Porträt

Regensburg – Eine Gemeinde mit großer Vergangenheit

26.02.2019, Bayern, Regensburg: Die neue Synagoge in der Oberpfälzer Stadt. 500 Jahre nach der Zerstörung der ersten Synagoge in Regensburg hat die jüdische Gemeinde ein neues Gebetshaus bekommen. Foto: Armin Weigel/dpa | Verwendung weltweit Foto: picture alliance/dpa

In Regensburg zu lernen, galt für Talmudstudenten ab der Mitte des 12. Jahrhunderts als besonders wichtig, schließlich wirkte damals dort eines der bedeutenden Rabbinatskollegien.

In den Jahren 1195/96 kam Rabbiner Jehuda ben Samuel he-Chasid (»Jehuda der Fromme«) nach Regensburg und gründete eine berühmte Talmudschule. In der Folge stieg die Stadt für kurze Zeit zum Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit auf.

Der 1969 errichtete neue Gemeindesaal steht ganz in der Nähe der Synagoge, die 1938 zerstört wurde. Bei Bauarbeiten wurden 1995 zufällig die Überreste der Synagoge entdeckt, die 1591 zerstört worden war – an sie sowie an das Gotteshaus, das zur Zeit der berühmten Talmudschule in Regensburg stand, erinnert nunmehr ein vom israelischen Künstler Dani Karavan geschaffenes begehbares Bodenrelief.

Die Gemeinde bietet heute eine Vielzahl an Aktivitäten, darunter Religionsunterricht, Jugendzentrum, Bibliothek, Seniorenklub, Makkabi, Sprachkurse. Über Termine und Angebote informiert die alle zwei Monate erscheinende Zeitung »Geschet«. Die Küche im Gemeindesaal ist koscher.

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