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»Lernen und Spaß gehören zusammen«

Präsidentin Charlotte Knobloch mit Kindern der Sinai-Schule Foto: Marina Maisel

In der Sinai-Ganztagsschule der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern ist am Mittwoch vergangener Woche das neue Spielezimmer eröffnet worden. Das gemeinsam von Elternbeirat und Schule erarbeitete Konzept hatte zuvor den Wettbewerb »Spielen macht Schule« der Frankfurter Initiative »Mehr Zeit für Kinder«, gewonnen, die sich um die Belange von Kindern und Familien in der Gesellschaft kümmert.

Präsidentin Charlotte Knobloch hob bei der Einweihungsfeier das Konzept der Einrichtung hervor – und ging auf die besondere Entstehungsgeschichte des Spielezimmers ein. »Dieser Raum ist nicht einfach nur eine Anschaffung, wie man sie an einer Schule immer mal wieder tätigen muss«, führte Knobloch aus. »Nein, die Schule hat im Rahmen des Wettbewerbs gewonnen, weil die Idee wirklich überaus überzeugend ist.«

Entfaltung Lernen, Bildung und Spielen gehörten in den Einrichtungen der jüdischen Gemeinde immer zusammen, so Knobloch weiter. »Im Spiel entfalten Kinder ihre Persönlichkeit, im Spiel üben sie sich im Umgang mit anderen«, weiß die Präsidentin. »Kinder schlüpfen beim Spielen in andere Rollen, im Spiel sind sie frei, wie sonst in keinem anderen Bereich.«

Die Leiterin der Sinai-Schule, Anja Weigand-Hartmann, erklärte in ihrer Dankesrede, wie es zu dem Spielezimmer gekommen ist. Der Verein »Mehr Zeit für Kinder« und das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen an der Uni Ulm sind der Überzeugung, dass Spielen und Lernen sich nicht ausschließen, sondern gegenseitig befruchten.

Um diese Erkenntnis zu fördern, haben beide Institutionen den Wettbewerb ins Leben gerufen, bei dem der Erstplatzierte die Ausstattung für ein Spielezimmer – von Lego über Playmobil bis hin zu einem Fuhrpark von Spieleautos – gewinnt. Voraussetzung dafür sei natürlich ein überzeugendes Konzept gewesen, unterstrich Weigand-Hartmann.

spenden »Uns ist das gelungen! Deshalb will ich mich herzlich bei den beiden Initiatorinnen, Miriam Geldmacher vom Elternbeirat und der Beratungslehrerin Margit Bieber, bedanken.« Ihr weiterer Dank galt dem Elternbeirat auch deshalb, weil er das Spielezimmer finanziell und durch Sachspenden unterstützt hat.

Mit aufwendig gestalteten Einladungskarten und einem Begrüßungsplakat hatten auch die Jungen und Mädchen der Sinai-Ganztagsschule zur gelungenen Feierstunde beigetragen. Eine besondere Überraschung erlebten die Besucher dann abschließend mit dem Premierenauftritt des neuen Schulorchesters, für das Luisa Pertsovska und Anunziata de Paola zuständig waren.

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