Berlin

Tausende Pakete

Chag Sameach: Pessachpaket von Chabad Lubawitsch Berlin Foto: Marco Limberg

Obwohl die 20.000 Euro für die traditionelle Pessach-Aktion der Jüdischen Gemeinde zu Berlin aufgrund der Sparmaßnahmen ersatzlos aus dem Wirtschaftsplan gestrichen wurden, konnten die Mitarbeiter der Sozialabteilung dennoch für rund 4.000 Bedüftige Pakete zusammenstellen. »Spenden machen es möglich, dass nun Mazze und Wein an die Bedürftigen gehen«, sagt Anat Bleiberg von der Sozialabteilung.

Verzichten müssten sie allerdings auf das Mehl – denn der Inhalt der Pakete sei etwas reduziert worden. Nachdem absehbar war, dass die Gemeinde diesen Posten nicht mehr finanzieren kann, hatte die Gemeindevorsitzende Lala Süsskind zur privaten finanziellen Unterstützung aufgerufen. »Viele Menschen haben sich beteiligt, manche mit wenig, andere mit recht viel Geld«, so Bleiberg. Auch die Lieferanten hätten mitgeholfen, sodass die Waren fast zu Einkaufspreisen zu erhalten waren. Allerdings habe sie festgestellt, dass sich diesmal mehr bedürftige Gemeindemitglieder als in den vergangenen Jahren bei der Sozialabteilung gemeldet haben.

Inhalt Auch bei Chabad Lubawitsch wurden Pakete gepackt – prall gefüllt. Etwa 1.000 gingen an bedürftige Familien, an Menschen, die derzeit im Krankenhaus liegen oder in einem Gefängnis inhaftiert sind. Am vergangenen Freitag wurden mehrere hundert bereits im Jüdischen Bildungszentrum verteilt. Enthalten sind beispielsweise Tee, Kaffee, gefillte Fisch, Äpfel, Orangen, Zwiebeln, Gurken, Öl, Mazzot, Mehl, Wein, Kuchen – und eine Haggada. 29 Euro gaben die Sponsoren pro Paket. »Manche kommen für ein Paket auf, andere bezahlen 20«, freut sich Rabbiner Shmuel Segal über das Engagement.

In anderen Synagogen wird ebenfalls an die gedacht, die sich das Wichtigste zum Fest nicht leisten können. Zum Beispiel in der Joachimstaler Straße werden Wein und Mazzot ausgegeben, sagt Rabbiner Yitzhak Ehrenberg: »Dafür zu sorgen, dass jeder Jude zu Pessach ausreichend Mazzot und Wein für vier Gläser hat, ist eine wichtige Halacha. Und es ist ein uralter Brauch, dass jeder, der es vermag, Geld dafür spendet«, so der Rabbiner.

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