9. Mai 1945

»Niemand ist vergessen«

Gedenkfeier für die gefallenen Soldaten auf dem jüdischen Friedhof Foto: Miryam Gümbel

»In der Geschichte jedes Volkes gibt es Daten, die niemals vergessen werden. Der 9. Mai 1945 ist ein Datum für alle Völker! Ungeachtet der Zeit, die seit dem 9. Mai 1945 vergangen ist, werden wir und nachkommende Generationen nie vergessen, dass dieser Sieg den Sieg der Gerechtigkeit über das Böse und die Gewalt bedeutet.« Das betonte Ariel Kligman, Vorsitzender der Sozialkommission des Vorstandes der IKG, bei der Veteranenfeier am 10. Mai im Hubert-Burda-Saal. Bereits am 8. Mai hatte auf dem Friedhof am Denkmal für die gefallenen jüdischen Soldaten eine Gedenkstunde stattgefunden.

Dieses Denkmal war am 22. Juni letzten Jahres enthüllt worden – an dem Tag, an dem 1941 Deutschland die Sowjetunion angegriffen hatte. Es verkörpere, so Präsidentin Charlotte Knobloch, die Aussage: »Niemand ist vergessen und nichts ist vergessen.« Und sie fuhr fort: »Wir haben uns diesen Satz zum Auftrag gemacht. Zum Auftrag, die gerettete Welt – die Überlebenden und die Nachwelt – an ihre Verpflichtung gegenüber den Helden von damals zu erinnern.

Veteranenrat Die Erinnerung an sie und an ihre beispiellosen Heldentaten ist für immer im kollektiven Gedächtnis der Gesellschaft zu verankern.« Die Rabbiner Steven E. Langnas und Avigdor Bergauz gedachten in eindrucksvollen Worten der Kriegstage und der Opfer ebenso wie Yurij Gluzov vom Veteranenrat. Nach dem Totengebet wurden zum Gedenken Kränze des Veteranenrates, des Vereins »Phönix aus der Asche«, der sich der Überlebenden der Schoa annimmt, sowie von der Kultusgemeinde am Denkmal niedergelegt.

»In unseren Herzen«, so Ariel Kligman, »bleiben ewig die Dankbarkeit und die Verneigung vor den Heldentaten der Frontkämpfer, Partisanen, Überlebenden der Blockade von Leningrad, Helden des Warschauer Ghettos, Arbeiter in den Fabriken und Werken.« Bei dieser Feierstunde im Gemeindezentrum begrüßte Präsidentin Charlotte Knobloch viele ihrer Vorstandsmitglieder, die den Toten wie den anwesenden Überlebenden ihre Referenz erwiesen.

Auch der Generalkonsul der Ukraine, Yuriy Yarmilko, war zum Gedenken gekommen – aber auch zum Feiern der Freude über die letztendliche Befreiung. Vor den zahlreichen Vertreteren der Veteranen sprach David Dushman als Mitglied des Veteranenrates. Die Rabbiner Langnas und Bergauz entboten ebenfalls Grußworte. Das festliche Abendessen begleiteten von der Bühne aus der Chor Druschba, die Tanzgruppe Freilachs, sowie die Sängerin Larissa Nesterenko und einzelne Gemeindemitglieder mit Rezitationen, Liedern und Tanzvorführungen.

Besonders dankte Charlotte Knobloch dem Veteranenrat: »Es sind vor allem Sie, die sich um das würdige Gedenken der toten Kameraden kümmern, sowie, und das ist besonders wichtig und ehrenwert, um die Belange der lebenden Veteranen und der älteren Menschen in unserer Gemeinde.«

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