Porträt

Rostock – Gemeinde im Norden

Foto: Frank Hormann/ nordlicht

Über Jahrzehnte hinweg existierte die jüdische Gemeinschaft Mecklenburg-Vorpommerns nur auf dem Papier. Auf dem ehemaligen Synagogengrundstück hatte die Stadt ein Wohnhaus errichtet.

Seit 1988 erinnert eine Stele an das in der Pogromnacht zerstörte Gotteshaus. Nach der Wiedervereinigung und dem Beginn der jüdischen Zuwanderung aus den ehemaligen Sowjetrepubliken wurde die jüdische Gemeinde Rostock am 24. April 1994 neu gegründet. Zwei Jahre später erhielt sie von der Stadt ein Haus, das schon bald zu klein für ihre Bedürfnisse war.

2004 konnte sie schließlich ihr neues Gemeindezentrum in einer ehemaligen Schule feierlich eröffnen, 102 Jahre nach der ersten Synagogeneröffnung in der Hansestadt, wie der damalige Ministerpräsident Harald Ringstorff bei der Eröffnung betonte. Heute steht den mehr als 570 Gemeindemitgliedern mit dem Kulturzentrum Schamaim ein Ort für vielfältige Aktivitäten zur Verfügung. Eine Bibliothek, ein Theaterstudio, Religionsunterricht und Sonntagsschule gehören zu den Angeboten. Über Veranstaltungstermine informiert die gemeindeeigene Zeitung.

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Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Grünen-Ministerin Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit

 14.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Berlin

Wahlkampfdebatte im Gemeindehaus

Die Jüdische Gemeinde lud anlässlich der bevorstehenden Wahl die Spitzenkandidaten von CDU, Linken, Grünen und SPD zum Podiumsgespräch. Am Ende wurde mal wieder über Antisemitismusdefinitionen gestritten

von Debora Eller  10.09.2026

Viktoria Ladyshenski

Schleswig-Holstein

»Wir packen unsere Koffer«

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, warnt, dass die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen wird

 08.09.2026

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Seit Jahren können Schulklassen für Fahrten zu Gedenkstätten Zuschüsse beim Land Sachsen-Anhalt beantragen. Künftig soll auch jüdisches Leben sichtbar gemacht werden, weshalb das Land die Förderung ausweitet

 31.08.2026

Ehrung

Rabbiner Andreas Nachama erhält Berliner Moses-Mendelssohn-Preis         

Er gilt als eine zentrale Figur des jüdischen Lebens in Deutschland: der Rabbiner und Publizist Andreas Nachama. Nun erhält er eine besondere Auszeichnung

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Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

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Frankfurt am Main

Motty Steinmetz stimmt auf die Hohen Feiertage ein

Es dürfte es ein Abend werden, bei dem Musik und Spiritualität besonders eng miteinander verbunden sind

 20.08.2026