Porträt

Recklinghausen – Historische Gemeinde der Kumpel

Blick in die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Recklinghausen Foto: Bauer

Kohle war, im doppelten Wortsinn, der Grund, warum Ende des 19. Jahrhunderts Zigtausende Menschen aus Osteuropa ins Ruhrgebiet kamen. Unter denen, die sich von der Arbeit in den Schächten und Industrieunternehmen ein besseres Leben als in der Heimat versprachen, waren auch viele Juden.

Die Mitgliederzahl der jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen vervierfachte sich dementsprechend in den 25 Jahren zwischen 1880 und 1905 auf fast 300 Personen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente zunächst die ehemalige jüdische Schule der Stadt als Ersatz für die am 9. November 1938 zerstörte Synagoge. Das Rabbi-Selig-Auerbach-Haus ist mittlerweile ein Begegnungszentrum für die jungen Recklinghäuser Juden. Im Keller befindet sich eine Mikwe.

1997 wurde die neue Synagoge feierlich eröffnet. Den rund 600 Gemeindemitgliedern werden unter anderem eine Bibliothek, ein Seniorentreff, Religionsunterricht, Integrationskurse und eine Jobbörse geboten. Eine eigene Zeitung informiert über aktuelle Veranstaltungen und Termine.

Ausstellung

Neue Heimat

»¿¡Angekommen!?« widmet sich zugewanderten jüdischen Künstlern

von Gerhard Haase-Hindenberg  14.11.2019

Dresden

Gedenken an Pogromnacht

Nora Goldenbogen appelliert, Erinnerung an die Gräueltaten der Nationalsozialisten mahnend wachzuhalten

 10.11.2019

Konstanz

Neue Synagoge eingeweiht

Zentralratsvizepräsident Lehrer: »Zeichen für jüdische Zukunft«

 10.11.2019

Porträt der Woche

»Ich bin der Letzte«

Max Schwab ist Gemeindeältester in Halle und erlebte die Pogromnacht 1938

von Tobias Kühn  10.11.2019

Saarbrücken

Gegen alle Widerstände

Jahrelang kämpfte die Gemeinde für ein angemessenes Schoa-Mahnmal

von Lisa Huth  10.11.2019

Halle

Jüdische Gemeinde wünscht sich Ruhe

Vorsitzender Max Privorozki: »Können kein normales Gemeindeleben mehr führen«

 09.11.2019