München

Oscar der Zedaka

Moderatorin Anuschka Horn, Präsidentin Charlotte Knobloch und WIZO-Chefin Diana Schnabel Foto: Fotoreport Irmi Gessner

»Ohne WIZO wäre die Welt um ein Stück Liebe, Glück und Frieden ärmer.« Das sagte Präsidentin Charlotte Knobloch, als sie am 16. November den World WIZO Award verliehen bekam. Die Gäste im Spiegelsalon in der Lilienthalallee stimmten ihr zu und applaudierten begeistert.

Die Damen vom Vorstand der WIZO München – Sara Baumöhl, Rosi Citronenbaum, Nani Drory, Gaby Grüngras, Chana Kaminski, Gisa Pultuskier, Sara Schmerz, Lilian Steinberg und Simone Weissmann – hatten sich ein interessantes Programm einfallen lassen, um den Patenschaftsabend für die Gäste und für die bedürftigen Kinder in Israel zum Erfolg werden zu lassen. Moderatorin Anuschka Horn vom Bayerischen Fernsehen führte durch den Abend.

Hilfestellung Als Überraschungsgast stellte Horn ein »WIZO-Kind« vor, das bewies, wie erfolgreich die Organisation Hilfestellung fürs Leben geben kann. Shay Hamber erzählte aus ihrer Zeit in einem Kindergarten der WIZO. Inzwischen 15 Jahre alt, gewann die begeisterte Sängerin jüngst den Talentwettbewerb Voice Kids of Israel. »Ich bin so stolz, ein Teil von WIZO zu sein«, bekannte Hamber. Besonders glücklich sei sie darüber, dass die Organisation sie stets musikalisch unterstützt habe.

Anuschka Horn knüpfte an diesen Punkt an: Mehr als 200.000 WIZO-Frauen rund um den Globus setzten sich dafür ein, dass Lebensträume von Kindern wahr werden können. Der Anfang dafür besteht erst einmal in Betreuung und Zuwendung – oder ganz einfach einer warmen Mahlzeit. Hier zu helfen, sei ganz einfach, so Horn. Mit einer Patenschaft von 500 Euro erhalte ein bedürftiges Kind in Israel ein Jahr lang Geborgenheit.

Diesen Kindern eine Zukunft zu bieten, sei das Ziel des Patenschaftsabends, erklärte Lilian Steinberg vom Münchner WIZOVorstand. Unter den zahlreichen Gästen konnte sie viel Prominenz aus der Münchner Stadtgesellschaft begrüßen. Eigens zu der Veranstaltung nach München gekommen war auch die Vorsitzende von WIZO Deutschland, Diana Schnabel.

Preise Ihre ausdrückliche Anerkennung sprach Schnabel dem Vorstand aus, der seit einem Jahr die WIZO München erfolgreich führe. Deren Zielen habe sich seit Langem auch Charlotte Knobloch verschrieben, betonte sie. Die IKG-Präsidentin habe zwar schon viele Preise erhalten, aber ein »Oscar« sei bislang noch nicht dabei gewesen. Nun erhalte sie mit dem World WIZO Award quasi den Oscar der Frauenorganisation.

Wie sehr Knobloch sich über diese Ehrung freute, machte sie im Gespräch mit Diana Schnabel deutlich: »Dieser Award bedeutet mir sehr viel. Die WIZO begleitet mich seit vielen Jahrzehnten. Die Organisation steht weltweit für Liebe, Glück und Frieden«, lobte Knobloch die Arbeit der WIZO-Damen. Es seien viele ebenso engagierte wie couragierte Frauen, die sich mit großem Einsatz der Arbeit für die Menschen in Israel widmeten. Sie verstünden es »seit über 100 Jahren auf einzigartige Weise, die Herzen und die Taschen der Menschen in der ganzen Welt zu öffnen«.

Dann appellierte Knobloch an die Spendenbereitschaft der Gäste an diesem Abend unter dem Motto »One Night for Children«: »Wir stehen auf der Sonnenseite des Lebens. Es ist unsere Pflicht, denen zu helfen, die weniger Glück hatten. Wir wissen, dass Veränderungen nicht allein von guten Absichten getragen werden. Wir müssen etwas tun. Selbst anpacken kann nicht jeder, aber Pate sein – das können wir alle.«

Rhythmen Die Laudatio hielt anschließend der israelische Generalkonsul Dan Shaham. Mit Blick auf das Engagement von Frauen erinnerte er an wichtige weibliche Persönlichkeiten in Israel und in München – wie eben Charlotte Knobloch.

Nach dieser Rede ließen sich die Gäste nicht lange bitten, Israel und seinen Kindern zu helfen. Zwischen den Gängen des Käfer-Menüs zeichneten sie aber nicht nur Patenschaften, sondern tanzten auch zu den Rhythmen der KoDa Band aus Berlin. Einen besonderen musikalischen Höhepunkt setzte im Verlauf des Abends noch Kantor Moshe Fishel, begleitet von Yoed Sorek. Viel bejubelt wurden dabei unter anderem die Lieder »Jerusalem of Gold« und »Barcelona«.

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