Sommercamps

Mizwot, Museen und Rodeln

Mit lauter Stimme und vollem Engagement dabei: die Kinder im Camp Foto: Mike Minehan

»Die Kinder kommen bei uns in der Sommermachane an und kennen sich teilweise gar nicht – nach den drei Wochen sind sie aber zu einer Gruppe zusammengewachsen«, sagt Rabbiner Shmuel Segal von Chabad Lubawitsch.

Es ist laut im Hinterhof des Jüdischen Bildungszentrums an der Münsterschen Straße, immerhin kommen 120 Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren. Die Gruppenleiterinnen stimmen bei dem Sommercamp Gan Israel Berlin die Kinder mit Liedern ein, die sie anschließend ebenfalls mitsingen. Am Rand stehen einige Mütter und Väter, die ihrem Nachwuchs noch zuschauen und zuhören.

ausflüge »Mein Siebenjähriger mag die Ausflüge besonders«, sagt Rachel Braun, Beterin der Synagoge Münstersche Straße. Im vergangenen Jahr war ihr Sohn bereits dabei, nun ist auch seine dreijährige Schwester mit von der Partie. »Sie unternehmen jeden Tag etwas anderes«, sagt die Mutter.

Levi weiß auch jetzt schon, was er nach den drei Wochen Feriencamp am besten finden wird: die Fahrt zu einem Wasserpark. »Meine Mutter arbeitet, und morgen fahre ich alleine mit dem Bus nach Hause«, sagt der Neunjährige.

Im Camp sei er immer beschäftigt und gut aufgehoben, meint er. Auch er ist großer Fan der Ausflüge. In einem Indoorspielplatz und auf dem Amerikanischen Volksfest war bereits die ganze Truppe, es stehen für die größeren Kinder noch die Sommerrodelbahn bei Bad Saarow, das Kindermuseum in Prenzlauer Berg und das Jüdische Museum an. Die jüngeren Kinder gehen hingegen überwiegend auf einen Spielplatz, basteln und singen viel in den Räumen des Bildungszentrums.

lernen Aber es wird auch gelernt. An diesem Tag stehen die jüdischen Feiertage auf dem Programm. Ebenso besuchen die CampTeilnehmer kranke Menschen und werden unterrichtet, ihre Eltern und ihre Mitmenschen zu ehren.

»Kinder lernen am besten, wenn sie vergnügt sind und Spaß haben«, sagt Rabbiner Segal. Eine freundliche, positive Atmosphäre findet er wichtig – weshalb es auch keine Strafen für die Kinder geben soll. Allerdings müssen sie sich an die Regeln des Ferienlagers halten. Bis zum 22. Juli geht die Sommermachane noch. Anmeldung unter Telefon 030/ 212 80 83.

Auch die Talmud Tora Schule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin lädt wieder zur Sommermachane »Chagim 2011« in die Joachimstaler Straße ein. Die erste Woche findet vom 24. bis 29. Juli statt, die zweite vom 7. bis zum 12. August. Dabei stehen Judentum und Mizwot im Mittelpunkt. Außerdem wird Spaß bei Spielen, Ausflügen und Sport angeboten.

Anmeldung bei Isabella Bairamow unter Telefon 030/ 88 62 54 00. Christine Schmitt

Ausstellung

Vom Wohlstandskind zur Kriegsreporterin

Die Monacensia lässt das bewegte Leben von Erika Mann Revue passieren

von Ellen Presser  16.01.2020

München

Weiße Rose, Schicksal, Auschwitz

Meldungen aus der IKG

 16.01.2020

Buch

Bilder als Denkmal

Der Fotograf Thies Ibold erinnert an den Kunsthistoriker Aby Moritz Warburg

von Heike Linde-Lembke  16.01.2020

Kino

Familientreffen in Nahost

Nach der Wende lernt Esther Zimmering ihre israelische Verwandtschaft kennen

von Jérôme Lombard  16.01.2020

Synagoge Pestalozzistraße

Der Tradition würdig

Beim Umbau des Estrongo-Nachama-Kidduschsaals stießen Handwerker auf 17 Torarollen. Nun werden sie restauriert

von Katharina Schmidt-Hirschfelder  12.01.2020

München

Gedenken, Geschichte, Dialog

Meldungen aus der IKG

 09.01.2020

München

Faszination Film

Die Jüdischen Filmtage am Jakobsplatz stehen dieses Jahr unter dem Motto »Eine Reise um die Welt«

von Helmut Reister  09.01.2020

Kölsche Kippa Köpp

»Wenn et Trömmelche jeht«

Der jüdische Karnevalsverein feiert seine erste öffentliche Sitzung

von Leticia Witte  09.01.2020

München

Museum, Gedenken, Ferien

Meldungen aus der IKG

 03.01.2020