisches Leben gehört zu Magdeburg, Sachsen-Anhalt und zu Deutschland«, sagte Trümper. »Umso schöner ist es, dass mit dem heutigen Tag das theoretische Fundament für den Bau einer neuen Synagoge in Magdeburg geschaffen und jüdisches Leben in unserer Stadt deutlich sichtbarer wird.« Am 19. September hatte der Stadtrat in nicht-öffentlicher Sitzung beschlossen, dass die Synagogen-Gemeinde das Grundstück erhält. Die geschätzten Baukosten liegen bei rund 2,92 Millionen Euro. Das Land fördert das Bauvorhaben mit rund 2,8 Millionen Euro. Die übrigen finanziellen Mittel werden durch den Förderverein »Neue Synagoge Magdeburg e.V.« sowie Eigenmittel und Spenden realisiert. epd

Frankfurt

Jüdische Gemeinde Frankfurt erhöht Druck auf Hessischen Rundfunk

Im Streit um das in der NS-Zeit enteignete Grundstück der örtlichen B’nai-B’rith-Loge stehen nun auch personelle Konsequenzen im Raum

 25.09.2026

Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Grünen-Ministerin Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit

 14.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Berlin

Wahlkampfdebatte im Gemeindehaus

Die Jüdische Gemeinde lud anlässlich der bevorstehenden Wahl die Spitzenkandidaten von CDU, Linken, Grünen und SPD zum Podiumsgespräch. Am Ende wurde mal wieder über Antisemitismusdefinitionen gestritten

von Debora Eller  10.09.2026

Viktoria Ladyshenski

Schleswig-Holstein

»Wir packen unsere Koffer«

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, warnt, dass die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen wird

 08.09.2026

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Seit Jahren können Schulklassen für Fahrten zu Gedenkstätten Zuschüsse beim Land Sachsen-Anhalt beantragen. Künftig soll auch jüdisches Leben sichtbar gemacht werden, weshalb das Land die Förderung ausweitet

 31.08.2026

Ehrung

Rabbiner Andreas Nachama erhält Berliner Moses-Mendelssohn-Preis         

Er gilt als eine zentrale Figur des jüdischen Lebens in Deutschland: der Rabbiner und Publizist Andreas Nachama. Nun erhält er eine besondere Auszeichnung

von Daniel Zander  31.08.2026

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

 20.08.2026