Porträt

Rostock – Gemeinde im Norden

Foto: Frank Hormann/ nordlicht

Über Jahrzehnte hinweg existierte die jüdische Gemeinschaft Mecklenburg‐Vorpommerns nur auf dem Papier. Auf dem ehemaligen Synagogengrundstück hatte die Stadt ein Wohnhaus errichtet.

Seit 1988 erinnert eine Stele an das in der Pogromnacht zerstörte Gotteshaus. Nach der Wiedervereinigung und dem Beginn der jüdischen Zuwanderung aus den ehemaligen Sowjetrepubliken wurde die jüdische Gemeinde Rostock am 24. April 1994 neu gegründet. Zwei Jahre später erhielt sie von der Stadt ein Haus, das schon bald zu klein für ihre Bedürfnisse war.

2004 konnte sie schließlich ihr neues Gemeindezentrum in einer ehemaligen Schule feierlich eröffnen, 102 Jahre nach der ersten Synagogeneröffnung in der Hansestadt, wie der damalige Ministerpräsident Harald Ringstorff bei der Eröffnung betonte. Heute steht den mehr als 570 Gemeindemitgliedern mit dem Kulturzentrum Schamaim ein Ort für vielfältige Aktivitäten zur Verfügung. Eine Bibliothek, ein Theaterstudio, Religionsunterricht und Sonntagsschule gehören zu den Angeboten. Über Veranstaltungstermine informiert die gemeindeeigene Zeitung.

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